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Evander Holyfield ist zu einem 3. Kampf gegen Mike Tyson bereit

Dass die beiden Ex-Schwergewichtschamps Mike Tyson und Evander Holyfield mit über 50 Jahren und nach längerer Kampfpause noch einmal gegeneinander antreten wollen, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Beide Boxer gaben kurz nacheinander bekannt, dass sie wieder trainieren und es lag gleich auf der Hand, dass es zu dieser dritten Begegnung kommen kann.

Vordergründig war sowohl bei Holyfield als auch bei Tyson von reinen Showkämpfen die Rede, deren Zweck es sein sollte, soziale Projekte zu unterstützen. Es dauerte aber nicht lange, bis Tyson und Holyfield Bereitschaft zeigten, nach ihren beiden Kämpfen von 1996/97 noch einmal gegeneinander anzutreten.

Während Holyfield sich noch weitgehend bedeckt hielt und scheinbar tatsächlich mit seinem Ringcomeback eine einzelne Organisation unterstützen wollte, hagelten auf Mike Tyson aus allen Richtungen Kampfangebote ein. Es ging von einem Angebot über 1 Mio Dollar Börse aus Australien bis zu 20 Millionen, wenn er zu einem Bare-Knuckle Kampf in den USA antreten würde.

Damit nicht genug. Auch aus Deutschland kommt ein Angebot vom ehemaligen Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück. Er würde gerne in der Mannheimer SAP-Arena gegen Mike Tyson kämpfen. Natürlich aus seiner Sicht für einen sozialen Zweck. Der 57-jährige Ex-Europameister im Kickboxen hält sich gegenwärtig in einem Gym in Pforzheim fit. Er hat prominente Fürsprecher, die den Kontakt zu Tyson herstellen sollen: Wladimir Klitschko, Ralf Möller und Arnold Schwarzenegger. Hück hat in den letzten Jahren neben seiner damaligen Tätigkeit bei Porsche immer wieder im Ring gestanden und dabei Geld für seine sozialen Projekte gesammelt. Prominentester Gegner war bisher Francois Botha, gegen den er zwei mal gekämpft hat. Auch gegen Firat Arslan stand er schon im Ring. Demnächst will SPD-Mitglied Hück für den Bundestag kandidieren. Aufgrund seiner Beliebtheit und seines sozialen Engagements wird er gute Chancen haben, tatsächlich gewählt zu werden.

Doch zurück zu Holyfield vs Tyson 3.0: Noch ist nicht zu 100% entschieden, ob, wann und wo dieser Kampf überhaupt stattfinden kann. Bisher haben beide Boxer nur ihren Willen dazu bekundet. Der 57-jährige Evander Holyfield stellte allerdings bereits jetzt eine Bedingung. Er sagte sinngemäß gegenüber “thesun.co.uk”: 

“Wir müssen uns etwas einfallen lassen, dass kein KO-Match wird. Es geht nicht darum, wer wen schlagen kann, sondern darum, den Menschen zu zeigen, dass wir zu den größten Kämpfern unserer Zeit zählten und jetzt noch einmal als Männer zusammengekommen wollen, um etwas für andere zu tun. Ich habe nichts gegen Mike persönlich. Ich denke, es wäre gut für den Sport. Auch wenn Boxen ein harter Sport ist, können wir den Menschen zeigen, dass wir zusammen noch etwas erreichen können.”

Holyfield will also keinen KO-Kampf. Aber wie soll das dann aussehen? Sollen sich Tyson und Holyfield ein paar Runden lang einen lockeren Sparringskampf liefern? Das wird kaum zu machen sein. Tyson wird, wenn er schon die Gelegenheit dazu bekommt, alles daran setzen, um Holyfield wenigstens im 3. Kampf zur Strecke zu bringen. Er unterlag einmal durch TKO und wurde im zweiten Kampf wegen unsportlichem Verhalten (der berühmte Ohrbiss) disqualifiziert.

In dieser ereignisarmen Zeit ist die Diskussion über diesen Kampf sicher der Rede wert. Aber wie wird es darum bestellt sein, wenn nach einer Lockerung der Vorschriften wieder der normale Boxbetrieb aufgenommen wird? Es stehen so viele hochkarätige Kämpfe in der „Pipeline“, die aufgrund der jetzigen Situation verschoben werden mussten. Es wird allerhand Promotion nötig sein, um das Interesse an Holyfield vs Tyson 3.0 hoch zu halten.

 

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1 Kommentar

  1. 18. Mai 2020 at 12:58 —

    Man kann nicht aus Spaß gegeneinander Kämpfen. Was soll das sein, wenn man den anderen nicht hart treffen oder ihm weh tun will. Das ist kein Kampf.
    Ich wäre durchaus daran interessiert gewesen, zwei graue Wölfe von dem Kaliber kämpfen zu sehen.

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