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Fabio Turchi siegt nach Punkten

Fabio Turchi siegt nach Punkten

In Milano hat am Abend der italienische Cruisergewichtler Fabio Turchi den Franzosen Dylan Bregeon nach Punkten besiegt und sich damit die vakante EBU-Europameisterschaft gesichert. Der 27 Jahre ‚Stone Crusher‘ aus Florenz stand einem gleichaltrigen Gegner gegenüber, der – bis auf ein Draw gegen seinen Landsmann Siril Makiadi – nach 12 Profifights mit einer „weißen Weste“ antrat und zudem den französischen Cruisergewicht-Titel hält.

Turchi – Bilanz 18-1-0 bei 13 KO-Siegen – hat seine einzige Niederlage im Kampf um den WBC International-Titel im Cruisergewicht gegen den Engländer Tommy McCarthy im Oktober 2019 erlitten, McCarthy siegte über eine Split Decision. Da Turchi ein Rematch haben will, war der Sieg über Bregeon quasi Pflicht. Mit dem Triumph über den Franzosen und dem Gewinn des EBU-Titels hat Turchi einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Der Rechtsausleger aus Florenz wird von seinem Vater Leonardo trainiert, der früher selber als Profi im Ring gestanden hat und seinen letzten Kampf im Jahr 2007 gegen Thomas Ulrich verlor. Papa Leonardo war mehrfach italienischer Meister im Halbschwergewicht.

Am gestrigen Abend hatte Turchi das „glücklichere Händchen“, wenngleich die Begegnung nicht unbedingt ein boxerischer Leckerbissen war. Und so konstatierten auch italienische Medien nach dem Punktsieg (drei Mal 115-113) des florentinischen ‚Stone Crushers‘: „Fabio Turchi gewann klar nach Punkten, aber er tat es nicht so überzeugend, wie man erwartet hatte.“

Erst in den Schlussrunden gelang es dem Italiener, sich besser in Szene zu setzen, wenngleich das Geschehen im Ring auch da noch oft in unschönem „Gewühle“ endete, was schließlich in Runde 11 dazu führte, dass Dylan Bregeon einen Cut über dem linken Auge davontrug.

Turchi rangiert im IBF-Ranking auf # 9 und darf nun weiter von einem Rematch gegen McCarthy träumen. Langfristiges Ziel – so Turchi in einem Interview – sei aber eine Begegnung mit Weltmeister Mairis Briedis: „Ich war Sparringspartner für ihn,  als er sich auf den Kampf gegen Krzysztof Glowacki vorbereitet hat. Und wie jeder andere Kämpfer möchte ich Weltmeister werden.“

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