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Erislandy Lara ist wieder WBA-Weltmeister

Durch einen unspektakulären TKO 2 Sieg über den Mexikaner Ramon Alvarez ist der gebürtige Kubaner Erislandy Lara wieder Weltmeister des Verbandes WBA geworden. Es handelt sich dabei um den regulären Titel. Er war bereits bis April 2018 WBA-Super World Champ, verlor diesen Titel aber an Jarrett Hurd. Hurd hatte wenig Glück damit. Er gewann im Dezember 2018 nur eine leichte Titelverteidigung gegen Jason Welborn und verlor den Gürtel im Mai diesen Jahres an Julian Williams.

Der 36-jährige „American Dream“ Lara wurde 2014 von Saul „Canelo“ Alvarez knapp nach Punkten geschlagen. Gestern kam dann der Kampf gegen den 4 Jahre älteren Alvarez-Bruder Ramon. Es waren völlig andere Vorzeichen. Ramon Alvarez schien wenig motiviert zu sein, den regulären WBA-Titel überhaupt gewinnen zu wollen. Sonst wäre er nicht mit ganzen 2 kg Übergewicht zum offiziellen Wiegen gekommen.

Was der im WBA auf #6 platzierte Alvarez überhaupt in einem Titelkampf zu suchen hatte, ist mehr als fraglich. Die vor ihm gerankten Boxer, allen voran Jarrett Hurd, wären eine bessere Wahl für den Titelkampf gewesen. Ein Rematch zwischen Lara und Hurd oder einen Kampf gegen „Gold“-Titelträger Michel Soro hätten wohl auch die Zuschauer lieber gesehen.

In Runde 1 des Lara – Alvarez Kampfes passierte noch nicht viel. Im zweiten Durchgang wagte Alvarez dann mal einen  Angriff, bevor er selbst an den Seilen gestellt und von Lara heftig bearbeitet wurde. Der Ref ging dazwischen und beendete den Kampf, weil von Alvarez zu wenig Gegenwehr kam. Nur gut, dass die Zuschauer in der Halle zuvor schon einen langen Kampfabend gesehen hatten. Ansonsten wäre der Hauptkampf alleine das Eintrittsgeld kaum wert gewesen.

Nach dieser „Kurzarbeit“, ohne einen Tropfen Schweiß auf der Stirn und mit dem Gürtel über der Schulter meinte Lara, er wäre bereit gegen große Namen anzutreten. Dass auch gerne eine Gewichtsklasse höher oder tiefer. Er zielte damit auf ein Rematch gegen Canelo oder einen Kampf gegen IBF-Welter Champ Errol Spence jr. Alles, was eine gute Börse verspricht, sollte ihm wohl recht sein. Ob diese Kämpfe jemals zustande kommen, steht auf einem anderen Blatt. Die Uhr tickt für den 36-jährigen. Egal ob er gegen Canelo oder Spence jr gewinnt oder verliert: Er muss noch etwas für seine Rente tun. 

 

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