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Floyd Mayweather gibt Devin Haney Beistand

Nachdem WBC-Leichtgewichtchamp Devin Haney letzte Woche ein bisschen zu viel „dicke Lippe“ riskiert hat, ist ihm seine Äußerung offenbar heftig auf die Füße gefallen. Jetzt bekommt er prominenten Beistand von Floyd Mayweather, der ja scheinbar Haneys großes Vorbild ist. David Haney bestreitet die in verschiedenen Netzwerken gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen Rassismus.

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben, hier noch einmal eine Rückblende zu der umstrittenen Wortmeldung:

Haney sagte gegenüber 78SportsTV: Ich sage dir das – ich werde niemals in meinem Leben gegen einen weißen Jungen verlieren. Es ist mir egal, was jemand zu sagen hat. Kein weißer Junge kann mich an irgendeinem Tag der Woche schlagen. Wenn ich zehnmal gegen einen weißen Jungen kämpfe, werde ich ihn zehnmal schlagen.“

Diese Äußerung war die Antwort auf einen Fan-Kommentar zum Thema Vasyl Lomachenko. Es hieß dabei sinngemäß, dass Haney den Hype um Lomachenko beenden soll. Das allein ist schon etwas fantastisch weit hoch gegriffen. Immerhin war Lomachenko zwei Mal Olympiasieger und ist Weltmeister in drei Profiverbänden. In Bezug auf Loma von einem „Hype“ zu sprechen, ist wohl etwas reichlich daneben. Lomachenko hat seine Siege nicht geschenkt bekommen und musste sich von Beginn an gegen gute Boxer durchsetzen. Trotz einer Punktniederlage in seinem zweiten Profikampf, hat er seine Aufgaben alle gut gemeistert. Die Frage ist doch erst einmal: Wen mit Rang und Namen hat Haney bisher besiegt und wie ist er an seinen Gürtel gekommen?

Offenbar hat Haney jetzt merken müssen, dass er reichlich Gegenwind bekommt, weil er sich etwas im Ton vergriffen hat. Er rudert ein wenig zurück. Das hört sich nun so an:

Ich bin kein Rassist und ich werde niemals ein Rassist sein. Ich bin auf der Jagd nach Größe.“

 

Mayweather wäre sein Mentor und er wolle ihm nacheifern. Es meinte, dass man ihn missverstanden habe. Haney veröffentlichte in diversen sozialen Netzwerken ein Bild von Floyd „Money“ Mayweather. Der in 50 Kämpfen zur Boxlegende gewordene Mayweather kommentierte das mit den Worten:

“Wenn es nicht um das Geld geht, worum geht es dann?”

Natürlich geht es im Profisport immer um Geld. Das weiß kaum einer besser als Mayweather, der in seiner Karriere nicht nur der am besten verdienende Boxer, sondern auch weltweit am höchsten bezahlte Sportler überhaupt war. Wie man zu Geld kommt, weiß Mayweather auch ganz genau. Der Marktwert eines Sportlers hängt mit seiner permanenten Medienpräsenz zusammen. Egal ob mit positiven oder negativen Schlagzeilen. Im Gespräch bleiben und die Gedanken der Fans beschäftigen und zu Diskussionen anregen. So geht das eben heutzutage.Nicht nur die Leistung im Ring entscheidet, sondern auch das „Klappern“ zwischen den Kämpfen. Scheinbar ist es auch genau das, was Haney gerade versucht. Erst eine kleine Welle auslösen und dann wieder zurück rudern. Es wird darüber gesprochen und kontrovers diskutiert. Schon ist das Ziel erreicht: Ein höherer Marktwert durch Medienpräsenz.

Ob Haney und Lomachenko demnächst aufeinander treffen, ist mehr als ungewiss. Im Moment ist ohnehin Stillstand im Boxen, so wie bei allen anderen Sportarten auch. Lomachenko ist durch seinen Status als WBC-Franchise Champ aus der Schusslinie gerückt und Haney hat den regulären WM-Titel kampflos geerbt. Soll er doch erst einmal zufrieden sein mit dem, was er hat. Vielleicht wäre es erst einmal angebracht, dass er sich seinen geschenkten WM-Titel erst einmal gegen einen würdigen Gegner aus dem WBC-Ranking verdient. Dafür wäre womöglich der ebenfalls erst 21-jährige Ryan Garcia (20(17)-0-0) aus Los Angeles ein guter Kandidat dafür. Der trägt den WBC-Silverbelt im Leichtgewicht und wäre auf jeden Fall ein würdiger Herausforderer.

Haneys Arbeitgeber Eddie Hearn könnte diesen Kampf sehr gut über DAZN vermarkten. Es wäre eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen zwei jungen US-Boxern. Das Garcia ein “weißer Junge“ ist, spielt dabei sicher nur eine Nebenrolle.

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