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Floyd Mayweather kassiert 88 Millionen Dollar in 9 Minuten

Man sollte es kaum für möglich halten, aber wie diverse Internetseiten verbreiten, wird Floyd Mayweather zum Jahresende in Tokyo einen Kampf gegen den 20-jährigen Japaner Tensin Nasukawa absolvieren. Von so einer Idee war bereits vor 2 Monaten die Rede. Boxen.de hatte darüber berichtet. Doch Mayweather dementierte dann, dass er jemals einen Vertrag unterschrieben habe. Man glaubte, damit wäre diese ohnehin seltsame Idee vom Tisch. 

Jetzt also doch. Am Silvesterabend wollen Mayweather und Nakusawa gegeneinander antreten. Der Kampf soll nach klassischen Boxregeln laufen. Geboxt werden 3 (!) Runden. Das Ergebnis ist dabei ohne jede Bedeutung, weil der „Kampf“ in keine offizielle Wertung kommen soll. Alles reine Show. Eine gut bezahlte Show, versteht sich. Gerüchten zufolge soll Mayweather für diesen Auftritt von nicht einmal 10 Minuten reiner „Arbeitszeit“ eine Börse von 88 Mio Dollar erhalten. Sein Gegner wird gewiss nicht auf so eine hohe Summe kommen, aber es sollte reichen, um den „Ninja Boy“ zu einem reichen Mann zu machen, falls er das nicht schon ist.

Es soll bei diesem Kampf keine Punktrichter geben. Werden 3 Runden zu Ende geboxt, trennen sich beide, ohne dass es einen Sieger gibt. Ob es einer von beiden auf einen KO-Sieg anlegt, wird sich im Ring zeigen. Ob ein KO für einen Eintrag in den jeweiligen Kampfrekord relevant ist, weiss man noch nicht. Da der Japaner nicht kicken darf (jeder auch nur versehentliche Kick kostet ihn 5 Mio Dollar), muss er sich voll auf seine jugendliche Schnelligkeit verlassen. Große Boxkünste kann man nicht erwarten. Genau das ist der Punkt, wo Mayweathers Stunde schlägt: Er hat einen angesehenen jungen Typen vor sich, der im klassischen Boxen so gut wie keine Erfahrung hat. Und ob Nakusawa tatsächlich reaktionsschneller ist als Mayweather, muss man bezweifeln. Bevor der mehr als doppelt so alte Mayweather Ermüdungserscheinungen zeigen kann, ist das Spielchen ja schon vorbei.

Veranstaltet wird das Spektakel von der japanischen „RIZIN Fighting Federation“. Nobuyuki Sakakibara, der Chef dieser Promotion-Firma, hatte die Idee zu dem Kampf und konnte Mayweather dazu überreden, nach Tokyo zu kommen, wo gegenwärtig die „Martial Arts EXPO 2018“ stattfindet. Dabei werden u.a. auch die Fan-Artikel zum Mayweather-Kampf einen reißenden Absatz finden. 

Mittlerweile sind beide Kämpfer auch schon über die Waage gegangen. Für den Kampf bei “Cygames RIZIN 14“ gelten Boxregeln und die Begegnung wird als „Sonderkampf“ geführt. Floyd Mayweather brachte 66,70 kg auf die Wage. Sein Gegner Nasusagawa Tenshin kam auf 62,10 kg. Der Kampf soll der Höhepunkt der Veranstaltung werden.

Irgendwie mag man das Ganze kaum glauben. Aber wie es aussieht, gelingt es Mayweather wieder einmal mit diesem Kampf von sich Reden zu machen. Erstaunlich ist auch, dass die Japaner eine solche Börse regelrecht „raushauen“. Scheinbar ist man in Europa mittlerweile „am Arsch der Welt“, wenn es um die Finanzierung von Kampfsportveranstaltungen geht.

Noch einmal zum mitschreiben: 88 Millionen Dollar für nicht einmal 10 Minuten Kampfzeit! Im Vergleich dazu sind selbst die 150 Mio Börseneinnahmen aus dem 12-Runden-Kampf gegen Pacquiao ein Witz.

Hier der Pressetermin mit Mayweather und Nakusawa:

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2 Kommentare

  1. 31. Dezember 2018 at 10:08 —

    Diesen Blödsinn braucht kein Mensch, um so erstaunlicher wieviel Kohle dafür auf den Tisch geknallt wird.

  2. Schlauer junge der Florian. Und die ganze Welt heult wieder rum während er die Kohle zählt. 😀

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