Firat Arslan aus dem Krankenhaus entlassen: „Ich hoffe auf eine Revanche!“

Firat Arslan ©Eroll Popova.
Firat Arslan © Eroll Popova.

Firat Arslan, der gestern Abend in Stuttgart auf dramatische Weise seinen Interims-WM-Kampf verloren hat, ist mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Grund für Arslans Niederlage waren weniger die Schläge seines Gegners Steve Herelius, als vielmehr ein totaler Erschöpfungszustand, der schließlich zu einem Kreislaufkollaps in seiner Ringecke führte.

Kaum aus dem Krankenhaus draußen, wandte sich Arslan schon mit einer Botschaft an seine Fans: „Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß. Es tut mir sehr leid für die Fans. Ich hätte ihnen gern einen Sieg geschenkt. Ich hatte mir so viel vorgenommen, und bis zu dem Abbruch lief es auch sehr gut. Ich bin mir sicher, dass ich den Kampf nach Punkten gewonnen hätte. Dann so zu verlieren, ist schon bitter. Trotzdem Glückwunsch an meinen Gegner Steve Herelius. Und mein Dank an die Fans: Ich danke allen, die am TV-Gerät und in der Halle die Daumen für mich gedrückt haben. Ihr wart ein tolles Publikum.“

Auch für Trainer Michael Timm war es nicht leicht, seinen Schützling in einem solchen Zustand zu sehen: „Ich hatte gesehen, dass die Runde nur noch wenige Sekunden ging. Wenn das anders gewesen wäre, hätte ich schon früher abgebrochen. Ich habe gesehen, dass er beim Zurückkehren in die Ecke schon nicht mehr Herr seiner Sinne war. Da geht die Gesundheit des Boxers vor. Es gibt auch noch ein Leben nach dem Sport. Das darf man bei allem Ehrgeiz nie vergessen. Dass Firat nicht aufgeben wollte, ist typisch für ihn. Er ist ein großer Kämpfer mit großem Herz. Er hat seine Sache bis dahin ganz toll gemacht.“

Für den 39-jährigen Arslan soll die gestrige Niederlage aber nicht gleichbedeutend mit dem Karriereende sein: „Jetzt ruhe ich mich erst einmal aus. Ich weiß, dass ich den Kampf unter normalen Bedingungen gewonnen hätte. Deshalb hoffe ich auf eine Revanche.“

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21 Gedanken zu “Firat Arslan aus dem Krankenhaus entlassen: „Ich hoffe auf eine Revanche!“

  1. Arslan sollte es lieber lassen ich mag in zwar aber der Gesundheit wegen sollte er keine Revanche machen und aufhören. Der Man ist fast 40 und kassierte Gestern seine 5 Niederlage zudem glaub ich mal das er genug Kohle verdient hat um nicht mehr boxen zu müssen siehe sein Kumpel Krasniqi der will auch nicht mehr in den Ring und hat genug Kohle,auch glaub ich das er gegen gute junge Cruisergewichtler verlieren würde oder gar K.o gehen würde seine Karriere ist einfach rum und Universum seine Zeit auch bald.Bin bloss froh das Menzer gestern verprügelt wurde das einzig gute am gestrigen Boxabend.

  2. firat hat einen guten kampf gemacht er lag klar vorne ich war live dabei es waren fast 40 grad da kann so etwas passieren wäre die klimaanlage in ordnung gewesen hätte firat ohne zweifel gewonnen

  3. Arslans wohl letzter Kampf endete tragisch, weil es offenbar nicht möglich war, in der Porsche-Arena sporthumane Bedingungen zu garantieren. Das ist peinlich für die Veranstalter und für den Namensgeber Porsche!
    Darüber hinaus ist Trainer Michael Timm der Vorwurf zu machen, Arslan nicht zur Dosierung seines selbstmörderischen Kampfstils veranlasst und für keine ausreichende
    Wasserzufuhr in den Pausen gesorgt zu haben: die paar Spritzer auf den Kopf und in den Mund sind bei solchen Bedingungen geradezu lächerlich.
    Dass es Timm nicht gelang, Ina Menzer auf die kanadische Rechtsauslegerin einzustellen, ist ein Armutszeugnis. Die mit Beinschiene wegen Kreuzbandrisses kämpfende Kanadierin hatte immerhin drei ihrer 19 Kämpfe verloren, war also keineswegs unbesiegbar. Hitzeschaden auch beim Trainer!

  4. Hitze ?! Es war nicht nur die Hitze. Wenn man den Kampf analysiert (kann man natürlich nicht live in der Halle), dann sieht man wie viele Schläge insgesamt eingetrudelt sind. Der Gegner konnte die Hitze u. den Kopfstoß von Arslan wegstecken. Rückkampf wäre nicht fair. Er ist einfach zu alt. Ich schließe mich Kohl an. Arslan genieße Dein Geld, denke an Deine Gesundheit, aber boxen … das lass mal lieber.

  5. aber Mike sowohl Klitschko als auch Foreman sind eine ganz andere Liga. Finjde Arslan ist ein sehr sympathische Typ aber schaue mal seine Gegner an. Da war die ganze Zeit nicht ein einziger Gegner von Weltformat dabei. Valery Brudov war der Einzige, von halbwegs Format. Hill war schon längst über den Zenit.

    Gegen jeden der momentanen Weltmeister würde er schwer KO gehen. Ob Cunningham, Huck oder Wlodarczyk er hätte absolut keine Chance.

  6. Hast de schon recht. Huck würde ihn auseinandernehmen. Aber trotzdem, find halt das Arslan ein Fighter ist und irgendwann für einen Fighter der richtige Moment kommt (z.B. Shannon Briggs oder Chuck Weppner)

    Mal was anderes, warum hat Guillermo Jones eigentlich seit dem Fight gegen Arslan nicht mehr im Ring gestanden?

  7. Habe beide schon persönlich getroffen und die haben nicht den Eindruck gemacht, als würden sie sich affenähnlich benehmen!!!!

    Die haben wenigstens Temparament und beleben den Boxsport etwas, auch wenn Huck sich nicht unbedingtr die besten als Gegner auswählt, macht es (mir zumindest) Spaß ihm zuzuschauen!

  8. Das stimmt, Huck ist ein „Lausbub“ 🙂 wenn ich das mal so sagen darf. Er hat immer noch etwas jugendliches ansich und das macht ihn so sympathisch. Hat sogar gelacht, als ich sagte das Afolabi eine Nullnummer ist und er das schon reißt. Find ihn echt top!

  9. Auch ist Huck arrogant und Boxt zu 90Prozent gegen Flaschen und hält sich sogar für besser als David Haye und die Klitschkos wie dumm ist das denn. Huck würde von Haye Prügel beziehen und am Ende schwer K.o gehen und die Klitschkos würden mit ihm den Ringboden wischen er und sein Promoter sollten mal langsam anfangen gegen gute Leute zu boxen den was dan mit Huck passieren würde wissen wir seit dem Cunningham Fight.Aber so lange sie nur genug Flaschen boxen werden wird auch Huck Weltmeister bleiben genau wie Sven Ottke damals der nur Flaschen geboxt hatte oder Markus Beyer wir wissen alle was mit ihm passierte als er auf Kessler traff das gleiche würde auch mit Huck passieren wenn er gegen einen Topman ran müsste.

  10. Zur Hitze: Also ich muss sagen hier im Ländle war eine extreme Hitze & Luftfeuchtigkeit an diesem Tag und ich persöhnlich gebe auch der Halle und der Hitze die Schuld, den wen der Kollaps nicht wäre würde er wohl gewinnen…
    Zum Kampf: Kompletter Käse wie Arslan begonnen hat, das war ein Armutszeugnis für einen ehemaligen Weltmeister…Löchrige Doppeldekung, schlechte Beinarbeit (dachte manchmal das der über die eigenen Beine stolpert) Seine Zeit ist mit sicherheit abgelaufen doch das eine oder andere Fallobst wird er sicherlich noch boxen. Für einen grossen Namen reichts aber nicht mehr!!!
    Zum Geld: Glaube nicht das Arslan die ganz grosse Kohle gemacht hat. Reich ist er nicht (ich als Nachbar von ihm weiss das) aber Hungern wird er wohl nie mehr müssen..
    Zur Revange: Ich finde nach so einem Ausgang ist Herelius es Arslan schuldig ihm eine Revange zu gewähren wenn Arslan diese will

  11. Ich hoffe man lernt für die Zukunft, dass die Rahmenbedingungen in der Halle für eine solche körperliche Anstrengung stimmen müssen. Eine gut funktionierende Klimaanlage ist Pflicht, um bei tropischen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gut durch einen 12 Runden Kampf zu kommen.
    Ich vermute, dass Firat Arslan für den Kampf „Gewicht“ machen musste um das Gewichtslimit zum Wiegen zu bringen, was bei diesen
    Rahmenbedingungen sprichtwörtlich tödlich sein kann.
    Ich habe auch nicht gesehen das Arslan weiterkämpfen wollte, er war einfach nicht dazu in der Lage noch etwas zu Äussern. Gottseidank hat Timm den Kampf beendet. Das Auffordern von Luan Krasniqi weiterzuboxen, zeugt nur davon „das gute Freunde in bestimmten Situationen die falschen Ratgeber sind“. Das hätte schlimm enden können.
    Ob Arslan ausserhalb von Deutschland wirklich nach Punkten geführt hätte, wage ich auch mal zu bezweifeln. Aber ok, dass dies so ist, ist den ausländischen Boxern auch schon vorher bekannt.

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