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Fernando Guerrero feiert sehr glücklichen Punktsieg über Ishe Smith

Fernando Guerrero bleibt nach seinem Kampf gegen Ishe Smith weiterhin ungeschlagen, hat aber den Punktrichtern dafür zu danken, die ihm den Sieg in einem engen Kampf gaben, den Ishe Smith wohl eher verdient gehabt hätte.

Beide Boxer verpflichteten sich anfangs stark den Körpertreffern, Ishe Smith ging sogar fast ausschließlich zum Körper Guerreros. Daraus ergaben sich enge Anfangsrunden, von denen Smith die erste wohl gewann, während Guerrero in der zweiten und dritten vielleicht leicht die Oberhand hatte. Erst etwa ab der vierten Runde gelang es dem jüngeren Guerrero dem Kampf so richtig seinen Stempel aufzudrücken. Der 23-Jährige legte ein sehr hohes Tempo vor und war dadurch einfach zu aktiv für den acht Jahre älteren Smith, der zwar den Großteil von Guerreros Schlägen blocken konnte, aber selber zu wenig punktete. Vorwiegend ging Smith weiterhin zum Körper und setzte seine Schläge des Öfteren auch zu tief an, so dass er bereits in der dritten Runde zwei Warnungen für Tiefschläge kassierte.

In der sechsten Runde zog Ringrichter Randy Phillips ihm dann schließlich für einen weiteren Tiefschlag einen Punkt ab, was Guerrero, der die Runde bestimmte, effektiv eine 10-8 Runde brachte. Zu diesem Zeitpunkt schien Ishe Smith fast uneinholbar zurück zu legen, doch ein wahrer Endspurt sollte ihn mitten in den Kampf zurückbringen. Ab der siebten Runde schaltete Smith noch einmal einen Gang hoch und landete nun die klareren und auch härteren Treffer. In Runde Acht gelang ihm sogar ein Niederschlag, als er Guerrero mit einer rechten Geraden am Ohr erwischte, die Guerrero zum dritten Mal in dessen Karriere zu Boden schickte. Auch die letzten beiden Runden bestimmte Smith, der nun frischer wirkte, obwohl auch Fernando Guerrero noch immer ein erstaunlich hohes Tempo ging, besonders bei der Anzahl der Körpertreffer in der ersten Kampfeshälfte.

Nach dem Schlussgong schien Ishe Smith sich mindestens ein Unentschieden verdient zu haben, wenn nicht sogar eher einen knappen Punktsieg, doch die Punktrichter sahen Fernando Guerrero einstimmig vorne, und das auch noch viel zu deutlich. Das Urteil lautete 96-93, 95-93 und 97-91, wobei vor allem der letzte Punktzettel völlig am Kampf vorbei ging und stark hinterfragt werden sollte.

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1 Kommentar

  1. HamburgBuam
    18. Juli 2010 at 00:39 —

    Na, so Glücklich war das nicht. Guerrero hat schon zurecht gewonnen. Smith hat teilweise viel zu wenig gemacht. Das reicht einfach nicht für einen Sieg

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