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Floyd Mayweather und Lou DiBella – Erste Top-Veranstaltung des Jahres

DiBella Entertainment und Mayweather Promotions veranstalten gemeinsam am 14. Januar im New Yorker Barclays Center. Dabei sind gute Titel-Kämpfe auf der Card, die von den Ansetzungen her auf Augenhöhe stattfinden und ergebnisoffen sind. Geboten werden 4 Titelfights und 5 weitere Ranglistenkämpfe. Es ist eine Pay-TV Veranstaltung die von Showtime und SKY vermarktet wird.

In einem der Hauptkämpfe geht es im Supermittelgewicht zwischen dem Briten James DeGale (IBF Champ) und dem in den USA lebenden Schweden Badou Jack (WBC Champ) um eine Titelvereinigung. Außerdem wird bei dieser Gelegenheit auch der vakante „The Ring“ Titel ausgeboxt. DeGale holte sich den damals vakanten IBF-Gürtel 2015 im Kampf gegen Andrè Dirrell durch einen Punktsieg. Er verteidigte ihn bisher gegen Lucian Bute (2015) in Kanada und gegen Rogelino Medina (2016) in den USA. Badou Jack, der im Mayweather Gym in Las Vegas zum Inventar gehört, trägt den WBC-Titel ebenfalls seit 2015. Er holte ihn gegen Anthony Dirrell bei dessen erster Verteidigung. Noch im gleichen Jahr gab es seinerseits eine Verteidigung gegen den Briten George Groves, wo Jack einen umstrittenen Punktsieg zugesprochen bekam. Im April 2016 endete ein Kampf gegen Lucian Bute mit einem Unentschieden. Bute sah sich damals als Sieger, fiel dann aber durch die Dopingkontrolle.

degale86

Will man für diesen Kampf eine Prognose abgeben, kann man eigentlich kaum einen Favoriten erkennen. DeGale ist es gewohnt, auswärts zu kämpfen und sollte boxerisch vielleicht sogar etwas besser sein als Badou Jack. Der „Mayweather-Boxer“ ist ein Aushängeschild seines „Chefs“, für sein Gym und seine Promotion. Man wird manchmal das Gefühl nicht los, als hätte Badou Jack bei den Punktrichtern einen „Stein im Brett“. Das war gegen Groves so und gegen Bute kaum anders. Sollte es zwischen Jack und DeGale zu einer Punkteentscheidung kommen, kann man gespannt sein, wie gerecht das Urteil ausfällt.

Rivas Mayweather Serrano

Auch im zweiten Hauptkampf geht es zwischen Amanda Serrano und Yazmin Rivas um mehrere Titel. Die in New York lebende Puerto-Ricanerin Serrano verteidigt gegen die Mexikanerin Rivas ihren WBO-Titel im Superbantam. Gleichzeitig wird dabei der „Diamond-Belt“ des WBC und der WBAN-Titel ausgeboxt. Dieser Kampf ist genau so ergebnisoffen wie der zwischen Jack und DeGale. Amanda Serrano ist das weibliche Zupferd von Lou DiBella. Sie und ihre ebenfalls boxende Schwester Cindy Serrano (WBO-Champ im Federgewicht) gelten in den USA unter der Puerto Ricanern als absolute Stars. Yazmin Rivas war bereits WBC Weltmeisterin im Bantamgewicht. Sie verlor ihren Gürtel bei einem Event während der WBC-Frauenconvention im Januar 2016. Der offensichtliche Grund war, dass sie am Vorabend bei einer zu dieser Veranstaltung gehörenden Weinverkostung fürchterlich versackt ist und am Kampftag überhaupt nicht fit war. Ihre damalige Gegnerin, Catherine Phiri aus Sambia lag nach Punkten weit in Front, als der Kampf wegen einer Cutverletzung Rivas abgebrochen wurde. Zu einem Rematch in Sambia kam es nie. Zuletzt erkämpfte Rivas den WBC-International im Superbantam und will nun in New York gegen Serrano den „ganz großen Wurf“ landen. Man kann auch bei diesem Kampf gespannt sein, ob es bei einer möglichen Punkteentscheidung für eine der beiden Boxerinnen “Rückenwind” von außen geben wird.

In den Kämpfen zwischen Jose Pedraza und Gervonta Davis um den IBF Titel im Superfeder- und Ievgen Khytrov gegen Immanuwel Aleem um den vakanten WBC Silver im Mittelgewicht treten bisher ungeschlagene Boxer gegeneinander an. Ein weiterer Kampf im Schwer- und 4 im Weltergewicht runden das Event ab. Mit dieser „1A“ Veranstaltung fällt der Startschuss zu hoffentlich vielen hochklassigen Events im Jahr 2017.

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3 Kommentare

  1. 14. Januar 2017 at 12:32 —

    Es würde mich nicht wundern wenn Degale den stärkeren Eindruck hinterlässt, der Kampf aber unentschieden endet, insofern der Kampf über die Runden geht!

    Die ganze Veranstaltung ist mit recht guten Kampfansetzungen bestückst, da könnten sich deutsche Veranstalter mal ein Beispiel dran nehmen!

  2. 14. Januar 2017 at 12:45 —

    Dazu brauchte man in Deutschland aber erstmal die entsprechenden Boxer. Die wenigen halbwegs Guten müssen dann einzeln als Zugpferde herhalten und eine ganze Veranstaltung tragen. Mehrere gute Titelkämpfe bei einer Veranstaltung werden hier wohl die Ausnahme bleiben.

  3. Ich glaube DeGale wird Jack besiegen. DeGale ist mitunter einer der motiviertesten Boxer. Man merkt ihm einfach immer an, dass er den weg nach oben sucht und nicht stattdessen zum Koks greift wie der Trailerpark Penner Tyson Fury.

    Ob die Pkt fair ausgeteilt werden, ist ne andere frage. Degale sollte sicherheitshalber auf KO gehen.

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