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Floyd Mayweather jr und das liebe Geld

Nachdem Floyd Mayweather jr bereits für den 20. Februar einen Kampf auf dem Hubschrauberlandeplatz des Burj al Arab – Hotels in Dubai angekündigt hatte, verstrich dieser Termin ohne den Kampf. Was ihn davon abgehalten hat, kann man nur ahnen. Scheinbar war es nur einer seiner „Testballons“, um festzustellen, wie diese Idee überhaupt ankommt und ob sich damit ordentlich Kasse machen lässt.

Jetzt kommt der mittlerweile 45-jährige mit einer erneuten Ankündigung: Angeblich will er nun am 14. Mai auf dem Hoteldach in Dubai boxen. Sein Gegner soll der bisher ungeschlagene Don Moore (18(12)-0-1) sein, der einst von Mayweathers Onkel Roger Mayweather trainiert wurde.

Diese Kampfankündigung geht einher mit Mayweathers unverhohlenen Äußerungen in Bezug auf sein Geld, was er im Boxsport verdient. Gemäß einem Bericht der Seite „Worldboxingnews“ sagte der Myweather, er wolle das Boxen „mit allen Kräften melken“ und dass er “alles mitnehmen will, was er bekommen kann”.

Damit macht er sich gewiss nicht nur Freunde. Wenn man bedenkt, was die User dafür hinlegen müssen, wenn sie Mayweather live per PPV boxen sehen wollen, dann kommen solche Äußerungen bestimmt nicht bei jedem Boxfan gut an.

Floyd Mayweather jr polarisiert damit wieder einmal. Viele Fans mögen ihn, andere eben nicht. Davon lebt er nicht schlecht und dürfte wohl auch weiterhin die „fettesten“ Gewinne einfahren, die man sich im Boxsport überhaupt vorstellen kann. Kritisiert man das, wird man womöglich von seinen Fans als “Neider” bezeichnet. Sei es drum.

Spätestens wenn man bedenkt, dass Don Moore seit 2013 gerade mal einen einzigen Profiboxkampf (2016) bestritten hat, sollte die Rollenverteilung in diesem reinen Showkampf recht deutlich werden. Wer ein Geld ausgibt, um diese Money-Show live zu sehen und Mayweather noch reicher zu machen, ist selber Schuld und hat eswohl auch nicht anders verdient, als “gemolken” zu werden.

Hier eine PK zum bevorstehenden Kampf zwischen Mayweather und Moore:

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3 Kommentare

  1. 11. April 2022 at 05:26 —

    Sorry Fuchs das ich den Zeigefinger heben muss, Roger Mayweather ist seid 2020 verstorben aber sonst guter Artikel 🙂

    • 11. April 2022 at 05:41 —

      Ja, stimmt. Ein Formulierungsfehler von mir. Es sollte “einst … trainiert wurde” heißen. Habe es verbessert.
      Ich habe mich vom WBAN-Text hinreißen lassen, nicht weiter darüber nachzudenken:
      Zitat von WBAN:
      “Mayweather wird in einer besonderen Ausstellungsveranstaltung über acht Runden gegen den von Onkel Roger Mayweather trainierten Don Moore kämpfen.”

  2. 11. April 2022 at 09:22 —

    Den Fans kann man es halt als Fighter nicht rechtmachen. Ob man die sauer erkämpfte Kohle wie Broner (oder hunderte Andere vor ihm) versäuft oder sich durch Nase zieht oder klug investiert und ab und zu für ein sportlich wertloses Event den Leuten die Kohle aus den Taschen „raubt“ – eines ist einem Boxer gewiss, nämlich Hater und/oder Neider.

    Etwas aber muss man May unbedingt anerkennen: In Bezug auf seine Fitness und Gesundheit hat er alles richtig gemacht. Er hat eine der härtesten Sportarten jahrelang auf dem allerhöchsten Niveau betrieben, trainiert wie ein Tier, hat sich trotz des Geposes niemals von den Verführungen des „Thug-Lifes“ treiben lassen sondern war immer diszipliniert und schlau und hat bis heute eine tolle Fitness. Nur deshalb kann er heute überhaupt noch solche „Fights“ wenn auch gegen drittklassiges Material, mehr oder weniger ohne Vorbereitung, bestreiten. Das zumindest hat auf jeden Fall Respekt verdient.

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