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Evander Holyfield: Vom Cruiser zum Schwergewichtsweltmeister

Mit Mike Tyson lieferte sich Evander Holyfield sensationelle Kämpfe. Er siegte in beiden Auseinandersetzungen, einmal durch TKO, das andere Mal durch Disqualifikation im bizarren Ohrenbeißerkampf.  Trotz seiner Triumphe über Iron Mike gehen viele davon aus, dass er niemals eine Chance gegen Tyson in Bestform ab Mitte der 1980er Jahre gehabt hätte, Am 19. Oktober wird er 50, und immer noch will er in den Ring.

Der Weg als Amateur

Evander Holyfield wird am 19. Oktober 1962 in Atmore, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Alabama, geboren. Die Familie zieht früh nach Atlanta (Georgia); hier geht er zur Schule. Seine Leidenschaft richtet sich zunächst auf American Football, wo er sich eine Profikarriere verspricht. In der Schule zählt Evander zu den besten Footballspielern, doch für höhere Aufgaben scheint er ungeeignet, denn er ist um diese Zeit nur um die 170 cm groß und wiegt knapp 55 Kilogramm. Mit diesen Maßen gibt es im American Football keine realistischen Aussichten.

Evander hadert mit seinem Schicksal. Er betätigt sich über längere Zeit sportlich kaum. Dann entdeckt er für sich das Amateurboxen, geht in Atlanta in einen Boxclub. Auch hier beäugen seine Trainingskollegen den schmächtigen Neuzugang eher nachsichtig. Schnell wird aber klar, dass der Neue sich hervorragend schlägt. Schon im Jahr 1983, da ist er zwanzig Jahre, wird er ins US-amerikanische Aufgebot für die Panamerikanischen Spiele in Caracas aufgenommen und erringt dort im Halbschwergewicht eine Silbermedaille, nachdem er im Finale dem kubanischen Gegner Pablo Romero noch nicht gewachsen ist.

Ein Jahr darauf qualifiziert er sich als Sieger der Golden Gloves im Halbschwergewicht für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles. Im Halbfinale der Spiele trifft er nach drei Knockouts in den Vorrunden auf den neuseeländischen Halbschwergewichtler Kevin Barry, den man in späteren Zeiten als Manager von David Tua wiedersieht.  Er beherrscht den Neuseeländer klar, wird aber in der zweiten Runde disqualifiziert, weil er nach dem Trennkommando des Ringrichters seinen schon angesetzten Haken nicht mehr stoppen kann. Die Zuschauer veranstalten einen Riesenlärm und sind minutenlang nicht zu bändigen, weil sie Evander deutlich vorn gesehen haben und bereits mit der Aufgabe des Gegners rechneten. Aber der Ringrichter bleibt bei seiner Entscheidung, und Holyfield muss sich mit  der Bronzemedaille begnügen. Er nimmt die Entscheidung aber sachlich an und erklärt öffentlich, dass er niemals absichtsvoll ein Foul im Ring begehen wollte.

Holyfield hat als Amateur insgesamt 174 Kämpfe bestritten, wovon er 160 gewann.

Holyfield wird Profi – Kreation aus der Retorte?

Nach den Olympischen Spielen geht er zu den Profis. Viele Manager haben seinen Siegeszug bei den Spielen in Los Angeles verfolgt und wollen ihn unbedingt verpflichten. Holyfield, der für seine Erfolge im Amateurlager immer hart gearbeitet hatte, möchte jetzt seinen Lebensunterhalt sichern. In der Amateurzeit hat er sich in verschiedenen Arbeitsstellen nützlich gemacht, z.B. als Bademeisteroder Bodyguard. Daneben trainierte er unglaublich intensiv, ist schon kurz nach Morgengrauen auf den Straßen von Atlanta beim Lauftraining, so dass er sogar einmal von Polizisten angehalten wird, die davon ausgehen, dass da ein Krimineller auf der Flucht sei.  

Sein Trainingsfleiß als Profi wird noch gewaltiger. Er möchte zu jeder Zeit in überragender körperlicher Verfassung sein. Seine Trainer sind immer wieder überrascht von der nie erlahmenden Motivation, das härteste Training mitzumachen. Evander möchte ins Schwergewicht; nur dort sei, so äußert er sich,  sein Platz. Und sein Trainerstab macht ihn zum Vorzeigeathleten, der vor Muskeln nur so platzt. Ein Modellathlet, der von einem ganzen Schwarm von Betreuern umgeben ist, die sich beispielsweise um seine körperliche Verfassung, um sportmedizinische Fragen, um Verbindungen zu den Medien kümmern, aber auch einen  geschäftsführenden Leiter oder „Director of Boxing“ umfassen. Selbst eine Ballettübungsleiterin gehört zum Team, die bekannte Ballettlehrerin Marya Kennett, die ihn darin unterweist, Ballettschritte und Tanzfiguren zu üben. Überliefert ist, dass sie ihn jeden Tag für etwa fünfzehn Minuten auf ein fast einen Meter hohes Podium springen lässt, um seine Sprungkraft zu verbessern. Von seinen Konditionstrainern wird er ins Schwimmbecken gebeten, wo er unter Wasser gegen den Wasserwiderstand insbesondere Aufwärtshaken trainiert. Diese Trainingsvariante ist übrigens schon von Rocky Marciano überliefert worden.

Holyfields Muskelmasse wird mit diesem systematischen Training derart gesteigert, dass sein Gewicht von ursprünglich etwa 80 kg bis später auf fast zwei Zentner anschwillt, als er im Schwergewicht antritt.  Der Trainingsaufbau ist von einem strikten Ernährungsplan begleitet. Seine Betreuer überzeugen ihn davon, dass er  jegliche Fast-Food-Nahrung, Popcorn, Kartoffelchips aus seinem täglichen Essen verbannt , dafür aber unter anderem Haferschleim, Fisch, Mais, Steaks, Eier Einzug halten.

So wird ein Modellathlet geschaffen, den viele in der damaligen Zeit für eine Schöpfung aus der Retorte sehen. Ein allenfalls zum Halbschwergewicht zählender Boxer wird über das Cruisergewicht zum Schwergewicht geführt.

Cruiserweltmeister

Holyfield debütiert am 15. November 1984 mit einem klaren Punktsieg gegen Lionel Byarm aus Philadelphia im Madison Square Garden zu New York. Rasch steigt er in den Ranglisten des Cruisergewichts nach oben. Nach zwölf Siegen, die meisten durch Knockout, steht er schon am 12. Juli 1986, kaum zwei Jahre nach seinem Start als Profi, im Weltmeisterschaftskampf des WBA-Verbandes mit dem Titelverteidiger Muhammad Quawi. Der Kampf reißt die Fans zu Begeisterungsstürmen hin, weil beide Kontrahenten ihr gesamtes technisches  und kämpferisches Potenzial abrufen müssen. Evander gewinnt schließlich knapp und ist WBA-Weltmeister im Cruisergewicht.  Schon einen Monat später verteidigt er den Cruisergewichtstitel gegen Mike Brothers durch TKO in der dritten Runde. Sechs Monate danach steht er in einem weiteren Titelkampf  gegen den Olympiasieger im Schwergewicht von 1984 in Los Angeles, Henry Tillman.  In der siebten Runde siegt er durch TKO, nachdem er den Kalifornier in der zweiten und in Runde sieben am Boden hat.

Am 15. Mai 1987 holt er sich auch den IBF-Titel im Cruisergewicht, als er über Ricky Parkey in Las Vegas in der dritten Runde durch TKO triumphiert. Im Refight gegen Quawi, in dem er seine beiden Titel verteidigt,  siegt er durch KO in der vierten Runde. Knapp ein Jahr später, am 09. April 1988, ist er im Cruisergewicht am Ziel: Er schlägt Carlos de Leon aus Puerto Rico in Las Vegas in der achten Runde vorzeitig. Damit hat er die Titel aller damaligen drei Verbände auf sich vereinigt. Für fast neunzehn Jahre ist er damit der einzige Cruisergewichtler, dem eine „Alleinherrschaft“ in dieser Gewichtsklasse gelingt. Erst der Jamaikaner O’Neil Bell macht es ihm im Jahre 2006 nach.

Evander Holyfield im Schwergewicht

Körperlich ist er jetzt so weit, in der höchsten Gewichtsklasse mitzumischen. Er will mehr, er will die höchste Krone, die der Boxsport zu vergeben hat, er möchte Schwergewichtsweltmeister werden. Schnell schafft er es, sich den amerikanischen Schwergewichtsmeistertitel WBC durch einen TKO-Sieg gegen Michael Dokes im März 1989 zu sichern. Nachdem er drei Mal diesen Gürtel verteidigt hat,  steht er schon im Kampf um den Titel aller drei Verbände um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht.

Weltmeister im Schwergewicht – und dennoch nicht akzeptiert

Gegner und Titelverteidiger: James „Buster“ Douglas aus dem US-Bundesstaat Ohio, der Mann, der Mike Tyson am 11. Februar 1990 in einem aufsehenerregenden Kampf durch einen Knockout in der zehnten Runde besiegt hatte. Die Halle stand Kopf, als er den klar favorisierten Weltmeister niederschlägt. Andererseits: Man sah, dass der Weltmeister untrainiert und unvorbereitet den Kampf bestritt.

Jetzt steht Douglas  Evander Holyfield gegenüber. Am 25. Oktober 1990 in Las Vegas hat Holyfield aber leichtes Spiel. Douglas ist mit den zwanzig Millionen Dollar, die er als Gage entgegennehmen darf, offenbar zufrieden und geht wohl davon aus, dass er damit bis ans Ende seiner Tage genügend Mittel hat. Eine harte Vorbereitung auf den Kampf versäumt er, ihm geht es scheinbar nur um diese Riesengage. Mit nur sehr geringem Aufwand siegt Holyfield, knockt den Sensationssieger über Iron Mike in der dritten Runde mit einer kurz angesetzten rechten Hand aus. Er ist nun Weltmeister der drei Verbände, aber er wird seines Sieges nicht froh. Fans und Medien kreiden ihm an, dass er nur einen untrainierten und schwachen Titelträger geschlagen habe.

Titelverteidigung gegen George Foreman, Bert Cooper und Larry Holmes

Erst der Kampf gegen George Foreman, der mit seinen 42 Jahren in den Ring zurückgekehrt ist, bringt sowohl  ihm als auch der Schwergewichtsszene die Reputation zurück, die sie verdient.  Big George liefert ihm in zehn Runden einen tapferen und guten Kampf, den Evander zwar unstrittig nach Punkten gewinnt, der aber auch zeigt, dass Foreman immer noch zur aktuell ersten Garnitur des Schwergewichts zu zählen ist. Evander Holyfield hat andererseits bewiesen, dass er sich zu Recht  in die Spitze des Schwergewichts hochgearbeitet hat.

Allerdings: Mike Tyson gilt für die meisten nach wie vor als der wahre Champion. Der Titelverlust an Douglas wird mit einem einmaligen Ausrutscher erklärt und seiner mangelnden Vorbereitung zugeschrieben. Holyfield will unbedingt das Showdown mit dem Exweltmeister, und für Oktober des Jahres 1991 wird ein Kampftermin ausgehandelt. Dann kommt die Nachricht, dass sich Tyson verletzt habe; es wird von einem Rippenbruch gesprochen. Wenig später, im September 1991, wird er wegen Vergewaltigung angeklagt und für sechs Jahre in Haft genommen.

Anstelle von Tyson verteidigt Holyfield am 23. November 1991 seinen WBA- und IBF-Titel  gegen Bert Cooper. Holyfield muss in der vierten Runde erstmals in seiner Laufbahn kurz zu Boden, siegt aber nach sieben Runden durch TKO. Dennoch wird der überstandene Kampf  kaum gefeiert, denn Cooper galt als wenig überzeugende Notlösung für Tyson. Auch der nachfolgende Kampf gegen den da schon 43jährigen Larry Holmes bringt Holyfield eher einen beschädigten Ruf. Holmes ist während des gesamten Kampfes im Rückwärtsgang und schützt sich mit einer gekreuzten Doppeldeckung vor den Schlägen Holyfields. Kaum einmal gelingt ihm ein Treffer. Der Punktsieg Holyfields ist nur Formsache. Nach dem Kampf äußert Holmes, er hätte Anfang der 1980er gegen Holyfield antreten müssen, um Aussicht auf Erfolg zu haben.

Der Kampf gegen Riddick Bowe und der erste Rücktritt

Holyfield muss einen starken Herausforderer akzeptieren, damit sich seine Reputation nicht vollständig in Luft auflöst. Anfang der 1990er sind drei Herausforderer für ihn von Belang: Bowe, Ruddock und Lennox Lewis. Evander entscheidet sich, seine Titel gegen Riddick Bowe zu verteidigen. Sein nächster Gegner soll durch einen Kampf von Donavan Ruddock vs. Lennox Lewis, dem britischen Europameister im Schwergewicht, bestimmt werden.

Der Titelkampf am 13. November 1992 geht in die Annalen des Boxsports ein, weil sich beide ein technisch und kämpferisch überaus starkes Gefecht liefern. Bowe, der bei den Olympischen Spielen in  Seoul 1988 die Silbermedaille errungen hat und dabei im Finale des Superschwergewichts Lennox Lewis unterlegen war, ist  mit 106 kg über dreizehn Kilogramm schwerer und  mit seinen 1,96 m sieben Zentimeter größer als der Weltmeister. Dennoch zeigt  sich Holyfield dem Herausforderer in allen Belangen über weite Strecken zumindest gleichwertig. An seiner einstimmigen Punktniederlage ist aber nicht zu zweifeln. Die Titel sind verloren. Nach dem Kampf erklärt er seinen Rücktritt vom aktiven Boxsport.

Es gibt nicht wenige, die damals seine Niederlage mit einem Schuss Schadenfreude begleiten. Von vielen wird er nach wie vor als Retortenschwergewicht gesehen, der im Grunde höchstens als Cruiser durchgehen kann, aber zum Schwergewicht mit allen möglichen Mitteln aufgeplustert worden ist. Einige gehen sogar davon aus, dass er Drogen genommen habe, um sein Körpergewicht aufs richtige Maß zu zaubern. Nun zeige sich, dass er gegen einen „echten“ Heavy nicht bestehen könne.

Refight gegen Riddick Bowe

Es dauert nicht lange, da mischt er wieder kräftig im Boxgeschäft mit. Mit Emanuel Steward holt er sich einen neuen Coach und gibt seinem bisherigen Trainer, George Benton, den Laufpass. Steward, 1944 geboren und aus West Virginia stammend, war schon seit 1971 Trainer. Er leitete ein Boxcamp in Detroit. Michael Moorer war der erste Schwergewichtler, den er erfolgreich betreute. Später coachte er unter anderem Lennox Lewis und ist aktuell Cheftrainer bei Wladimir Klitschko.

Steward baut Holyfield geschickt wieder auf. In einem Aufbaukampf gegen den aus London stammenden Alex Stewart überzeugt er zwar nicht, gewinnt den Kampf aber klar nach Punkten. Dann stellt er sich in einem Refight dem WBA- und IBF-Champ Riddick Bowe. Der WBC-Titel ist Bowe deshalb aberkannt worden, weil er sich geweigert hat, gegen Lennox Lewis anzutreten.

Sein neuer Coach verpasst Holyfield eine neue Strategie. Mit der „In – and Out“ – Linie soll er Bowe bezwingen. Und es gelingt. Der Kampf, der am 06. November 1993 in Las Vegas stattfindet, zeigt Evander in bester Verfassung. Nach zwölf Runden holt er sich die beiden Titel mit einem Punktsieg zurück. Noch aus einem anderen Grund bleibt der Kampf für viele in Erinnerung, als in der siebten Runde die Auseinandersetzung wegen eines Gleitschirmes, der drauf und dran war, im Ring zu landen, für mehrere Minuten unterbrochen werden musste.

Titelverlust

Am 22. April 1994 steht er mit Michael Moorer in Las Vegas im Ring. Es geht um den WBA- und IBF-Titel im Schwergewicht. Er verliert nach Punkten, obwohl Moorer in der zweiten Runde am Boden ist. Nach dem Kampf wird von den Ärzten bei Holyfield ein Herzfehler festgestellt. Er selbst behauptet, die Herzprobleme und auch seine schwache Vorstellung gegen den als Außenseiter vorgestellten Moorer seien die Folge einer nicht korrekten Medikamentengabe. Jedenfalls zieht er sich für über ein Jahr aus dem Boxgeschäft zurück.

Dritter Kampf gegen Riddick Bowe

Nach einer schweren Auseinandersetzung mit dem früheren WBO-Champ Ray Mercer, die er knapp nach Punkten für sich entscheiden kann, kommt es am 04. November 1995 in Las Vegas zum dritten Kampf gegen Riddick Bowe. Obwohl er Bowe in der sechsten Runde mit einem linken Haken zu Boden schickt, siegt dieser in der achten Runde durch TKO. Als Ursache für seine Niederlage nennt Holyfield später eine nicht auskurierte Leberentzündung.

Die Sensation: Der erste Tyson-Fight

Ein Aufeinandertreffen von Holyfield und Tyson war von vielen Boxfans herbeigesehnt worden. Mike Tyson war nach seiner Haftentlassung Mitte Dezember 1995 durch einen TKO-Sieg in der dritten Runde über Frank Bruno Weltmeister des WBC-Verbandes geworden und hatte sich neun Monate später auch den WBA-Titel durch einen TKO-Sieg in Runde eins gegen Bruce Seldon geholt. Den WBC-Titel hatte er abgegeben, um einer Pflichtherausforderung durch Lennox Lewis aus dem Weg zu gehen. Auch an einer Auseinandersetzung mit Riddick Bowe, dem Sieger des Kampfes gegen Holyfield, war Iron Mike weniger interessiert.

Kaum jemand aus der Boxszene, seien es Sportjournalisten oder Fans, geben Holyfield eine Chance. Die Wetten stehen zuletzt auf 16:1 gegen Evander, und auch eine Umfrage unter Boxjournalisten ergibt vor dem Kampf, dass von achtundvierzig der Befragten nur einer auf Holyfield setzt. Viele gehen davon aus, dass Holyfield schon in den ersten Runden ausgeknockt wird.

Holyfield bereitet sich exzellent  auf den Kampf vor. Sein hartes Trainingsprogramm hält er eisern durch und verschafft sich eine konditionelle Verfassung, die Ihresgleichen sucht.  Als Sparringspartner gewinnt er David Tua, der seinem Betreuerstab wegen dessen vergleichbarem  Kampfstil und auch körperlicher Ähnlichkeit  mit Iron Mike aufgefallen war und als idealer Trainingspartner gesehen wird.

Im Kampf am 09. November 1996 in Las Vegas zeigt sich Holyfield in überragender körperlicher Verfassung und ist auch in taktischer Hinsicht überlegen. Insbesondere im Infight demonstriert  er Überlegenheit.  In einer Boxsensation ersten Ranges besiegt er Iron Mike in der elften Runde durch TKO. Damit ist er nach Ali der Schwergewichtler, der zum dritten Mal Weltmeister werden kann. Im Übrigen: Die Auseinandersetzung wird vom bekanntesten Boxmagazin „The Ring“  zum „Kampf des Jahres“ erklärt.

Der Refight und der Beißskandal

Knapp sieben Monate später, am 28. Juni 1997, wiederum in Las Vegas, stehen sich beide erneut gegenüber. In der dritten Runde wird Tyson disqualifiziert, weil er zwei Mal die Ohren des Weltmeisters angebissen habe. Schon beim  ersten Beißversuch  will Ringrichter Mills Lane  Tyson aus den Kampf nehmen, aber Holyfield will weiterkämpfen, und auch der Ringarzt hat keinen Einwand, so dass der Kampf fortgesetzt wird. Beim zweiten Biss, dieses Mal ins andere Ohr, spuckt Tyson das abgebissene Ohrläppchen aus dem Ring. Erst nach diesem bizarren Vorfall wird er disqualifiziert. Tyson  behauptet später, er sei durch mehrere Kopfstöße von Holyfield aggressiv gemacht worden und habe mit dem Beißen „Vergeltung“ über wollen.

Gegen Moorer und Lennox Lewis

Im November 1997 tritt er erneut gegen Michael Moorer an. Und dieses Mal schlägt er den Mann aus Brooklyn, der sich den vakanten IBF-Titel mit einem Punktsieg über Axel Schulz gesichert hatte, im Kampf  um die Schwergewichtsweltmeisterschaft des WBA- und IBF-Verbandes überlegen in acht Runden. Ringrichter Mitch Halpern beendet die Auseinandersetzung in der Ringpause zur neunten Runde, nachdem Moorer fünf Mal niedergeschlagen wurde. 

Übrig bleibt Lennox Lewis, den viele Boxanhänger als den einzig wahren Herausforderer sehen. Zunächst aber verteidigt er seine Titel im September 1998 gegen Vaughn Bean aus Chicago, den die meisten als eher schwachen Herausforderer einschätzen. Bean ist für einen Schwergewichtler mit 180 cm recht kleingewachsen, wiegt aber sechs Kilogramm mehr als der Weltmeister. In der zehnten Runde ist Bean kurz am Boden, steht aber den Kampf durch. Punktsieger: Holyfield.

Endlich kommt der ersehnte Kampf um die Titel aller relevanten Verbände gegen den Briten Lennox Lewis zustande. Lewis hatte sich Anfang Februar 1997 den vakanten WBC-Titel im Schwergewicht geholt, als er Oliver McCall in der fünften Runde durch TKO überlegen besiegte. Körperlich ist der Brite Holyfield mit 196 cm Körpergröße und  213 cm Reichweite weit überlegen. Mit über 111 Kg bringt er vierzehn Kilogramm mehr auf die Waage als Evander. Zudem: Holyfield ist bereits 37 Jahre alt.

Der Kampf, am 13. März 1999 im Madison Square Garden, wird durch die Entscheidung der Punktrichter zum Desaster. Sie verkünden ein „Unentschieden“, obwohl die übergroße Mehrheit der Boxfans, aber auch der professionellen Beobachter, Lennox Lewis deutlich im Vorteil gesehen hatten. Während des gesamten Kampfes habe er, so die fast einhellige Meinung,  Dominanz gezeigt.  Als Konsequenz  der umstrittenen Entscheidung wird von den führenden Weltverbänden sofort ein Refight vereinbart.

Der zweite Kampf, der genau acht Monate später in Las Vegas stattfindet, ergibt nach der Einschätzung vieler Beobachter wiederum eine Fehlentscheidung. Dieses Mal wird Lennox Lewis zum Punktsieger erklärt. Die Mehrheit der Sportjournalisten und auch das Magazin „The Ring“ hatten Holyfield knapp vorn gesehen bzw. zumindest ein „Unentschieden“ erwartet. Lennox Lewis ist nun Titelträger im Schwergewicht aller drei relevanten Verbände.

Niedergang und Sperre

In drei Kämpfen sieht man den alternden Holyfield gegen John Ruiz. Im ersten erkämpft er sich noch einmal den vakanten WM-Titel des WBA-Verbandes, den Lennox Lewis zurückgegeben hatte,  durch einen wenig überzeugenden Punktsieg in Las Vegas. Kaum ein halbes Jahr später verliert er den Titel gegen Ruiz durch eine einstimmige Punktentscheidung. Der dritte Kampf am 15. Dezember 2001 wird „unentschieden“ gewertet, und Ruiz behält den WBA-Titel.

Unbestreitbar ist für viele der Leistungsabfall des Exweltmeisters. Nach einer herben Niederlage im Kampf gegen Chris Byrd, mit dem er nochmals versuchte, sich den vakanten IBF-Weltmeistertitel zu holen, unterliegt er auch zwei weiteren,  eher unbedeutenden Schwergewichtlern. Im Jahre 2004 wird er in den USA zum „Schutz vor sich selbst“, wie die offizielle Begründung heißt, zunächst gesperrt.  Ein Rücktritt aber kommt für ihn, der mittlerweile 42 Jahre alt ist,  nicht in Frage.

Er kann’s nicht lassen

Es dauert kaum ein Jahr, da ist Evander Holyfield wieder im Ring. Wieder siegt er in vier Kämpfen, schlägt unter anderem den mit fast 110 kg um zehn Kilogramm schwereren  Texaner Lou Savarese in zehn Runden  einstimmig nach Punkten. Dann steht er im Kampf um den WBO-Titel im Schwergewicht gegen den Russen Sultan Ibragimov. Ibragimov ursprüngliches Vorhaben war es eigentlich, gegen Ruslan Tschagajew um den WBA-Titel zu boxen; der Kampf konnte aber nicht stattfinden, weil Tschagajew an einer Leberentzündung erkrankt ist. Holyfield hatte also die Gelegenheit,  als „Ersatz“ einspringen. In einem ereignisarmen Kampf verliert er  am 13. Oktober 2007 im Moskauer Eispalast gegen den 13 Jahre jüngeren Gegner  nach einstimmigem Urteil nach Punkten.

Der Kampf gegen Walujew

Nach dem verlorenen Kampf scheint es zunächst so, als ob sich Holyfield vom aktiven Boxen zurückziehen wolle. Dann aber erhält er eine erneute Chance, um den WBA-Schwergewichtstitel gegen Nikolai Walujew anzutreten. Der hatte sich den Titel am im Kampf gegen John Ruiz im Dezember 2005 in der Max-Schmeling-Halle zu Berlin durch einen Punktsieg geholt. Walujew, einer der körperlich mächtigsten Schwergewichtler in der Boxgeschichte,  ist mit 2,13 m um 24 Zentimeter größer als der Amerikaner und wiegt um die 44 kg schwerer. Der Kampf am 20. Dezember 2008 selbst bietet den Fans am Ring und im Fernsehen wenig. Der Russe boxt äußerst verhalten und bleibt während der gesamten Kampfzeit der passivere Mann. Dennoch wird er zum Punktsieger ausgerufen, und das Züricher Hallenstadion  steht kopf. Auch eine nähere Analyse des Kampfes ergibt, dass Holyfield deutlich im Vorteil gewesen war. Die US-Presse und andere amerikanische Medien sprechen von einem kaum jemals dagewesenen skandalösen Urteil. Die Sauerlandgruppe verspricht, dass ein Refight im Jahre 2009 stattfinden werde, der jedoch niemals realisiert wird.

Die letzten Kämpfe

Wiede zieht sich Holyfield über ein Jahr zurück. Dann tritt er gegen Frans Botha an und schlägt den Südafrikaner in der achten Runde durch TKO. Nach einem „No Contest“-Urteil im Kampf gegen Sherman Williams nach Abbruch wegen eines schweren Cuts von Holyfield, steht er im vorläufig letzten Kampf gegen den Dänen Brian Nielsen. Am 07. Mai 2011 in Kopenhagen siegt der nun fast 49jährige durch TKO in der zehnten Runde.

Zuletzt hört man, dass Holyfield keineswegs aufhören will. Er hofft vielmehr auf einen Kampf gegen einer der Klitschko-Brüder.

Seine bisherige Kampfstatistik: Insgesamt 57 Kämpfe, davon 44 Siege, 29 durch KO. Zehn Niederlagen und zwei „Unentschieden“ sind registriert

Bilanz

Nicht wenige unken noch heute, dass Holyfield, „The Real Deal“, wie man ihn genannt hat, zum Schwergewichtler „herangezüchtet“ wurde, zum Modellathleten, zum Retortenschwergewicht geformt wurde.  Richtig daran ist, dass er zu einem exzellenten Athleten im Schwergewicht gezählt werden muss, der hinsichtlich seiner körperlichen Verfassung, seines technischen und taktischen Potenzials, niemals etwas zu wünschen übrig ließ. Holyfield unterwarf sich immer, und nicht nur vor seinen Kämpfen, einem  harten und härtesten Trainingsprogramm, das auch seine Ernährungsgewohnheiten umfasste. Er tat alles, um sich so vorzubereiten, wie es seinem Verständnis von professioneller Teilnahme im Boxsport entsprach. Sein Trainingsfleiß hat sich in den Jahren seiner langen Karriere immer wieder gesteigert.  Damit war er anderen nicht selten voraus. Ob er auf diesem Weg auch verbotene Mittel gebraucht hat, wie es ihm manche vorgehalten haben, ist unbewiesene Spekulation. Im Übrigen: Auch „Der Größte“, Muhammad Ali, war in seiner Amateurzeit Halbschwergewichtler und hat sich erst später zum Schwergewicht „hochgearbeitet“. Floyd Patterson holte im Mittelgewicht die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Helsinki, bevor er einige Zeit danach ins Schwergewicht wechselte und Weltmeister wurde.

Holyfields Erfolge sprechen für sich. Er wurde Cruiserweltmeister der damaligen drei Verbände. Vier Mal wurde er Schwergewichtsweltmeister beim WBA-Verband, drei Mal IBF-Titelträger und WBC-Weltmeister. Auch bei diesen Erfolgen wurden ihm nicht selten vorgehalten, dass er den „wahren“ Weltmeister, nämlich Mike Tyson, erst nach dessen Glanzzeit geschlagen habe und dass er Iron Mike in dessen Prime Time  niemals hätte besiegen können. Allerdings: Man kann Holyfield nicht vorwerfen, dass Tyson sechs Jahre lang nicht erreichbar war. Ob er wirklich keine Chance gegen Tyson gehabt hätte, als der in der Blüte stand, ist wiederum eher nur spekulativ zu beantworten. Nicht nur gegen Lennox Lewis  oder auch Riddick Bowe hat Holyfield  gezeigt, dass er zu den absoluten Spitzenschwergewichtlern zählte. Er hat jetzt schon seinen Platz unter den Großen des Schwergewichts sicher.

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31 Kommentare

  1. Alonso Quijano
    24. Juli 2012 at 20:18 —

    immernoch eine legende

  2. myk384su
    24. Juli 2012 at 20:21 —

    Holyfield ist ein ATG, ohne wenn und aber!

  3. Urban
    24. Juli 2012 at 21:13 —

    einer der besten aller zeiten!

  4. 300
    24. Juli 2012 at 21:14 —

    Sehr guter Bericht. Holyfield war früher mein Lieblingsboxer. Mochte ich immer schon lieber als Lewis. Und Boxfan bin ich erst seid seinem Kampf gegen Tyson. Davor habe ich nie Boxen geschaut. Danke Holyfield für diesen Kampf. Du bist der Größte.

  5. Levent aus Rottweil
    24. Juli 2012 at 22:34 —

    Und wenn man ehrlich ist,ist er auch zum 5. Mal WM geworden den Kampf gegen Walujew hatte er nach Punkten eigentlich gewonnen 😉

    Einen Povetkin in der Form vom Huck Kampf würde ich ihm immer noch zutrauen!

  6. Paul
    24. Juli 2012 at 22:41 —

    @ Levent

    Ich glaube, Du hast in beiden Punkten recht 🙂

  7. Alex
    24. Juli 2012 at 23:03 —

    Holyfield war einfach großartig aber seine Prime ist schon längst vorbei

  8. Alex
    24. Juli 2012 at 23:06 —

    Ich denke dass Tyson und Holyfield ungefähr gleichgut sind

  9. Alex
    24. Juli 2012 at 23:08 —

    Ich meinte natürlich Prime Holyfield gegen Prime Tyson

  10. OdlanierSolis-Fanboy
    24. Juli 2012 at 23:31 —

    Schwierig….Holyfield war über die Jahre hinweg etwas konstanter, dafür denke ich aber, dass ein Prime-Tyson vermutlich gegen einen Prime-Holyfield gewonnen hätte. Aber solche Vergleiche sind immer etwas gewagt. Fazit: Beides absolute Legenden!

  11. David Haye AKA The Hayemaker!
    24. Juli 2012 at 23:32 —

    Ja Alex aka Kevin22 alles klar! 😀

  12. kolbo
    25. Juli 2012 at 00:39 —

    Holyfield gehört zu einer aussterbenden art. er hatte immer ein echtes Kämpferherz. Heute ist er noch immer ein technisch hervorragender Boxer, allerdings ist er langsamer geworden und seine workrate lässt zu wünschen übrig. Dennoch könnte es meiner ansicht nach für einige der bei boxrec unter den top 25 gerankten reichen. alles in allem ist holyfield eine legende, da er nie eine herausforderung abgelehnt hat und sich eine menge legendäre ringschlachten geliefert hat. meiner ansicht nach rangiert holyfield auf einer ebene mit ali und foreman. danach kommt lange nichts.

  13. JohnnyWalker
    25. Juli 2012 at 03:54 —

    umso mehr ein Beleg dafür wie a.b.g.e.f.u.c.k.t das HW heute ist und die Klitschko’s mit fast keinen Gegner auf solch einen Niveau Legendenbildung betreiben. Dennoch bin ich der Ansicht das ein Lennox Lewis in seiner Prime auch Mike Tyson hätte schlagen können. 3 unterschiedliche Typen Holyfield, Tyson, Lewis welche alle nur Nuancen in ihrer Klasse unterschieden hat, sprich jeder hätte jeden schlagen können. Auch wenn ich mir die damalige “zweite Garnitur” mit Bowe, Tucker, Douglas und Bruno anschaue, ist dies kein Vergliehc mit Heute. Na wenigstens hatten Leute wie McCall, Rahman und Douglas den Mut gehabt, ihren Kampf auf Sieg und nicht auf Börse auszurichten, ohne dabei zu vergessen, dass auch die Börsen damals schon ein wichtiges Matchmaking-Instrument waren. Früher waren es Sportler, heute sind es Produkte.

  14. jemil225
    25. Juli 2012 at 04:31 —

    Holyfield ist einer der größten im Boxsport …. training macht den meister .. Und das ist der unterschied zu maik Tyson … maik Tyson war nie zu 100% vorbereitet … aber beide sind natürlich legenden …

  15. Flo9r
    25. Juli 2012 at 05:19 —

    @ Levent:

    Holyfield war schon immer einer meiner absoluten Lieblingsboxer.. Trotzdem sollte man realistisch bleiben, den Kampf gegen Valuev hat er zu Recht nach Punkten verloren.

  16. Helivan
    25. Juli 2012 at 09:51 —

    Ich habe eben gelesen, das 50 Cent vom Rapper zum Box Promoter aufgestiegen ist. Er soll uner anderem Gamboa und Andre Dirrel verpflichtet haben!!!

  17. Shlumpf!
    25. Juli 2012 at 10:21 —

    @adrivo

    Kannst du mir mal erklären, warum mein Kommentar hier gelööscht wurde??? Ich hab darin doch die Qualität des Artikels gelobt!

  18. groovstreet
    25. Juli 2012 at 10:34 —

    real-deal ist eine legende – mit einem einzigartig besonderen kampfstil: Für mich der spektakulärste schlachtfighter im boxen.

  19. kolbo
    25. Juli 2012 at 11:10 —

    @Flo9r
    ich bin ebenfalls großer holyfield fan und habe mir den valuev kampf ca. 5 mal angeschaut sowohl mit deutschem als auch englischem kommentar. der kampf war allgemein ziemlich ereignislos und einem wm kampf nicht würdig. allerdings frage ich was valuev geleistet hat um nach punkten zu gewinnen. er hat von der ringmitte aus ein paar jabs (meistens ins leere) geschlagen. holyfield hat genauso wenig gemacht jedoch klar die besseren treffer gelandet. diese treffer genügten meiner ansicht nach um 8 runden für sich zu entscheiden. entscheidung daher ein klares fehlurteil.

  20. Tyson Lennox
    25. Juli 2012 at 11:12 —

    @Walker: Bowe war Anfang der 90er nicht “zweite Garnitur” sondern einer, der Holyfield ausgenknockt hat und alle Titel vereinigt hatte. Die Schlachten Bowe gegen Holyfield sind legendär, Bowe gewann 2 von 3 Kämpfen. 4-5 Jahre war er absolut on top und nicht “Zweite Garnitur”, auch wenn er vor Lewis flüchtete. Prime Lewis vs. Prime Bowe wäre DER Kampf Anfang der 90er gewesen.

  21. Aachener
    25. Juli 2012 at 11:31 —

    Holyfield hat alle relevanten Boxer seiner Generation geboxt.
    Hat bewiesen das er ein Champion ist. War konstant über eien langen Zeitraum.
    Und mit sicherheit muss er sich nicht sagen lassen das Boxer x oder y Ihn in seiner Primetime hätte schlagen können. Er war immer da hat abgliefert. Bowe geschlagen unendschieden gegen Lennox, Tyson zweimal geschlagen.Hin und wieder auch mal gegen einen guten mann verloren.
    Er ist einer der größten,
    Und er ist mit 50 immer noch gut beieinander was mann nicht von jedem sagen kann.

    Tyson hingegen hat viele spektakuläre Siege aber anders als bei den Klitsckos fragt da keiner nach der Qualität der Boxer von denen die da in den ersten runden gefallen sind, war wohl keiner Fallobst.
    Und außer dem alternden Holms und den zu leichten Spinks hat Tyson keinen richtigen Champion geschlagen. Bei allem respekt vor der kämpferrischen Leistung von Tyson.Aber das ist für mich der unterschied zu Marciano, Ali,Holms,Fraiser.Forman,Lennox,Holifield und den Klitschkos.

  22. Aachener
    25. Juli 2012 at 11:40 —

    @Walker
    also ehrlich Bowe als zweite Garnitur zu bezeichnen ist alsolut daneben.
    Das einzge was mann dem Bowe vieleicht vorwerfen kann ist das er nicht alzulange on Top war,
    Bowe war in seiner besten Zeit einer der besten die jemals beboxt haben. Jeder mit ein bischen sachverstand konnte das sehn.Oder hast Du Dir die kämpfe von Bowe nicht angesehn und nur einfach so was geschrieben?
    Ach der Bruno war auch nicht schlecht, den Tyson übrigens beeindruckend geschlagen hat.
    In anspielung auf einen ersten beitrag Den Bruno nenn ich nicht Champion aber um den zu schlagen gehörte auch einiges dazu,

  23. Aachener
    25. Juli 2012 at 12:00 —

    QWalker,
    versteh mich nicht falsch deinen Beitrag find ich nicht schlecht besonders das Du die
    heutigen Boxer Produkte nennst. Es aber wohl schon länger so. Das was ich auszuseten hatte ist das Du Bowe zweite garnitur nennst.

  24. cuba style
    25. Juli 2012 at 12:54 —

    @helivan ja das stimmt

  25. JohnnyWalker
    25. Juli 2012 at 14:50 —

    OK das mit Bowe = 2.Garnitur nehm ich mal zurück, trotzdem vertrete ich die Ansicht das Bowe an Holyfield, Tyson, Lewis nicht herankommt, er hatte zwar nen ordentlichen Punch, war mir boxeriisch zu einfältig und hätte mit dem Tempo von Tyson und der Physis richtig Probleme bekommen. Auch das er sich den beiden genannten nie gestellt hat, nehm ich ihm doch übel.

  26. JohnnyWalker
    25. Juli 2012 at 14:50 —

    “der Physis von Lewis” sollte das heißen

  27. alexxx
    25. Juli 2012 at 15:27 —

    holyfield ist eine boxlegende!!!dennoch denke ich einen tyson in bestform hätte er nicht besiegen können!

  28. simon_says
    25. Juli 2012 at 19:49 —

    @johnny walker r. bowe ist das talentierteste HW der 90ziger jahre, da gibt es kein zweifel! wenn sein kopf noch mitgespielt hätte, wäre er vielleicht der grösste, nach ali geworden. er hatte alles, skill, speed, chin, courage und den mut, den leuten im publikum, die für eine gute show bezahlen, was zu bieten. einer meiner absoluter favoriten, one of the best of all time, you know how i mean! 43:1!

    http://www.youtube.com/watch?v=Kim2nTQI13E&list=PL7B2A927214390A5A&index=188&feature=plpp_video

    zum artikel, hollyfield war einer der grossen, aber bowe und lewis waren besser. allerdings erinnerte mich holyfield immer an hagler. mit ihren riesenköpfen konnte die schon schläge abblocken, die andere ausgenockt haben;) einfach ne andere zeit.

  29. Flo9r
    25. Juli 2012 at 23:35 —

    @ kolbo:

    Hoppla.. Hab es mir nochmal angesehen und muss gestehen, daß ich es etwas anders in Erinnerung hatte.. Muss dir somit doch eher zustimmen.. Von einem klaren Fehlurteil würde ich aber dennoch nicht sprechen..

  30. werner Castellani
    26. Juli 2012 at 08:18 —

    Meine großen DREI sind EVANDER HOLYFIELD, ALI und LARRY HOLMES !!

    EVANDER IST immer vorbildlich. Trägt sogar Fehlurteile (LENNOX LEWIS II und
    WALUJEW)mit Gleichmut. Er ist nicht nachtragend (TYSON II)

    Der Mann hat Größe, geht im Ring niemanden aus dem Weg
    und gibt wirklich alles……… Boxfans danken es ihm.
    SALUTE EVANDER

  31. kevin22
    26. Juli 2012 at 10:11 —

    Einfach nur traurig, was aus diesem sehr gutem Boxer mitlerweile für ein Trauerspiel wurde!

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