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Firat Arslan – Erfolgreiche Titelverteidigung und weiterhin GBU-Weltmeister im Cruisergewicht

Ein Beitrag von F.W.:

Arslans Herausforderer Pascal Ndomba aus Tansania hatte kaum Gelegenheit, dem GBU-Champion gefährlich zu werden. Während die erste Runde noch annähernd ausgeglichen verlief, machte Arslan in Runde 2 den Sack zu: nachdem Ndomba durch Schlagwirkung zu Boden ging, beendete der Ringrichter das ungleiche Gefecht: KO-Sieg in Runde 2 für den alten und neuen GBU-Weltmeister.

Boxen.de: Firat Arslan, Sie hatten ja vor dem Kampf schon von einem „Stay busy-Fight“ gesprochen; das Ganze sah ja mehr nach Sparring aus, bringt Ihnen ein Gegner von diesem Format etwas?

Firat Arslan: Ich denke dass jeder Kampf etwas bringt. Der Gegner war ein Puncher und konnte in der ersten Runde auch den einen oder anderen Schlag gut anbringen. Aber viel wichtiger bei solchen Kämpfen ist, sich optimal vorzubereiten und den Rythmus nicht zu verlieren.

Boxen.de: Ihren nächsten Kampf haben Sie schon im Visier: der findet möglicherweise am 17. November in Göppingen statt. Haben Sie da schon einen Gegner im Kopf, der Sie vielleicht auch etwas mehr fordert?

Firat Arslan: Für Göppingen sind bereits paar Gegner im Gespräch. Es wird mit Sicherheit ein anderer Kampf als gegen Ndomba. Ich hoffe, dass ich in Kürze mehr zu meinem Gegner sagen kann.

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Boxen.de: Was mich immer wieder wundert: es gibt Profiboxer, die sich über ihre eigene Profession hinaus nicht sonderlich für den Boxsport interessieren. Für den „normalen“ Boxfan war natürlich die Begegnung von Alexander Povetkin und Anthony Joshua eine „Pflichtveranstaltung“. Hatten Sie mittlerweile Gelegenheit, sich den Kampf anzuschauen? Falls ja: was sagen Sie: ist Joshua in Zukunft der unumstrittene WM im Schwergewicht? Oder haben Tyson Fury und Deontey Wilder da auch noch ein Wörtchen mitzureden?

Firat Arslan: Mich interessieren alle großen Boxkämpfe, natürlich auch der Joshua-Povetkin Kampf. Aber wenn man am selben Tag im Ring steht, ist jeder andere Kampf erstmal zweitrangig. Mittlerweile konnte ich mir aber zumindest die Highlights des Fights anschauen. Den ganzen Kampf werde ich mir erst ansehen, wenn ich wieder zurück zu Hause bin. Ich habe noch einige wichtige Medientermine in der Türkei und daher erst mal nicht die Zeit. Trotzdem konnte ich trotz Joshua Sieg auch Schwächen bei ihm erkennen. Er ist ohne Zweifel ein wahrer Weltmeister, aber mit Sicherheit nicht unschlagbar. Ich denke dass Wilder, auch wenn boxerisch limitierter, durchaus sehr gefährlich werden könnte. Tyson Fury in Hochform, falls er diese wieder aufbringen kann, hätte mit Sicherheit auch seine Chancen.

Boxen.de: Der nächste Megafight im Schwergewicht ist ja auch schon in Aussicht: Am 1. Dezember treffen Fury und Wilder im Ring aufeinander. Ihre Prognose, Firat?  

Firat Arslan: Wilder gegen Fury ist für mich ebenfalls ein sehr interessantes Duell. Wie eben schon gesagt, ist Wilder boxerisch limitiert, aber mit seiner Physis sehr gefährlich. Fury hätte boxerisch sehr gute Chancen, aber ich denke er wird die alte Form, nach dieser langen Auszeit noch nicht bringen können. Mein Tipp ist, dass Wilder in der zweiten Kampfeshälfte vorzeitig gewinnt. Aber das ist eben nur ein Tipp. Das ist Boxen, da kann alles passieren. Vor allem im Schwergewicht.  

Boxen.de: Danke für das Interview

Hier eine Zusammenfassung auf Facebook von Firat Arslans Kampf in Istanbul: (Klick)

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1 Kommentar

  1. 28. September 2018 at 16:32 —

    Ein Titel der keinen großen Stellenwert hat, aber mal wieder ein sehr gut trainierter Arslan!
    Hoffe für Arslan das er tatsächlich nochmal die Chance auf einen Titelkampf bei einen der großen Verbände bekommt!

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