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Filip Hrgovic verteidigt WBC-International-Titel gegen Eric Molina

Sauerland-Boxer Filip Hrgovic (10-0, 8 K.o.) hat am Sonnabend einen weiteren beeindruckenden Sieg gefeiert und bleibt auch in seinem zehnten Profikampf ungeschlagen. In Diriyah (Saudi-Arabien) gewann der 27-jährige Kroate nach K.o. in Runde drei gegen Eric Molina (27-6, 19 K.o.) aus den USA und verteidigte seinen WBC-International-Titel. Der Kampf stieg im Vorprogramm des Rematches zwischen Andy Ruiz Jr. und Anthony Joshua um die IBF, WBA, WBO & IBO Weltmeisterschaft.

„Die Schwergewichtsklasse weiß spätestes jetzt Bescheid”, so Promoter Nisse Sauerland. „Filip hat bewiesen, warum wir in ihm einen zukünftigen Weltmeister sehen. Eric Molina ist ein sehr erfahrener Boxer, insofern war dieser Kampf eine wichtige Erfahrung für Filip. Wir wollen für 2020 einen WM-Kampf für ihn!”

„Ich habe es schon vor dem Kampf gesagt: Ich bin für jeden bereit!“, so Filip Hrgovic. „Sowohl Wilder als auch Joshua haben länger gebraucht, um Molina auszuknocken und dabei ziemlich heftige Schläge kassiert. Er ist bei mir drei- bis viermal durchgekommen, aber das hat mir nichts ausgemacht, da ich wie kein Zweiter einstecken kann. Ich möchte jetzt die großen Namen boxen und kann bald Weltmeister werden! Ein Kampf in England wäre stark. Gebt mir Chisora, gebt mir Whyte – ich kämpfe gegen jeden!“

Bereits in den ersten beiden Runden musste Molina, der in seiner Karriere zweimal um eine Weltmeisterschaft gekämpft hat, zu Boden gehen. Hrgovic dominerte den Kampf eindrucksvoll und zwang seinen Gegenüber auch im dritten Durchgang in die Knie, so dass der der Fight vorzeitig beendet wurde.

Foto: Foto Mark Robinson

Quelle: Team Sauerland

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11 Kommentare

  1. 8. Dezember 2019 at 19:24 —

    Beeindruckender Sieg? Der war offen wie ein Scheunentor. Will ihn jetzt nicht schlecht reden, aber wenn er so statisch im Oberkörper boxt und ohne Deckung, dann gehen gegen die Spitze schnell die Lichter aus. Kann nur für mich sprechen, aber ich war alles andere als beeindruckt von seiner Leistung.

  2. 8. Dezember 2019 at 20:48 —

    mit beeindruckender siegt, wollter der schreiber auch nur ein witz machen mensch !

    ich denke er hat potenzial, aber gegen jeden top mann würde er klar verlieren.

    zudem haben wir gestern viele regelverstoße ( hinterkopftreffer ) gesehen

    quasi ALLE schläge die von hrgovic ins ziel kamen waren hinterkopf treffer.

    ich persöhnlich habe eher eine DQ gesehen statt eines beeindruckenden ko sieges.

    hrgovic gegen chisora oder whyte wäre doch mal interessant.

    wobei nach der leistung von gestern.
    würde ich chisora wohl am stärksten der beiden einstufen

    • 9. Dezember 2019 at 11:25 —

      mit beeindruckender siegt, wollter der schreiber auch nur ein witz machen mensch !

      Nee is klar polonio. Ein offizieller Sauerland-Artikel und der Schreiber wollte nur einen Witz machen. Nun gut, dann bin ich wohl der hier, der den Artikel nicht gerafft hat. Danke für deinen messerscharfen Hinweis.

  3. 8. Dezember 2019 at 23:34 —

    Eine Sauerland-Pressemeldung … was will man da mehr erwarten? Ein spannungsreicher Kampf mit einem ernstzunehmenden Gegner. Aber die Klasse von Hrgovic hat sich durchgesetzt. Die Weltspitze sollte sich warm anziehen.
    Hust

  4. 9. Dezember 2019 at 07:25 —

    Na, müsste doch eigentlich ein Augenschmaus für alle Joshua-“Kritiker” gewesen sein… 😉

    Die Schwergewichts-Version von Robert Woge. 😉

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Sah zwischenzeitlich so aus, als wolle er seine Nehmerqualitäten (die er in dem Kampf ja durchaus unter Beweis gestellt hat) trainieren… 😉

  5. 9. Dezember 2019 at 08:32 —

    Wie soll man boxerisch wachsen, wenn du einen Gegner vorgesetzt bekommst, der gar nicht kämpfen wollte, sondern nur schnell sein Geld nehmen und wieder zurück ins Hotelzimmer?
    Dem hätte ich die Gage gestrichen wegen Arbeitsverweigerung.

  6. 9. Dezember 2019 at 10:14 —

    Hrgovic bringt ausser einem harten Schlag nicht mit ins Schwergewicht. Er mag noch gute Nehmerfähigkeiten besitzen, aber zu einem Titelgewinn wird es nur gegen Charr reichen. Alle anderen aus der Spitze sehe ich ihm gegenüber im deutlichen Vorteil.

    Das größte Problem sehe ich in Hrgovic Psyche. Er ist offensichtlich ein wenig zu Selbstbewusst, was einem ordentlichen Lernprozess im Wege steht. Seine Aussage über seine Nehmerfähigkeiten z.B. ist falsch und basiert auf den Erfahrungen, die er in seinen Kämpfen gesammelt hat, aber da war bisher kein wirklicher Puncher dabei. Auch Molina ist kein Puncher, aber er hat Hrgovic mindestens angeklingelt und Hrgovic wurde steif wie eine Eidechse im Winter. Jeder andere Boxer aus den Top 10 hätte Hrgovic zu diesem Zeitpunkt gefinnisht.

    Ohne die Schläge auf den Hinterkopf wäre der Kampf auch nicht so schnell zu Ende gewesen. Ganz egal, ob Molina sich zu oft oder zutief geduckt hat, aber die Hinterkopfschläge von Hrgovic waren zum größten Teil nicht legitim und gefährlich. Hinterkopfschläge sind ja nicht umsonst verboten.

    Hrgovic hat auf ganzer Linie enttäuscht und das ist sehr schade. Er sollte auf jeden Fall den Boxstall wechseln, denn bei Sauerland hat er nicht mehr lange viel zu erwarten. Er ist noch jung und er hat einen wirklich guten Punch. Wenn er von seinem hohen Ross herunterkommt und jemanden findet, der ihm ordentlich den Kopf wäscht und der ihn genauso ordentlich auf die Top 10 vorbereitet, dann könnte was aus ihm werden!

    Macht er das nicht, wird er zu schnell verschlissen!

    • 9. Dezember 2019 at 12:14 —

      @ fettundmiboleron

      Dein Kommentar hat es treffend auf den Punkt gebracht.

    • 9. Dezember 2019 at 20:20 —

      “Auf ganzer Linie enttäuscht” ist natürlich schon etwas hart ausgedrückt, aber ich denke auch, dass ein Boxer mit halbwegs brauchbaren boxerischen Fähigkeiten, passabler Schlagkraft und etwas Siegeswillen ihn vorgestern ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hätte.
      Hrgovic ist zwar noch relativ jung und hatte bis dahin erst 9 Profikämpfe, aber es hat sich doch der Eindruck aufgedrängt, er wäre der Meinung, nichts mehr dazulernen zu müssen.
      Erinnert etwas an den jungen Marco Huck, wobei der doch zumindest den meisten Gegnern im CW schon physisch überlegen war. Hrgovic ist zwar definitiv physisch stark, aber im “nach oben offenen” HW gibt es doch einige Leute, die physisch mindestens genauso stark sind, aber dazu noch deutlich besser boxen können.
      Würde deinen Kommentar somit (weitestgehend) so unterschreiben…

      • 12. Dezember 2019 at 09:33 —

        Auf ganzer Linie enttäuscht” ist natürlich schon etwas hart ausgedrückt,…

        —-

        Ja ist es, er hatte ja auch erst 9 Profikämpfe. Ich bemesse daher diese Aussage an dem Hype, denn Sauerland um Hrgovic ins Leben zu rufen versucht.

        Hrgovic ist erst 27 Jahre und dafür bringt er schon Etwas mit, allerdings müsste das dringend optimiert werden, aber ich bezweifle das Sauerland dafür die richtigen Mittel zur Verfügung stellt. Schon gar nicht dann, wenn er das erste mal gegen einen Top-HW verliert!

        Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass eine Negativeins in der Kampfstatistik eines HWlers heutzutage darüber entscheident sein kann, wie ein Boxer weiter unterstützt wird.

        Gegen Whyte oder Chisora könnte es zum ersten Kampfverlust kommen und das wäre dann auch schon fast ein Desaster für Hrgovic.

        Er sollte sich dringend um ein Umfeld bemühen, in welchen man ihn akkurat aufbaut und nicht zu melken versucht. Man sollte ihm dringend den Zahn ziehen, dass er für jeden Top-HWler bereit wäre. Überschätzung führt nicht selten zum gnadenlosen Fall und das wäre schade!

  7. 9. Dezember 2019 at 21:31 —

    Ich denke, sowohl Whyte, als auch Chisora wären ordentliche Prüfsteine für Hrgovic, wobei ich denke, dass auch die beiden etwas zu früh für Hrgovic kommen würden…

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