Top News

Fatuma Zarika will “ihren” Gürtel zurück holen

„Ich will meinen Gürtel zurück!“ So lautet die Botschaft, welche WBC-Ex-Weltmeisterin Fatuma Zarika (32(17)-13-2) von sich gibt. Die 35-jährige Kenianerin befindet sich zur Zeit in Dubai und trainiert im „round 10 boxing club“, einem der wenigen Gyms in Dubai. Normalerweise ist es eine ganz normale Reaktion, wenn jemand nach einem Titelverlust „seinen“ Gürtel zurück will. Dass Zarika noch mehr Nachdruck darauf legt als gewöhnlich, hat einen besonderen Grund: Eine in ihrem letzten Kampfvertrag enthaltene Rückkampfklausel findet scheinbar im Moment keine Beachtung.

Zur Vorgeschichte: Zarika holte sich im Oktober 2016 in Flint/USA den WBC-Titel im Super-Bantam durch einen äußerst knappen SD-Sieg über die beinahe schon legendäre Alicia Ashley. Danach folgte ein Zwischenkampf und im Dezember 2017 die erste Titelverteidigung in Nairobi gegen Catherine Phiri aus Sambia. Auch diesen Kampf gewann Zarika nach Punkten. Dann kam eine Gegnerin aus Mexiko, der Heimat des Verbandes WBC: Yamileth Mercado. Zarika gewann durch SD mit 99:91, 97:93 und 94:96. Das Punktrichter so weit auseinander liegen, ist schon seltsam. Das war dann aber Grund genug für ein Rematch gegen Mercado. Nach einer weiteren Titelverteidigung gegen Catherine Phiri im März 2019 kam es im November zu einem Rematch gegen Mercado. Dieser Kampf endete mit 91:99, 92:98 und 92:98 zu Gunsten der Mexikanerin.

Dieses Ergebnis sieht eindeutig aus. Doch Zarika hatte eine Rückkampfklausel in ihrem Kampfvertrag. Diese Option hätte wirken müssen, sollte man zumindest meinen. Aber für die neue Weltmeisterin wurde erst einmal eine Pflichtverteidigung angeordnet. Herausforderin ist -oh Wunder- wieder Catherine Phiri, die damit die dritte Chance auf diesen Gürtel bekommt.

Fatuma Zarika sagt dazu folgendes: “Ich weiß nicht, warum der WBC die Rückkampfklausel in meinem Vertrag mit Mercado ignoriert hat, aber es gibt auch nichts, was man ohne einen Sponsor oder jemanden tun kann, der darauf drängt”.

Sie beklagt sich in einem Artikel der Seite „allafrika.com“, dass sie scheinbar nicht die Mittel und Möglichkeiten hat, um ihren Anspruch durchzusetzen. Ob es daran liegt, dass der Verband den Gürtel lieber in Mexiko behalten möchte, kann man nicht mit letzter Gewissheit sagen.

Malte Müller-Michaelis, Female Championship Chairman beim WBC, sagt dazu auf Anfrage der Boxen.de Redaktion, dass ein dritter Kampf zwischen Zarika und Mercado zumindest nicht ausgeschlossen ist. Warten wir mal ab, ob und wann es dazu kommt.

Voriger Artikel

Joseph Parker vs Lucas Browne im August?

Nächster Artikel

Boxpodcast 241 – Christian Thun im Interview

Keine Kommentare

Antwort schreiben