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Ergebnisse vom Freitag

Shannon Briggs vs. Zoltan Petranyi

Die alternde Box-Legende Shannon “The Cannon” Briggs 58(51)-6(2)-1 konnte gestern Abend in Panama gegen einen überforderten Zoltan Petranyi 51(16)-22(15)-0 einen K.O in Runde 1 erzielen. 91 Jahre Erfahrung standen mit dem 43 jährigen Briggs und dem 48 jährigen, aus Ungarn stammenden, Petranyi im Ring und letztendlich wirkte dieses auf 10 Runden angesetzte Duell auch wie eine Freak-Show zweier ausgebrannter Boxer die noch Schulden zu begleichen haben.

Briggs stürmte direkt auf sein Gegenüber zu, während der 1.86cm große Petranyi an den Seilen vor ihm weg lief und dann, gestellt in der Ecke, klammerte. Woraufhin “The Cannon” den Ungarn zu Boden warf und einen Schlag auf den am Boden liegenden andeutete. Für diese zweifelhafte Aktion erhielt der ehemalige Champ einen Punktabzug. Diese Situation in Runde 1 ergab sich nach lediglich 10 Sekunden und sollte die fehlende Klasse und das geringe Niveau dieses unnötigen Duells offensichtlich nochmals unterstreichen.

Anschließend gelang Briggs mit einem linken Körper-Haken nach 1 Minute der erste Niederschlag. 30 Sekunden später Niederschlag Nummer 2, durch einen rechten Körper-Haken. Petranyi hatte in keiner Sekunde eine reale Chance gegen Briggs und kam den weiten Weg aus Ungarn zum verlieren und kassieren. Glücklicherweise dauerte das Miss-Match des Abends nicht mehr lange. Kurz nach der erneuten Freigabe des Ringrichters landete “The Cannon” einen linken Haken zum Kopf des Ungarn der diesen einfach umwarf.

Zoltan “Csepi” Petranyi durfte somit seiner Bilanz Niederlage Nummer 22 hinzufügen und der in Brooklyn/New York/USA geborene und lebende Briggs “feierte” den 58-sten Sieg im 66-sten professionellen Box-Kampf.

Es ist ein Trauerspiel das manch eine ehemalige Legende es zur Prime-Zeit nicht geschafft hat sich für die Zukunft finanziell abzusichern. Hoffen wir das Briggs nie ernsthaft verletzt wird und die Boxhandschuhe an den Nagel hängt, für ein Duell gegen hochwertigere Gegner reicht es, bedingt durch fehlende Schnelligkeit, limitierte Technik und eine desaströse Defensive keinesfalls mehr aus.

 

Ovill McKenzie vs. Matty Askin

Die York Hall/Bethnal Green/London/UK diente gestern Abend als Kulisse des Cruisergewichts-Aufeinandertreffens zwischen dem 35 jährigen Ovill “The upsetter” Mc Kenzie 24(12)-12(3)-0 und dem 26 jährigen Matty “Assassin” Askin 17(10)-3(1)-0 . Auf dem Spiel standen der BBBofC British Cruisergewichts Titel sowie der Commonwealth (British Empire) Cruisergewichts Titel.

Der auf Jamaika geborene Ovill Mc Kenzie verteidigte seine Titel erfolgreich und gewann die auf 12 Runden angesetzte Paarung durch Punkte-Entscheid (116-109 / 115-111 / 113-114). Für den 1.83cm großen Normal-Ausleger war dies der dritte Sieg in Folge seit seiner T.K.O-Niederlage im August 2013 gegen Enzo Maccarinelli. Das Duell verlief eher unspektakulär und musste größenteils ohne klare Treffer oder technisch anspruchsvolle Aktionen auskommen.

Mc Kenzie führte das Gefecht aus der Ring-Mitte und versuchte mit gelegentlichen Jabs Platz für weitere Aktionen zu schaffen. Askin unterband diese Versuche meistens durch exzessives Klammern, woraufhin “The upsetter” Mc Kenzie wiederholt auf den Hinterkopf schlug, was in Runde 5 einen Punkteabzug mit sich führte. Der 1.93cm große “Assassin” Askin hätte für das inflationäre Klammern mindestens den gleichen Abzug verdient. Dies trat anschließend in der siebten Runde des Kampfes ein und wiederholte sich in Runde 8.

Gelegentliches taktisches Klammern ist ein völlig legitimes Instrument um den Kontrahenten in der Nah-Distanz Aktions-technisch zu adaptieren, zeugt bei inflationärem Gebrauch letztlich allerdings nur von fehlender Kreativität, limitierten Defensiv-Fähigkeiten und verlangsamt selbst interessant wirkende Kämpfe (z.B Klitschko vs Povetkin).

Ab der siebten Runde baute Askin konditionell immer stärker ab und stand mehr als nur einmal kurz davor ausgeknockt zu werden. Ein Zustand der sich allerdings im Verlauf der nächsten Runden wieder stabilisierte, da Mc Kenzie es nicht schaffte entschlossen und zielgenau nachzusetzen.

Auf Grund des guten Endspurtes war das Urteil, zu Gunsten des seit 2003 aktiven Box-Profis Ovill Mc Kenzie, vertretbar.

Nach diesen beiden eher schwachen Kämpfen bleibt zu hoffen das die heute stattfindenden Veranstaltungen qualitativ mehr zu bieten haben.

Autor Poi

Bild: PA

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2 Kommentare

  1. 30. März 2015 at 14:58 —

    Die Kämpfe,bzw. die Gegner die Briggs seit seinem Comeback besiegt hat waren allesamt Schrott!
    Wenn es im September tatsächlich zum Kampf gegen W.Klitschko kommen sollte,kann man nur auf einen schellen KO von Klitschko hoffen,denn sonst gibt es ein Massaker!

  2. Nächster Kampf von Briggs bestätigt. Gegner ist diesmal Karl Dall.

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