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Erkan Teper unterschreibt bei EC Boxing

Erkan Teper unterschreibt bei EC Boxing

Nachdem es in letzter Zeit eher ruhig um Erkan Teper geworden ist, könnte der Ahlener nun bald wieder von sich reden machen: am gestrigen Samstagnachmittag  unterschrieb der 37-jährige einen mehrjährigen Vertrag bei Erol Ceylans EC Boxing. Ceylan möchte nach eigenem Bekunden „Erkan an die Weltspitze bringen“.

Natürlich kennen sich Teper und Ceylan schon länger. Als der Promoter nach einem Gegner für seinen Schwergewichtler Ali Eren Demirezen suchte, hatten sich die Wege der beiden das letzte Mal gekreuzt. Und irgendwie war danach in Ceylan der Wunsch herangereift, mit Teper zusammenzuarbeiten und ihn wieder weiter in den Rankings nach oben zu bringen.

“Und zwar nicht nur in Deutschland!” erklärt uns der ECB-Chef im Interview: “Ich möchte Erkan international bekannt machen. Sein nächster Kampf wird im Januar stattfinden, voraussichtlich in den USA.” Auch einen Gegner hat Tepers neuer Promoter schon im Hinterkopf, aber verraten, um wen es sich handelt, will Ceylan verständlicherweise noch nicht. “Die Amerikaner werden Erkans offensiven Stil lieben!” ist sich der Hamburger sicher: “Und warum sollte Erkan in Deutschland für einen Hungerlohn antreten!”

Bleibt zu hoffen, dass Teper noch einmal oben angreifen kann, wobei Ceylan mit Weltspitze auch die Platzierungen unterhalb von Wilder, Ruiz und Fury im Blick hat: “Klar, auch ein Boxer wie Dereck Chisora gehört dazu, wie er mit seinen Siegen gegen Szpilka und Takam unter Beweis gestellt hat!”

Ob Erkan Teper wie bisher auch weiterhin mit Sükrü Aksü im Düsseldorfer UFD-Gym trainieren wird, ist bislang noch nicht ganz klar. Zum Sparring muss der Ahlener jetzt auf jeden Fall nach Hamburg, so Erol Ceylan: “Wir haben hier ein gutes Team, er wird perfekt betreut.”

Nach der KO-Niederlage gegen Robert Helenius wollte sein damaliger Trainer Oktay Urkal sogar, dass Erkan Teper die Handschuhe an den Nagel hängt. Ende im Gelände mit 36 Jahren? Ein Gedanke, mit dem sich der Schwergewichtler sich allerdings nicht anfreunden konnte.

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Trotzdem passierte in Folge nicht viel. Ende Juni absolvierte Teper einen Aufbaukampf. Der von der EBU angesetzte EU-Titelfight gegen Herve Hubeaux kam wegen einer Verletzung des Belgiers nicht zustande, auch zu der ebenfalls von der EBU angesetzten Begegnung mit Petar Milas wird es nun aufgrund der vertraglichen Bindung an EC Boxing wohl nicht kommen.

Stattdessen also Fights in den Vereinigten Staaten. Für Teper, der im Sommer noch Artur Szpilka bei seiner Vorbereitung für den Kampf gegen Dereck Chisora als Sparringspartner unterstützt hat, liegt der Grund auf der Hand: „Klar, Schwergewichtler sind gerade gefragt und im Schwergewicht kann man im Moment viel Geld verdienen. Nicht nur als Boxer, sondern auch als Promoter. Und das geht in Amerika halt besser. Unter anderem auch deshalb, weil in Deutschland das Fernsehen meist nicht mehr dabei ist. Dazu kommt, dass man in Deutschland als Boxer nicht mehr verlieren darf. Wenn Du hier nen Kampf verlierst, dann wirst Du direkt abgeschrieben. Ganz egal, wie gut Du warst. Im Ausland, in Großbritannien oder den USA, geht es den Boxfans nicht so sehr um Sieg oder Niederlage. Wenn Du gut geboxt hast, ist es den meisten nicht so wichtig, ob Du auch gewonnen hast!“

Trotzdem ist ein Sieg nicht ganz so unwichtig, auch für das Ranking. Wie sieht sich denn Teper im Vergleich zu einem gut gerankten Schwergewichtler, zum Bespiel zu Dereck Chisora? „Ehrliche Antwort? Wenn ich gut im Training bin, dann kann ich ihn schlagen!“

Wir von Boxen.de drücken Erkan Teper auf jeden Fall die Daumen

 

 

Hier noch einmal ein paar “gute Momente” von Erkan Teper

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2 Kommentare

  1. 7. Oktober 2019 at 10:46 —

    Na ja, einen mehrjährigen Vertrag mit einen 37jährigen Boxer um ihn in den Ranglisten nach oben zu bringen….kann man nun glauben oder auch nicht. Er wird Teper im Ausland boxen lassen, gegen eigentlich stärkere Gegner, ähnlich wie er es mit Wallisch, Dimitrenko und Demirezen macht um Geld in seine Kasse zu spülen.
    Gut, wenn Teper ausnahmsweise wieder einmal in guter Form ist könnte schon noch der ein oder andere Sieg dabei rausspringen, er ist ja nicht gerade untalentiert.

    • 8. Oktober 2019 at 11:21 —

      ja aber bei wallisch, dimitrenko und teper geht auch kaum was anderes. die sollen nochmal gutes geld verdienen und dann in boxrente gehen. Demirezen hat noch mehr potential. im letzten kampf hat er auch eher unglücklich verloren. das sollte nicht das ende seiner karriere sein.

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