Ex-Champion Chris John beendet aktive Karriere im Alter von 34 Jahren

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Nachdem er am 6. Dezember nach über zehn Jahren seinen WM-Titel an den Südafrikaner Simpiwe Vetyeka abgeben musste, hat der ehemalige WBA-Federgewichts-Weltmeister Chris John seine Karriere im Alter von 34 Jahren beendet.

Der Indonesier John wurde 2003 mit einem Sieg gegen Oscar Leon WBA-Interims-Weltmeister und nachträglich zum vollwertigen Champion ernannt. Danach folgten insgesamt 18 Titelverteidigungen, wo er Top-Gegner wie Osamu Sato, Derrick Gainer, Juan Manuel Marquez und Rocky Juarez besiegen konnte.

„Ich wollte unbedingt den Rekord von 19 Verteidigungen des WBA-Federgewichts-Titels einstellen, habe aber verloren“, sagte John bei seiner Abschiedsrede. „So ist aber Boxen, man kann nicht immer gewinnen. Vetyeka ist ein guter Boxer, und ich zolle ihm Anerkennung, er hat den Sieg verdient. Ich konnte aber nicht länger das Federgewichts-Limit bringen. Es war die größte Herausforderung meiner Karriere, das Gewichtslimit zu bringen, um meinen Titel verteidigen zu können. Ich habe, seitdem ich 1998 Profi wurde, im Federgewicht gekämpft, was über 15 Jahre zurückliegt.“

John schließt eine Rückkehr in anderer Funktion in den Boxsport nicht aus, will sich aber in nächster Zeit vor allem um seine Familie kümmern. „Jetzt, wo ich in meiner Karriere mehr erreicht habe, als ich mir jemals erträumt habe, möchte ich offiziell meinen Rücktritt verkünden. Ich möchte dem Sport etwas zurückgeben, der so gut zu mir und meiner Familie war“, so John. „Ich möchte auch Indonesien weiterhin so gut wie möglich repräsentieren. Am wichtigsten ist, dass ich jetzt mehr Zeit für meine Frau und Kinder habe, der wichtigste Titel, den ich bislang hatte, war jener eines Vaters.“

John kann auf eine Karriere von 48 Siegen (22 davon vorzeitig), einer Niederlage und drei Unentschieden zurückblicken. Die Chancen, in fünf Jahren in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen zu werden, stehen für John sicherlich nicht schlecht.

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18 Gedanken zu “Ex-Champion Chris John beendet aktive Karriere im Alter von 34 Jahren

  1. 10 Jahre WM im Federgewicht ist eine unglaubliche Leistung bei den Gegnern die er hatte. Ich ziehe meinen Hut vor John und seiner Karriere. Wer hätte ihm das anfangs zugetraut? Wahrscheinlich niemand!
    Für mich persönlich einer der taktisch geschicktesten und cleversten Boxer überhaupt mit zusätzlichem Allroundertalent von Kampf zu Kampf.
    Leider wurde ihm nur in Asien die ehre eines großen Boxers zu Teil, während in anderen Teilen der Welt von Nullcheckern wie Mares die Rede ist.

  2. Schade, dass Chris John zuletzt irgendwie immer nur noch Leute der zweiten Reihe geboxt hat. Sicherlich einer der interessantesten und am schwersten einzuschätzenden Fighter der jüngeren Vergangenheit – für mich klar ein Kandidat der besten 5 Federgewichtler aller Zeiten! So lange in einer Gewichtsklasse zu boxen zeigt die große Disziplin, und mit 34 ist jetzt eine gute Zeit aufzuhören.

  3. Schade dass er nie gegen Gamboa geboxt hat. Gamboa hätte ihn umgehauen. Außerdem hat er fast nie in den USa geboxt weshalb er nur selten gegen richtig gute Gegner geboxt hat. Trozdem ist 10 jahre WM natürlich respektabel!

    Nostradamus

  4. @lennox

    na hab ich wieder ins zartbesaitete K2 Fanboy-herz getroffen? 😀 Kaum sagt man was gegen die beiden Lügenbarone, schon kommt Lennox aus dem Gebüsch gesprungen um seine 2 Lügen-gottheiten zu verteidigen. 😀

    Wenn du aufhörst die leute hier mit deinem K2 Fanboymüll vollzusülzen dann höre ich auf mich über K2 aufzuregen, einverstanden?

    Das das aber nie passieren wird wissen wir beide, also hör auf rumzuheulen und akzeptiere einfach das der Stützstrumpf den richtigen zeitpunkt für den absprung verpasst hat.

  5. Falsch: Ich habe Chris John gehuldigt und du dann kamst aus dem Gebüsch gesprungen und laberst diesen Dr.eck. Einfach mal die Fres.se halten. Oder Chris John huldigen, ohne gleich wieder die Ks zu erwähnen, das ist ja krankhaft.

  6. Ich denke mal das liegt auch teilweise am letzten Kampf. Sehe die Entscheidung nicht als falsch an, beweisen braucht er sowieso niemanden mehr was, er hätte vllt einen Kampf eher aufhören sollen, aber es gibt auch viele andere Boxer die nicht an ihrem Höhepunkt der Karriere aufgehört haben. Er hatte eine tolle Karriere.

  7. @Tom

    Das hat doch auch der Kommentator gesagt, durch Punkten kann Kevin J. net gewinnen 🙂

    Aber was mich stört und das ist auch in Deutschland so, in den gesichtern von dennen trainern, Promotern, und das ganze Team z.b von Hammer wussten alle das Hammer gewonnen hat 😀 Und das auch vor dem urteil des Ringsprechers.

    Die Punktrichter müssen das ändern sonnst braucht keiner mehr einen Ringsprecher am ende.

  8. Tommyboy sagt:
    20. Dezember 2013 um 23:39
    @Tom

    Das hat doch auch der Kommentator gesagt, durch Punkten kann Kevin J. net gewinnen 🙂

    Aber was mich stört und das ist auch in Deutschland so, in den gesichtern von dennen trainern, Promotern, und das ganze Team z.b von Hammer wussten alle das Hammer gewonnen hat 😀 Und das auch vor dem urteil des Ringsprechers.

    Die Punktrichter müssen das ändern sonnst braucht keiner mehr einen Ringsprecher am ende.
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    falscher artikel frau wittmann!;)

  9. Ein wahrer Champion hört auf. Schade, dass er den Rekord im Federgewicht nicht brechen konnte, trotzdem kann er auf eine unglaubliche Karriere zurückblicken. USA hin oder her, seine Legacy ist unantastbar, definitiv ein Hall of Fame Kandidat. Hoffe wir sehen Chris bald wieder, als Trainer oder in einer anderen Funktion.

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