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Ex-Boxweltmeister Markus Beyer ist tot

Ein Beitrag von F.W.

Ex-Boxweltmeister Markus Beyer ist tot

Der ehemalige Weltmeister im Supermittelgewicht ist am Montag  in einem Berliner Krankenhaus gestorben, wie es heißt „nach kurzer und schwerer Krankheit“. Soweit uns bekannt ist, soll Beyer Nierenkrebs gehabt haben.  Er wurde nur 47 Jahre alt.

Bevor der Rechtsausleger Profiboxer wurde, hatte er eine erfolgreiche Karriere als Amateur: von 274 Fights konnte  Beyer 235 für sich entscheiden. In der damaligen DDR startete Beyer für die  SG Wismut Gera und wurde Schüler-, Jugend- und Juniorenmeister. 1988 trat Markus Beyer dann bei den DDR-Meisterschaften der Senioren  an und holte sich den Titel mit einem Finalsieg gegen Zoltan Lunka aus Rumänien.

Nach der Wiedervereinigung wurde Beyer 1993 und 1995 auch Deutscher Meister im Halbmittelgewicht, 1994 musste er sich im Finale Mario Veit geschlagen geben. Zweimal nahm Beyer für Deutschland an den Olympischen Spielen teil, hier scheiterte er beide Male frühzeitig.

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1996 wurde Markus Beyer Profi und schloss einen Vertrag mit Sauerland Promotion. In seinem 17. Profikampf ging es für Beyer 1999 erstmals um eine WM, mit einem Punktsieg über den Briten Ritchie Woodhall holte sich Beyer im britischen Telford den WBC-Titel im Supermittelgewicht. Damit war er erst der dritte Deutsche – nach Max Schmeling und Ralf Rocchigiani – dem es gelang, im Ausland Weltmeister zu werden. Schon in der zweiten Titelverteidigung musste Beyer den Gürtel aber wieder abgeben: Im Kampf gegen Glenn Catley verlor Beyer durch TKO in Runde 12. Mit einem knappen Punktsieg gegen den Franko-Kanadier Éric Lucas holte sich Beyer den Titel im Jahr 2003 wieder zurück. Nach einer überraschenden Niederlage gegen den Italiener Cristian Sanavia war Beyer 2005 gegen Danny Green noch einmal in der Lage, den WBC-Titel zu erobern.  2008 beendet Markus Beyer seine Karriere aufgrund langwieriger Verletzungsprobleme, zuvor war es zu einem Zerwürfnis mit Sauerland gekommen. Im März 2009 erschien Beyers Biographie “Mit links und 40 Fieber“.

In den vergangenen Jahren war Beyer unter anderem als MDR-Boxexperte in Erscheinung getreten. Als Trainer wollte der Ex-Weltmeister nie arbeiten. Das sei ihm zu stressig, ließ der Schützling von Trainerlegende Uli Wegner verlauten. Wegner, der Beyer schon trainierte, als der noch Amateur war, zeigte sich tief betroffen, als er von Beyers Tod erfuhr: “Jeder weiß, dass er mein Lieblingssportler war und das hatte vor allem eine menschliche Komponente. Markus Beyer war ein durch und durch feiner Mensch. Im Moment fühle ich mich, als hätte mir jemand in die Magengrube geschlagen. Ich muss das alles erst verarbeiten.“

 

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10 Kommentare

  1. 4. Dezember 2018 at 15:55 —

    Zwei Monate nach Graciano Rocchigiani nun auch Markus Beyer.
    Die Box-Community trauert um dich Markus.

    Ruhe in Frieden!

  2. 4. Dezember 2018 at 16:08 —

    “Nach kurzer, schwerer Krankheit”, das klingt traurig, R.I.P. 🙁

  3. 4. Dezember 2018 at 16:51 —

    Sehr, sehr traurig…

    Ich wünsche Familie und Freunden viel Kraft.

    Ruhe in Frieden, Markus.

  4. 4. Dezember 2018 at 17:33 —

    *ächz* Das ist so richtig traurig.
    ich hoffe, dass ich beim Joggen einfach nur tot umkippe, wenn es mal soweit ist.

  5. 4. Dezember 2018 at 21:06 —

    Ruhe in Frieden Markus, du warst ein Vorbild für jeden Boxer sei es als Mensch oder Sportler!!! Mein Beileid an die Angehörigen…

  6. 4. Dezember 2018 at 21:08 —

    R.I.P. Markus

  7. 5. Dezember 2018 at 00:59 —

    ach dieser verdammte krebs…
    traurige nachricht…einer von den sympathischen dt.boxern…
    ruhe in frieden,champ…..

  8. Unabhängig davon, dass Sympathie, Antipathie bei sowas keine rolle spielt, muss man einfach sagen, dass Beyer sehr sympathisch war, weil er nicht wie manch andere etwas schöngeredet hat und auch weil er sich nicht hat zum Clown machen lassen wie viele andere Ex boxer.

    R.I.P.

  9. 5. Dezember 2018 at 06:49 —

    Ruhe in Frieden Boom Boom

  10. 5. Dezember 2018 at 16:16 —

    Ruhe in Frieden Champ.

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