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Erster Titel für Tony Yoka?

Erster Titel für Tony Yoka?

Der französische Schwergewichtler Tony Yoka trifft am Freitag in Nantes auf den Belgier Joel Tambwe Djeko. Mit einem Sieg und dem Gewinn des vakanten EBU-EU-Titels will sich Yoka für größere Aufgaben empfehlen. Yoka stand zuletzt am 27. November 2020 mit dem Deutschen Christian Hammer im Ring, brach sich während des Kampfes aber seine rechte Hand und musste deswegen länger pausieren. Yokas Gegner ‚Big Joe‘ Djeko trägt allerdings mehr Ringrost mit sich herum. Der 31-jährige, 17-2-1 bei 8 Siegen durch KO – hat seit Januar 2020 nicht mehr gekämpft.

Große Namen fehlen bei beiden Kontrahenten im Kampfrekord. Bei Djeko sind allenfalls die Gegner Valery Brudov und Ricardo Snijders geläufig, der 28 Jahre alte Yoka kann mit Kämpfen gegen David Allen, Alexander Dimitrenko, Johann Duhaupas und Christian Hammer aufwarten.

Tony Yoka möchte gerne einen Platz in der ersten Reihe des Schwergewichts erobern, doch die Qualität seiner bisherigen Gegnerschaft lässt wenig Rückschlüsse darauf zu, ob der Olympiasieger von 2016 im Superschwergewicht „es drauf hat“.

Fraglich ist zudem, wie sich Joel Tambwe Djeko im Ring verkaufen wird. Der Belgier hat seine letzten acht Kämpfe gewonnen und ist noch nie KO gegangen. Wie es heißt, ist der aus der als „problematisch“ geltenden Stadt Molenbeek stammende Belgier ein harter Kerl, der in seiner Jugend Mitglied in kriminellen Banden war und auch schon in den USA im Gefängnis gesessen hat. ‘Big Joe‘ gilt zwar als Außenseiter, zugleich aber auch als unbequemer Gegner. Druck lastet hier allenfalls auf Yoka, der beweisen muss, dass er zu Recht vorne dabei sein will.

Wie immer hat sich Yoka in San Francisco unter den Fittichen seines US-amerikanischen Trainers Virgil Hunter vorbereitet. Yokas Ehefrau Estelle Mossely wird auf der Undercard ihren IBO-Gürtel gegen die deutsche Verena Kaiser verteidigen.

Das Kampfsportportal fight24.tv überträgt den Kampfabend als Pay-Per-View am morgigen Freitag ab 20:40 Uhr live aus Nantes. Zur Einstimmung gibt’s hier in einem Special eine Analyse beider Fights:

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3 Kommentare

  1. 5. März 2021 at 14:44 —

    Yoka braucht Gegner, die ihn weiter bringen.
    Carlos Takam, Jennings, Derek chisora

    Ich verfolge Boxen und kenne diesen Typen garnicht!!!!!

    Was bringt es ihm, gegen solche pfeifen zu Boxen.

  2. 6. März 2021 at 01:25 —

    Djeko hat sich eigentlich super verkauft und lange dagegen gehalten, bis ihm in den letzten beiden Runden die Luft ausgegangen ist. Yoka war zwar boxerisch klar besser, konnte seine Überlegenheit aber nicht wirklich überzeugend umsetzen, die Last-Minute-Stoppage war mehr ein Ergebnis von Djekos (Konditions-)Schwäche und weniger von Yokas Stärke.

    Der Franzose verfügt ohne Zweifel über eine Menge Skills, aber nicht genug, um seine große Schwäche, die mangelnde Power, entscheidend zu kompensieren. Im Gegensatz zu Usyk, der immer die ein oder andere Überraschung in Punkto Kombinationen und Moves in seinem Repertoire hat, boxt Yoka seinen Stiefel auf hohem technischen Niveau herunter, ohne dass richtig Begeisterung aufkommt oder er seinen Gegner in extreme Gefahr bringt. Es tut mir tatsächlich leid, unseren geschätzten Autor Schreiberling hier zu enttäuschen, aber wäre in drei Monaten ein Duell zwischen Yoka und Hrgovic angesetzt, würde ich auf den Kroaten setzen.

  3. 7. März 2021 at 08:20 —

    @ ak

    Da muss ich ja dann wohl dagegen halten. Zumal der kroatische Robotnik bislang nur Laufkundschaft geboxt hat, aber einen WM-Fight haben will.

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