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Formella verliert gegen Porter

Formella verliert gegen Porter

Der Hamburger Weltergewichtler Sebastian Formella hat sich im Kampf gegen Ex-Weltmeister Shawn Porter im Microsoft Theatre in Los Angeles erwartungsgemäß klar geschlagen geben müssen. Am Ende des auf 12 Runden angesetzten Gefechts lag ‚Showtime‘ Porter auf den Punkzetteln drei Mal mit 120:108 vorne.

Der 32 Jahre alte Porter hatte zuvor durchgängig das Geschehen im Ring bestimmt. ‚Hafen-Basti‘ konnte durch seine gute Deckung, flinke Beinarbeit und wohl auch durch seine Nehmerqualitäten ein vorzeitiges Ende durch KO verhindern. Schon alleine dafür hat Formella Respekt verdient. Der Hamburger hat in seinem 23sten Profikampf damit seine erste Niederlage erlitten.

Keine Schande, denn der US-Boxer kämpft in einer anderen Liga, war 12 Runden lang im Vorwärtsgang. Formella gelang es ab und zu zwar, Konter zu setzen, doch der Hamburger ist bekanntermaßen nicht mit großer Schlagkraft gesegnet und konnte keine Wirkungstreffer bei seinem übermächtigen Gegner anbringen. Die Auswertung der Schlagstatistik nach dem Kampf ergab bei Porter insgesamt 785 Schläge bei 394 Treffern, ‚Hafen-Basti‘ Formella landete 148 Treffer. Damit stellte Porter einen neuen persönlichen Rekord auf. Selbst im Kampf gegen Keith Thurman im Sommer 2016 schlug ‚Showtime‘ nicht so oft.

Trotzdem kann Formella hoch erhobenen Hauptes nachhause zurückkehren: mehr war nicht zu holen gegen den Weltklasseboxer aus Las Vegas. Und zumindest mit drei Dingen kann Formella zufrieden sein: einem beherzten Auftritt in den USA, der größten Börse seiner Profilaufbahn und seinem Weltmeistertitel. Der IBO-Gürtel stand beim Kampf gegen Porter nicht auf dem Spiel.

Sebastian Formella, über den eine US-amerikanische Box-Seite nach dem Fight schrieb: “Er zeigte sein Herz und sein Kinn, war aber nie im Kampf”, kommt angeblich schon heute wieder nach Deutschland, muss aber wohl erst einmal in Corona-Quarantäne. Shawn Porter dagegen möchte im Herbst wieder ganz oben angreifen. Der ehemalige WBC- und IBF-Weltmeister, der im vergangenen Jahr seinen Titel gegen Landsmann Eroll Spence jr verloren hatte, darf sich jetzt WBC-Silver-Champ nennen und hofft auf eine erneute WM-Chance.  

Porters Ziel: ein Kampf gegen den Gewinner aus „Errol Spence jr vs  Danny Garcia“. Nach seinem Sieg hatte der 32-jährige im Interview schon eine Nachricht für seinen zukünftigen Gegner parat:  „I’m still here and I’m not going anywhere“. Ich bin immer noch hier und werde auch nirgendwo hin gehen.

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