Felix Sturm vs Istvan Szili – 26. März in der Dortmunder Westfalenhalle

Der mittlerweile 43-jährige Felix Sturm wird am 26. März zu seinem nächsten Kampf antreten. Der dafür ausgesuchte Gegner ist der in der Schweiz lebende Ungar Istvan „Prinz“ Szili. Sturm hat sich ja bekanntermaßen das Ziel gestellt, noch einmal Weltmeister zu werden. Seit einer längeren Kampfpause zwischen 2016 und 2020 hat er bisher 2 Kämpfe über 10 Runden gegen Timo Rost und James Kraft im Supermittel- und im Halbschwergewicht gewonnen. Gegen Istvan Szili soll 12 Runden im Super-Mittelgewicht gekämpft werden.

Man kann bereits jetzt den „Fahrplan“ von Sturms angedachtem Weg zu einem weiteren WM-Gürtel erkennen. Es geht n Richtung IBO – „International -Boxing- Organisation“. Der ungarische Gegner bringt den IBO „Inter-Conti“ im Supermittelgewicht mit in nach Dortmund. Die weitere „Marschroute“ für Sturm kann man auf der Internetseite des 2021 neu gegründeten Veranstalters „LIB-Boxpromotion“ nachlesen:

Zitat:

„Der Champ, Felix Sturm, wird am Samstag, 26. März 2022 in der Westfalenhalle in Dortmund einen „IB0-lntercontinental Title Defense & World Title Eliminator Fight“ im Supermittelgewicht gegen den Ungarn lstvan Szili bestreiten, der – im Falle eines Sieges – berechtigt, um den sechsten Weltmeistertitel seiner Karriere zu kämpfen. Der folgende WM-Titelkampf ist für die zweite Jahreshälfte 2022 in der VELTINS-Arena in Gelsenkirchen geplant.“

Ein guter Plan, wenn man so will. Der gegenwärtige IBO-Weltmeister ist der 29-jährige Brite Lerrone Richards. Der junge Mann ist bisher mehrfach zu Meisterehren gekommen. Er wurde britischer Meister und Commonwealth-Champ, dann WBO-International-Champ und auch EBU-Europameister. Dann ging es um den IBO-Titel und Richards hat im Dezember 2021 gegen Titelträger Carlo Gongora erkämpft. Der Kampfrekord von Richards ist überschaubar. In seinen bisher 16 gewonnenen Kämpfen gelangen ihm nur 3 vorzeitige Siege gegen leicht zuschlagende Journeymänner. Er scheint also wenigstens technisch versiert zu sein, aber eine KO-Gefahr geht wohl eher nicht von ihm aus.

Das größere Problem für Sturm ist wohl eher der Ungar Szili. Wenn er an dem schadlos vorbei kommt, sollte dem 6. WM-Titelgewinn nichts mehr im Wege stehen. Die Weichen dafür sind gestellt. Jetzt kommt es auf Sturm an und ob er seinem gewählten Kampfnamen „The Fighter“ am 26. März in Dortmund alle Ehre machen kann. Live zu sehen ist das Ganze über „BILD-TV“.

„LIB-Boxpromotion“ ist der Meinung, mit Veranstaltungen wie diesen den deutschen Boxsport wieder nach vorne zu bringen. Das wird wohl ein langer und steiniger Weg. Dafür müssen Talente her, die sich erst einmal einen Namen machen müssen und die das Publikum sehen will. Der deutsche Boxfan ist an Idole gewohnt, die er wieder und wieder siegen sehen will. Für den Sprung in gut bezahlte TV- oder sonstige Vermarktungsverträge hängen die Hürden sehr hoch. Der deutsche Boxsport hat gegenwärtig keine allgemein bekannten Zugpferde mehr. Und ob sich das in naher Zukunft oder überhaupt jemals ändern wird, liegt völlig im nebeligen Bereich.

22 Gedanken zu “Felix Sturm vs Istvan Szili – 26. März in der Dortmunder Westfalenhalle

        1. Ist schon OK, es war mein (Seh-) Fehler. Bin für jeden korrigiernden Hinweis dankbar. Leichter Gehirnschlag am 6. Dezember. Seitdem eingeschränktes Sehen.

          Leider wird es wohl dabei bleiben und ich muss mich damit arrangieren. Ich bin ja noch froh, dass ich sprechen kann und keine Lähmungen habe.

  1. darf die westfalenhalle eigentlich voll gemacht werden oder gibt es beschränkungen? und dann gleich die arena auf schalke für den wm kampf. naja zumindest wird von LIB mal wieder versucht das deutsche boxen wieder zu beleben. ob es klappt mit der jungen neuen hoffnung sturm wird es sicher auf dauer schwer aber als starthilfe wären die 2-3 kämpfe die er noch macht sicher gut zu gebrauchen.

  2. Auch wenn ich ihn total unsmpathisch finde und boxerisch, von seinem Style her, auch nur äußerst überschaubar spannend, muss ich zugeben, dass Sturms Fitness für sein Alter recht beeindruckend ist. Gegen unteren Durchschnitt wie Szili reicht es deshalb auch trotz des Altersunterschiedes immer noch.

    Congora oder Richards sind jedoch ganz andere Kaliber – da wird er keine Schnitte sehen. Träumen darf natürlich jeder, aber einen WM-Titel, auch der IBO, sehe ich als absolut unrealistisch an.

    1. ja vermutlich, aber selbst wenn er es nochmal zu einem wm kampf schaffen würde auch noch wie geplant in der arena auf schalke vor 60.000, wäre dies ein enormer boost fürs deutsche boxen. dazu live im tv. zusammen mit kabayel – huck und vielleicht bösel – krasniqi III in der ard könnte man so das deutsche boxen vielleicht wirklich etwas wiederbeleben. wobei natürlich außer baraou kaum einer da ist der es länger am leben halten kann.

        1. @ Schreiberling

          Nicht aufregen Brennov lebt in seiner Brainiacwelt.

          Sonst kommt es hier wieder zu unsinnigen Hatemails nur weil du es wagst die Wahrheit zu schreiben.

          Belassen wir es doch einfach für Brainy dabei, Gena ist vor Andnan weggerannt weil Sturm in seiner Prime eine K.O. Quote von 90% hatte und nicht K.O.vking…………..

          1. Eigentlich wollte ich Brennov gerade noch in Schutz nehmen, dass man seinen Beitrag als nicht gekennzeichneten Versuch, Humor auszuüben, definieren sollte.
            Dann habe ich seine peinliche Beleidigung weiter oben gelesen und joine nun auch offiziell dem Club „Anti-Brain-Off“…

          2. also wenn du das als „beleidigung“ ansiehst, dann tust du mir wirklich leid. wer solche behauptungen der querdenkerszene verbreitet darf sich nicht bleidigt fühlen wenn er auch als solcher bezeichnet wird!

  3. Denke, GGG ist noch nicht bekannt genug für Sturm. Er wird sich auspreisen, und es kann ja nicht sein, dass Sturm die ganze Veltins-Arena ausverkauft und dieser kasachische Ziegenhirte dafür dann auch noch Millionen kassiert.

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