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Felix Sturm verpasst WM-Chance: Kommt er wieder aus dem Sturm-Tief?

Am Samstagabend erlitt Felix Sturm eine Punktniederlage gegen den Russen Fedor Chudinov. Am Ende lautete das Urteil in der Frankfurter Festhalle 112:116, 116:112, 110:118, wobei man sich darüber wundern kann, warum Punktrichter Juan Manuel Garcia Reyes den Kampf so diametral entgegengesetzt zu seinen zwei Kollegen sah? Doch auch der Punktwertung von 118:110 muss nicht jeder zustimmen, denn es handelt sich um eine Frage der Perspektive: Beeindruckt einen eher ein Boxer durch seine Aktivität und lockeren Schläge, die einem Training am Sandsack gleichkamen, oder zählt die Härte und Präzision weniger Treffer mehr? Wenn man eher zur zweiten Variante tendiert, ist das Duell nicht so deutlich ausgefallen wie es Punktrichter Robert Hoyle sah.

Trotz der differenten Punktwertungen muss man konstatieren, dass der Sieger und somit neue WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht zurecht Fedor Chudinov heißt. Sturm: „Für mich habe ich den Kampf auch verloren. Fedor ist verdient Weltmeister geworden!“

 

Der russische Biker punktet sich gekonnt zum Sieg

Der 27-Jährige Russe war nicht gerade in Blitzgeschwindigkeit im Ring unterwegs, trotzdem brachte er variable Schläge an seinem Kontrahenten an. Sonderlich beweglich war Chudinov nicht, was eine Einladung für einen Sturm in Topform gewesen wäre. Doch die ließ der 36-Jährige viermalige Weltmeister vermissen, der stets im Vorwärtsgang war, aber vergaß Aktionen am Mann anzubringen. Die Kondition sowie Lockerheit fehlten und die Füße schienen an den Ringboden geklebt. So war es für den deutschen Profi mit bosnischen Wurzeln unmöglich seitlich auszuweichen und er stand stets in der Nahdistanz von Chudinov. Resultierend fing sich „The Fighter“ unnötige Jabs an den Kopf ein und machte sich das Leben unnötig schwer.

In puncto Schlagfrequenz lag der russische Biker eindeutig vorne und vom Stil erinnerte mich Chudinov an einen Amateurboxer ohne Leibchen. Passt natürlich auch besser zu einem „gefährlichen Mitglied“ des kremlnahen Motorradklubs „Nachtwölfe“. Dennoch schien seine Lederweste nicht wirklich zu seinem milchbubiartigen Gesicht zu passen. Daran konnten auch das „Nachtwölfe“-Logo auf seiner Boxhose sowie die überdimensionale Flagge in seiner Ringecke nichts ändern. Zum Ende des Duells konnte Sturm zwar einige Runden eng gestalten, doch war dies für einen Sieg zu wenig. Trotzdem wäre der Mega-Fight gegen WBO-Weltmeister Arthur Abraham sicher auch ohne Titel ein Großereignis für die deutschen Boxfans. Für Arthur Abraham sei dieses Duell realistisch, aber davor muss „King Arthur“ am 18. Juli in Halle (Westfalen) seinen Titel gegen Robert Stieglitz erfolgreich verteidigen.

Marco Baumann3 Fedor Chudinov

Maurice Weber boxte mit gebrochener Hand

Das Duell zwischen Jack Culcay und Maurice Weber war mitreißend, weil das Publikum zwei Kämpfer präsentiert bekam. Der in Darmstadt aufgewachsenen Kämpfer Culcay dominierte den Fight, obwohl Weber stärker auftrat als erwartet. Zwar verlor der 33-jährige Kölner im Halbmittelgewicht einstimmig nach Punkten, doch für die Niederlage gibt es nun einen Grund: Weber hat sich bei der Interims-WM der WBA in der dritten Runde die rechte Mittelhand gebrochen. Die Schwellung konnte man bereits auf der Pressekonferenz begutachten. Sein zugeschwollenes linkes Auge sei aber durch Kopfstöße zustande gekommen und sollte kein falsches Bild vermitteln.

Nun muss der Boxer aus Sturms Team zwei Monate pausieren. Leider waren weder Ulli Wegner, noch Jack Culcay auf der Pressekonferenz erschienen, weil diesen der Termin wohl nicht mitgeteilt wurde. Merkwürdigerweise haben die „Sauerländer“ selbst auch nicht daran gedacht, dass dies normalerweise eine obligatorische Pflichtveranstaltung ist.

 

Titeltraum geplatzt und Zukunft ungewiss

Nachdem die 8500 Boxfans die ausverkaufte Frankfurter Boxarena verlassen hatten, verflog auch die Bombenstimmung. Bis zuletzt hatten die bosnischen Anhänger an ihren Held Felix Sturm geglaubt, der als „Adnan Catic“ geboren wurde. Der Kölner erschien nicht gerade gut gelaunt bei der Pressekonferenz, nachdem er es verpasst hatte Historisches zu leisten: zum fünften Mal Weltmeister zu werden!

Ist dieser Traum nun ausgeträumt, oder denkt er bereits an ein Rematch? All diese Fragen sollten den nervtötenden Journalisten nicht beantwortet werden, denn plötzlich schien alles offen: “Vielleicht steige ich noch einmal in den Ring, vielleicht war das aber auch mein letzter Profikampf!” Sturm müsse nun darüber nachdenken, was das Beste für seine Familie und ihn sei. Klar sei auch, dass er keine Lust mehr auf die abwechselnden Höhen und Tiefen in seiner Karriere habe.

Ein offener, ehrlicher Boxer gestand sich seine Niederlage ein und suchte nicht nach billigen Ausreden á la Manny Pacquiao. Dafür gebührt ihm Respekt, auch wenn ich mir insgeheim dachte, dass er wohl keine Lust hatte mit dicken, inkompetenten Box-Besserwissern zu reden. Nicht nach der vorhergehenden negativen Berichterstattung über den Kampf seines besten Freundes Maurice Weber und die Zweifel an seinem regulären WM-Kampf. Die beiden Themen ließen das Blut und die Emotionen von Sturm hochkochen.

 

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Stürmische Pressekonferenz mit Tiefschlägen

Alles fing damit an, dass die Sturm-Box-Promotion dem Journalisten Hartmut Scherzer den Presseplatz für den Fight kurzfristig entzogen hatte. Seine Artikel würden dem Image des Boxsports schaden. Scherzer: “Am Donnerstag wurde mir die Akkreditierung schriftlich bestätigt, nach dem Wiegen am Freitag wurde sie mir aber nicht ausgehändigt. Als Begründung wurde ein kritischer Text von mir genannt.” Da Scherzer nicht anwesend sein durfte, erkundigte sich ein Journalistenkollege nach den Gründen für die „Bestrafung“. Sofort begab sich Felix Sturm gegen 00.30 Uhr ein zweites Mal in Kampfposition.

Der einstige Mittelgewichts-Champion zeigte sich angriffslustig und echauffierte sich über die „dreckige Kampagne“ gegen ihn. Als Promoter könne er selbst entscheiden, wer auf seinen Veranstaltungen erwünscht ist und wer nicht. Dieses Argument kann man sicher nachvollziehen, da alle Promoter so arbeiten. Nur sprechen sie es nicht offen aus. Es ist menschlich unsympathische Menschen aus seinem Umfeld ausschließen zu wollen, wobei die Pressefreiheit nicht darunter leiden sollte! Scherzer hat in seinem Artikel sicherlich einen negativen Ton angeschlagen, wobei er nur seinen augenblicklichen Wissensstand niederschrieb. Er war nicht der Einzige, der nicht genau wusste, ob Sturm eine Interims-WM oder eine reguläre WM austragen würde.

Die Wut über den Artikel mit der Schlagzeile „Boxkämpfe in Frankfurt sind ein Etikettenschwindel“ konnte der ehemalige „Oscar De La Hoya-Bezwinger“ nicht verbergen. Ihm sei es scheißegal, ob ein Journalist seit fünfzig Jahren vorne am Ring sitze, denn Ahnung hätten Boxsportjournalisten eh nicht vom Boxen. Nun holte er zu einem Tiefschlag gegen die gesamte Berufsgruppe aus und konnte sich kaum noch halten, auch die Moderatorin Andrea Kaiser verstummte am Mikrofon.

Seinen Freund Maurice Weber und ihn sollte man mit Respekt behandeln, welchen er aber bei seinem aktuellen Hassobjekt vermissen ließ. Dazu sei die Presse nur in Deutschland so negativ und in Amerika natürlich alles viel besser. Dabei vergaß er wohl den jahrelangen und immerwährenden Shitstorm gegen Floyd Mayweather.

 

Boxsportjournalisten haben keine Ahnung

Eines hatten beide Parteien, Felix Sturm und der Scherzer-Freund, gemeinsam: Sie setzten sich für einen guten Freund bzw. Kollegen ein! Doch viel besser wurde die Hasstirade dadurch auch nicht. In seiner Enttäuschung ließ Sturm anklingen, dass er Boxsportjournalisten nicht ernst nehmen könne, weil diese nie selbst im Ring gestanden und Blut und Schweiß vergossen hätten. Damit sollten die anwesenden Schreiberlinge mundtot gemacht und beleidigt werden. Respekt, wem Respekt gebührt!

Vielleicht hätte die Sturm Box-Promotion vorab ein Journalisten-Sparring um die Ringplätze veranstalten sollen, dann wären nur die „Richtigen“ zum Kampf zugelassen worden. Da ich bereits in einem Boxring stand und (Nasen-)Blut verloren habe, nahm ich mir die Frechheit heraus (alle anderen mussten ja nun schweigen) eine dreiste Frage an Maurice Weber zu richten.

Dabei wollte ich erfahren, ob er Interesse an anderen deutsch-deutschen Duellen außer gegen Culcay habe, da es noch Boxer wie Nick Klappert und Besar Nimani gibt. Doch diese „Herren“ seien ihm nicht bekannt, auch wenn sie bei BoxRec stünden. Interessant sei nur ein Rematch gegen Jack Culcay. Schade, dass Weber nur noch einen Kampf plant und Journalisten für dumm verkaufen will, obwohl diese Wissen, dass zumindest Besar Nimani bereits zum Sparring bei der Sturm Box-Promotion war und eine zu gute Figur gemacht hat.

Besonders die Arroganz mit der Weber und sein Team nach einer Niederlage über zwei Box-Kollegen sprach, war überheblich. Denn diese Kampfansetzungen wären sicher auch spannend, da sich zwei Boxer auf Augenhöhe begegnen würden. Aber Jack Culcay und Saul Alvarez bringen sicher mehr Geld und Erfolg…

 

Die Ruhe vor dem Sturm- Umdenken in Mekka?

Da Felix Sturm und Maurice Weber im September eine Pilgerreise nach Mekka planen, werden sie sich bis dahin eine Auszeit nehmen. Für gläubige Muslime gehört der Besuch des Wallfahrtsorts in Saudi-Arabien zu den wichtigsten Dingen ihres Lebens. Vielleicht reflektieren die beiden Kölner dann die Geschehnisse rund um den Frankfurter Kampfabend. Insgesamt denke ich, dass konstruktive Kritik fruchtbarer ist als ein Team von Jasagern, das einen nicht vor öffentlichen Fehltritten bewahrt und lieber applaudiert! Man kann nur hoffen, dass Sturm seine Karriere nicht mit diesem Kampf beenden wird, denn ich zweifle nicht daran, dass er noch einmal eine glanzvolle Vorstellung im Ring abliefern kann.

Von Samira Funk

Fotos Marco Baumann

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21 Kommentare

  1. 14. Mai 2015 at 14:48 —

    Sturm ist seit Jahren total shot,4 von 10 gewonnen und das gegen mittelmäßige bis unterdurchschnittliche Gegner.

    Es reicht bei Sturm nur noch für die Radosevic´s und Zbik´s dieser Welt.

  2. 14. Mai 2015 at 15:03 —

    Geil Samira, ne knappe Woche später kommt die Sturmrezension…

  3. 14. Mai 2015 at 22:47 —

    sturm soll noch denen einen großen kampf gegen Abraham machen und dann in rente gehen. für Abraham gilt eig. das gleich. nocheinmal Stieglitz und dann sturm aber als wm wir ihn Sauerland und sat.1 behalten wollen und er wird danach wohl noch ein paar jahre gegen zombis boxen.

  4. 15. Mai 2015 at 01:21 —

    Sturm ist seit Jahren durch…..der reißt nichts mehr….er sollte aufhören,er hat viel erreicht und sollte es dabei belassen!

    Und auch wenn vielleicht Sat1,Sauerland Event und Stur-Promotion an einen Kampf gegen Abraham denken…….lasst es bleiben,Sturm kriegt wieder auf die Fresse!

    Abgesehen davon,Sturm hat sich keinen Kampf gegen Abraham verdient!!
    Viel interessanter wäre da schon eine Titelvereinigung Abraham/Chudinov,aber die wird es wohl nicht geben!?

    • 15. Mai 2015 at 01:38 —

      Naja, ich denke, das weiß Sturm am besten, was er sich noch zumuten kann … und so ganz ohne Selbstdünkel scheint er ja nicht zu sein, so wie er mit kritischen Journalisten umgeht. Also wird er vermutlich den Kampf und das Geld gegen AA noch mitnehmen. Ich denke auch, dass er dabei verlieren wird, aber ich fände den Fight gleichzeitig wesentlich interessanter als bspw. AA v Stieglitz 4 oder AA v (Paul) Smith 1 und 2. Sturm hat eigentlich zäh gefightet gegen den Russen, von daher könnte man das Ganze schon als Deutsche Meisterschaft auf EU-Level durchgehen lassen.

      War Stur-Promotion eigentlich ein Verschreiber oder Absicht? Auf jeden Fall geil …

      Was die Titelvereinigung angeht, gebe ich dir zu 100 % Recht, das wäre ein cooler Kampf (sehe ich 60/40 Chudinov).

  5. 15. Mai 2015 at 01:22 —

    Ob Samira Funk über Boxwissen verfügt, kann ich nicht sagen, ich denke aber, „keine Ahnung“ ist ein bisschen arg heftig. Beim Schreiben hapert es allerdings an allen Ecken und Enden. Das kann ich ganz gut beurteilen.

    „Diametral“ bspw. heißt „entgegengesetzt“, „diametral entgegengesetzt“ ist also ein ziemlich peinlicher Pleonasmus, das sollte sich auch unter Boxjournalisten so langsam herumgesprochen haben. Dasselbe gilt für die „obligatorische Pflichtveranstaltung“ und die „überhebliche Arroganz“, von denen im dritten resp. vorletzten Abschnitt die Rede ist. Vielleicht einfach mal auf halb verstandene Fremdwörter verzichten … Oder der Gedanke, „dass konstruktive Kritik fruchtbarer ist als ein Team von Jasagern, das einen nicht vor öffentlichen Fehltritten bewahrt … “ Man weiß in etwa, was hier gemeint ist, hier durchaus vergleichbar mit Sturm, bei dem es ja auch nicht am Willen zu gewinnen gefehlt hat. Jedenfalls wäre in diesem Fall ein Team von kritischen Kennern der deutschen Sprache extrem fruchtbar für den Artikel gewesen.

    Zum Schluß wird’s dann ganz wild. Nach dem mittlerweile „obligatorischen Pflichtsprachbild“ sämtlicher drittklassiger Journalisten „Duell auf Augenhöhe“ (Und die anderen finden wo statt? Auf Sackhöhe?) folgen die rätselhaften Worte: „Aber Jack Culcay und Saul Alvarez bringen sicher mehr Geld und Erfolg…“ ähh, als Besar Nimani und Nick Klappert? Also Weber tritt nach seiner Niederlage demnächst im Minute-Maid-Park gegen Canelo an, oder was möchte die Autorin den Lesern am Ende des vorletzten Abschnitts genau sagen? Hmm, vielleicht ist es also doch nicht so dolle weit her mit der „Ahnung“ vom Boxen! Oder ganz allgemein mit der Ordnung im Gedankenfach …

    • 15. Mai 2015 at 10:01 —

      FUM
      aber wären kenner der deutschen sprache (diametral, arroganz,konstruktiv) dabei gewesen, wäre der artikel erst zu weihnachten erschienen.
      dann wäre der kampf weber vs canelo im olympiastadion schon gelaufen, der artikel dazu kommt dann 2019.

  6. 15. Mai 2015 at 11:15 —

    @Samira: Lass dich von den Hatern und Egomanen nicht demotivieren… Ich mag deine Artikel!

    Vielmehr sollte man sich mal inhaltlich mit der Thematik beschäftigen. Nach Sturms Logik dürfte Deutschland sich über die Formel1 garnicht mehr unterhalten, es sei den man wäre selbst schon einmal über den Hockenheimring gebrettert. Seltsames Verständnis von Pressefreiheit. Ich dachte Herr Sturm betrachtet sich als “Sportsmann”… naja Intellekt wohl eher auf Kindergartenniveau. Das Herr Scherzer Ahnung vom Boxen hat kann man ihm wohl kaum absprechen.

    • 15. Mai 2015 at 11:38 —

      TGO
      das hat überhaupt nix mit hatern zu tun.
      aber weber mit canelo zu verbinden ist doch schon lustig.
      und hättest du den gleichen artikel auch gemocht, wenn er von flame, poi oder dem fuchs gekommen wären?
      und wann war der kampf von catic?

  7. 15. Mai 2015 at 13:16 —

    Ja er war vor 5 Tagen! Wenn du dir eine Zeitschrift am Kiosk kaufst sind die Kämpfe in der Regel noch länger her.
    Keine Ahnung was Frau Funk sonst so macht, aber ich vermute mal ihre Kolumnen auf “boxen.de” werden nicht ihre Haupterwerbsquelle sein. Die Kritik über den Zeitpunkt der Veröffentlichung müsste man dann eher an die Betreiber dieser Seite adressieren als an die Autorin. Das wir uns zeitnähere Berichterstattung wünschen würden, wie es früher auf dieser ehemals erstklassigen Seite einmal stattgefunden hat, wünschen würden – geschenkt.
    Das Canelo-Argument habe ich jetzt mal in die Ironie-Schublade einsortiert. Ist für mich aber allenfalls eine Randnotiz im Geflecht des Artikels. Ich finde ihn im Hinblick auf Sturms Gebahren bei der PK fast noch zu ausgewogen!

    • 15. Mai 2015 at 14:07 —

      @ GreatOne – ich habe nichts gegen Samira (kenne sie nicht) und finde nebenberufliches Engagement und Box-Enthusiasmus ebenfalls toll. Ich habe auch bewusst klug geschis.sen, denn wenn man etwas veröffentlicht, steht man anders in der Kritik als wenn man privat etwas schreibt oder äußert. Fachliches Wissen ist eine Sache, es zu Papier zu bringen oder online zu stellen eine andere. Dies erfordert ein wenig handwerkliches Geschick und Training, so wie das Boxen selbst auch.

      Inhaltlich finde ich den Artikel in manchen Punkten gar nicht schlecht, in anderen sehr unklar. Wenn die Autorin bspw. die Jacken der Nachtwölfe erwähnt, würde ich schon gerne eine Meinung dazu hören. Ich kann mir über diese kontroverse Organisation überhaupt kein Bild machen und bin darauf angewiesen, mir aus verschiedenen Urteilen ein Meinungs-Puzzle zusammenzulegen. Nebulöse Andeutungen helfen dabei wenig.

      Was Sturms Umgang mit der Pressefreiheit angeht, ist seine Politik mit Sicherheit nicht gerade souverän. Umgekehrt kann ich aber ganz gut verstehen, dass Weber genervt reagiert, wenn er nach einer verlorenen WM-Chance mit einem (doch international eher zweitklassigen) angeblichen Contender konfrontiert wird. Eine offenere Frage („Wen könntest du dir als nächsten Gegner vorstellen?“) hätte bestimmt zu weniger „überheblicher Arroganz“ geführt.

  8. 15. Mai 2015 at 13:29 —

    Samira, geh lieber wieder Tankstellenklos schrubben!

    • 16. Mai 2015 at 07:36 —

      So ein Statement passt eigentlich gar nicht zu deinen qualifizierten Fight-Kommentaren..oder warst Du nicht klar im Kopf?! Um 13:29 Uhr wäre das bedenklich!!

  9. 16. Mai 2015 at 08:13 —

    Mit derlei Kommentaren werden sich bestimmt schnell mehr Werbepartner finden und sich die Qualität sowie Quantität der Artikel schnell verbessern… OMG

    • 16. Mai 2015 at 09:51 —

      95 Prozent aller Artikel hier sind Pressemitteilungen von Sauerland oder SES die 1:1 kopiert und hier veröffentlicht werden.

      Was soll sich da bitteschön hinsichtlich Qualität und Quantität verbessern?????

      OMG……

  10. 16. Mai 2015 at 10:00 —

    Jau du hast meinen Beitrag verstanden… nimm mal die Deckung hoch, sonst ist bei dir in ein paar Jahren Schnabeltasse angesagt…

    • 16. Mai 2015 at 10:23 —

      da müsste ich ja deine Personalien haben… du machst doch schon seit jahren Suppen-Diät….

  11. 16. Mai 2015 at 20:23 —

    Die Beschimpfung von Journalisten ist immer der Anfang vom Ende – im Sport wie in der Politik: ein Zeichen, dass es an inhaltlichen Argumenten fehlt. Sturms Mundwerk war immer größer als seine boxerische Potenz. Jetzt ist es halt mit ihm vorbei. Sturm aber hat zumindest eine Vergangenheit, Weber nicht mal das – und eine Zukunft ohnehin nicht.

  12. 17. Mai 2015 at 13:32 —

    Das die Artikel nicht zeitnah hochgeladen werden, liegt nicht am Schreiber.

    Sturm hat, soweit ich weiss, noch einen Kampf zu liefern für SAT1. Dann ist der Vertrag vorbei. Ob es einen neuen gibt, wage ich mal zu bezweifeln. Danach ist Schicht im Schacht.

  13. 18. Mai 2015 at 11:48 —

    Wer sich im Gegensatz zu Sturms Luftnummern mal richtiges Boxen ansehen will: https ://youtu.be/5n4A_0Znd50 Dieser Fight fand genau heute vor 13 Jahren statt.

  14. 19. Mai 2015 at 20:25 —

    @Samira . Ich finde den Artikel richtig gut, Genau auf den Punkt getroffen. Lass dich von den den Hasspredigern und Labertaschen, die deine Arbeit nur schlecht machen wollen, nicht aus der Ruhe bringen. Wenn sie dich und deine Arbeit persönlich angreifen, sollen sie wenigstens die Eier haben, dir das persönlich zu schreiben bzw. ihren richtigen Namen anzugeben. Mach weiter so !!!
    Gruß Marco

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