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Firat Arslan will`s noch einmal wissen

Ein Beitrag von F.W. :

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„Mein Ziel ist, nochmal Weltmeister bei einem der großen Verbände zu werden!“

Am Samstag verteidigt Arslan in Istanbul seinen GBU-WM-Titel im Cruisergewicht gegen Pascal Ndomba aus Tansania. Kurz vor dem Fight, hat Firat uns noch ein Interview gegeben!
Boxen.de: Firat, erstmal Glückwunsch zum WM-Gürtel, auch wenn es schon ein paar Monate her ist (Juni 2018, KO-Sieg über Pablo Matias Magrini aus Argentinien). Mit 47 Jahren noch einmal Weltmeister zu werden, ist schon etwas ganz besonderes. Wie lange möchten Sie sich denn noch Tag für Tag quälen, um solche Leistungen bringen zu können?

Firat Arslan: Ich möchte ehrlich sein, dieser Titel hilft mir einfach, im Geschäft zu bleiben. 
Mein Ziel ist, noch einmal Weltmeister in einem der großen Verbände zu werden, ich möchte versuchen, nochmal einen großen WM-Kampf zu bekommen! Wenn das nicht klappt, dann werde ich wohl Ende des Jahres oder im kommenden Jahr die Handschuhe an den Nagel hängen.

Boxen.de: Ihr aktueller Gegner kommt aus Tansania, heißt Pascal Ndomba und steht mit einer KO-Quote von 64% bei 33 Kämpfen ganz gut da. Was wissen Sie über Ihren Kontrahenten?

Firat Arslan: Gegen Ndomba hätte ich schon in Karlsruhe kämpfen sollen [um den seinerzeit vakanten GBU-WM-Titel im Cruisergewicht (Anmerkung der Redaktion)], aber da hat er kein Visum bekommen. Und das ist jetzt fast auch wieder passiert! Erst am Mittwoch war klar, dass der Kampf auch stattfinden kann. Ich weiß wenig über Pascal Ndomba, ich kenne seine Kampfbilanz mit 23 Siegen in 33 Kämpfen, wovon er 21 durch KO gewonnen hat. Das sagt mir, dass er ein Draufgänger ist! Ich denke, dass er es auf die ersten Runden anlegt. Ich bin ehrlich, dann werde ich das auch tun!
Boxen.de: Der Kampf findet in Istanbul statt. Ist es anders, in der Türkei zu boxen … vor türkischen Fans?

Firat Arslan: Der Boxsport ist in Deutschland populärer. Boxer wie Henry Maske, Axel Schulz, Graciano Rocchigiani oder auch Regina Halmich und Arthur Abraham haben den Boxsport groß und salonfähig gemacht. In der Türkei ist das anders: es gibt zwar auch gute Boxer, aber es fehlt jemand, der sie fördert. Um ehrlich zu sein: der Kampf gegen Ndomba ist für mich ein „Stay busy“-Fight. Um es mal anders zu sagen: Bayern München spielt auch nicht immer gegen Dortmund oder einen anderen Spitzenverein!
Boxen.de: Gibt es denn einen Wunschgegner für die Zukunft?

Firat Arslan: Mein Problem ist Oleksandr Usyk. Er hat fast alle Titel abgeräumt und will jetzt vielleicht ins HW aufsteigen, aber so viel Zeit habe ich nicht. Aber da ist zum Beispiel Beibut Shumenov; er hat den Titel der WBA, den ich ja auch mal hatte.

Boxen.de: Können Ihre deutschen Fans den Kampf gegen Pascal Ndomba irgendwo sehen?

Firat Arslan: Ja, zwar nicht auf Dmax-Deutschland, aber im Internet auf Dmax-Türkei.
[Anmerkung der Redaktion: https://www.dmax.com.tr/odullu-yarisma-
kazananlar-belli-oldu-65] Da dann „live“ – also „canlı” – anklicken; es ist kein
PPV, sondern kostenfrei.

Boxen.de: Vielen Dank für das Interview und viel Glück für den Kampf!
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