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Erfolgreiche Titelverteidigungen für Dominic Bösel und Christina Hammer!

Es war ein sehr gelungener Einstand und ein hochklassiger Box-Abend in Jena. Mit diesem Resümee setzte SES Boxing bei der Profibox-Premiere in der Sparkassen-Arena ein großes Ausrufungszeichen in der “Lichtstadt Jena”. Besonders die beiden Hauptkämpfe mit den Titelverteidigern Dominic Bösel und Christina Hammer begeisterten die Boxfans in der mit über 3000 Zuschauern so gut wie ausverkauften Sparkassen-Arena. Mit der großartigen Stimmung in der von Beginn an gut gefüllten Arena wurden auch die Mitglieder des „Team Deutschland“ zu sehr guten Leistungen motiviert.

SES-Promoter Ulf Steinforth verstärkte dieses Fazit: „Wir haben hier in Jena erstmals hochklassigen Boxsport angeboten und sehen uns in der Resonanz bestätigt. Es war eine tolle Veranstaltung mit allem was das Boxen an Attraktivität zu bieten hat. KO’s, technische Feinheiten, Spannung, Kampfeswille – eben alles was Boxen so interessant macht. Mit der großartigen Stimmung und der tollen Resonanz auch bei den TV-Zuschauern des MDR in der Live-Übertragung sehen wir uns bestätigt: Jena wird in unseren Kalender für SES Box-Events aufgenommen!“

 

Die Hauptkämpfe:

WBO Inter-Continental Championship Light Heavyweight (12 Rounds)

Dominic Bösel (78,9 kg / GER) vs. Norbert Dabrowski (78,0 kg / POL)

W PTS: 117:110, 115:113, 116:111

Er hatte sein erwartetes Heimspiel. Schon beim Einmarsch wurde Dominic Bösel aus Freyburg/ Unstrut von seinen in Hundertschaften auftretenden Fans gefeiert und nach vorne gepuscht. Motiviert bis in die Haarspitzen ging er so in seine schwere Aufgabe gegen den Polen Norbert Dabrowski, der sich als unbequemer Rechtsausleger auf das technisch hochwertige Boxen des WBO-Inter-Conti-Champions gut eingestellt hatte. Die Zuschauer sahen so ein interessantes Gefecht, das Dominic Bösel mit guten Attacken und variablen Kontern beherrschte, so Runde um Runde dominierte und mit seinem Jab den Kampf kontrollierte. Dabrowski aber steckte nie zurück, suchte seine Chance und blieb trotz eines Niederschlages in der 9. Runde gefährlich. Am Ende aber hatte Dominic Bösel als WBO-Weltranglisten Nummer 1 seine Position bestätigt, mit dem klaren Punkturteil seinen Titel zum vierten Mal verteidigt und konnte nun mit seinen Fans feiern. Auch die Einschränkung durch eine Ellenbogenverletzung war nun im Taumel des verdienten Sieges vergessen und das „Siegerbierchen“ schmeckte.

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WBO World Championship Middleweight (10 Rounds)

Christina Hammer (71,5 kg / GER) vs. Kali Reis (70,5 kg / USA)

W PTS: 98:91, 98:91, 98:91

Für die Dortmunder WBO-Weltmeisterin Christina Hammer war nach einer längeren Kampfpause die Titelverteidigung gegen Kali Reis aus den USA die gewünschte Herausforderung. Mit ihren Reichweitenvorteilen und klug aus der Distanz boxend hatte sie die Amerikanerin mit den indianischen Wurzeln kontrolliert im Griff und konterte deren teilweise ungestümen Angriffe geschickt aus. Runde um Runde baute die „Königin des Mittelgewichts“ ihre Punkteführung aus und schien bis zur letzten Runde unangreifbar in der Mission, ihre Krone zu verteidigen. Doch, kurz vor dem Ende der 10. und letzten Runde schlug dann doch noch ein rechter Haken von Kali Reis am Kopf der Weltmeisterin ein und sie musste kurz zu Boden. Schnell wieder auf den Beinen steckte Christina Hammer diesen Niederschlag weg, brachte den Kampf kontrolliert zu Ende und konnte sich über den deutlichen Punktsieg freuen. Christina Hammer: „So ist das im Boxen, eine Sekunde Unaufmerksamkeit und schon kann es einschlagen. Man kann nur daraus lernen!“

 

Das Vorprogramm:

Heavyweight (6 Rounds)

Tom Schwarz (107,4 kg / GER) vs. Vaclav Pejsar (103,5 kg / CZE)

W PTS: 60:55, 59:55, 60:54

Da hatte er endlich die “schwere” Aufgabe. Tom Schwarz, die deutsche Hoffnung im Schwergewicht, wurde von Vaclav Pejsar gefordert. Dieser Tscheche hatte von seinen vier Kämpfen alle vier durch KO gewonnen und ging entsprechend zu Werke. „Team Deutschland“-Boxer Tom Schwarz musste gerade in den beiden ersten Runden Treffer einstecken, die er so noch nicht erlebt hatte. Doch hier zeigte der aus Halle/ Saale stammende Schwergewichtler seine Qualitäten auf, besann sich auf seine technischen Mittel, seine Schnelligkeit und Schlagkraft und setzte Pejsar mit harten Schlägen und Kombinationen heftig zu. Pejsar blieb aber immer gefährlich und standfest, wollte sein KO-Serie fortsetzen und forderte so Tom Schwarz in allen Belangen. Nach den sechs Runden wurde die Überlegenheit der deutschen Hoffnung im Schwergewicht auch im Punkturteil deutlich gewürdigt!

Special Preview von PLANET DER AFFEN – REVOLUTION

Light Heavyweight (6 Rounds)

Moritz Stahl (79,2 kg / GER) vs. Vaclav Polak (77,2 kg / CZE)

W KO; Rd. 4; 1‘57

Er ist wieder da und das zeigte Halbschwergewichtler Moritz Stahl seinem tschechischen Gegner überdeutlich. Vaclav Polak, der seine letzten sieben Kämpfe nicht verloren hatte, musste schon in der ersten Runde noch 15 Sekunden erstmals auf den Boden. Nach tapferer Gegenwehr waren die Niederschläge drei und vier mit Lebertreffern das deutliche Zeichen, dass Moritz Stahl die Schlagkraft und das Distanzgefühl nach längerer krankheitsbedingter Pause nicht verloren hatte. Mit einer harten Rechten setzte Moritz Stahl aus dem „Team Deutschland“ dann in der vierten Runde dem Kampf ein spektakuläres Ende und siegte so wieder einmal in „gewohnter“ Manier mit KO. Nun könnten die größeren Aufgaben wieder anstehen!

 

Cruiserweight (6 Rounds)

Tom Pahlmann (86,0 kg / GER) vs. Ralf Sawetzki (86,6 kg / GER)

W PTS: 58:57, 58:56, 58:56

Cruiserweight (4 Rounds)

Cruisergewichter Tom Pahlmann aus Greifswald hatte mit dem bekannt “harten Hund” Ralf Sawetzki eine undankbare Aufgabe, die sein ganzes technisches Geschick forderte. Sawetzki, der immer den Vorwärtsgang einlegt, war auch durch viele Treffer, die sich in den deutlichen Spuren in seinem Gesicht „wiederspiegelten“ nicht zu beeindrucken. Auch nach sechs Runden hatte zwar „Team Deutschland“-Boxer Tom Pahlmann alle seine schlagtechnischen Mittel genutzt, konnte aber Sawetzki nicht final bezwingen und musste mit einem knappen Punkturteil gegen diesen kampfstarken Gegner leben.

 

Adam Deines (87,2 kg / GER) vs. Patrick Linkert (85,6 kg / GER)

W KO; Rd.2; 2’34

Es war sein Ziel und er hat es erreicht: Adam Deines aus dem „Team Deutschland“ wollte seinen ersten Ko-Sieg im dritten Kampf im Profigeschäft. Nach kontrollierter erster Runde setze Cruisergewichtler Adam Deines aus Salzgitter gegen Patrick Linkert in der zweiten Runde eine harte Linke auf die Leber seines Gegners und beendete so den Kampf kurz vor Ende der dritten Runde. So kann und darf es weitergehen, Adam!

 

Super Featherweight (4 Rounds)

Lucie Sedlackova (57,4 kg / CZE) vs. Karina Kopinska (58,0 kg / POL)

D PTS: 39:39, 38:38, 38:38

Aus dem neu gegründeten „SES Boxing Team Czech Republic“ war die Super-Federgewichtlerin Lucie Sedlackova in Jena zu ihrem zweiten Profikampf gegen die erfahrene Polin Karina Kopinska angetreten. In einem mitreisenden Duell forderten die beiden Boxerinnen ihren Körpern alles ab, schonten sich in keinen Belangen und boten ein tolles Gefecht mit auch schlagtechnischen Höhepunkten. Die Punktrichter werteten diesen spannenden Kampf dann mit einem Unentschieden. MDR-Box-Expertin und Ex-Weltmeisterin Regina Halmich konnte nur staunen: „Das ist erstaunlich! So im zweiten Profikampf zu boxen, das macht die Lucie schon super und ich habe sie eigentlich vorne gesehen!“

 

Welterweight (4 Rounds)

Philipp Schuster (66,6 kg / GER) vs. Sven Köhler (66,5 kg / GER)

W PTS: 40:36, 40:36, 39:38

Der Hallenser Weltergewichtler Philipp Schuster nutzte seinen Kampf gegen den Debütanten Sven Köhler, um sich nach einer längeren Pause den “Ringstaub” abzuschütteln. Mit seinem Punktsieg konnte er aber seinen Kontrahenten und eventuell zukünftigen Gegner, den Deutschen Meister Felix Lamm aus dem „Team Deutschland“, der  am Ring den Kampf beobachtete, nicht beeindrucken. „Wenn die immer so die Klappe groß aufmachen und dann er so boxt, dann mache ich mir nicht viele Gedanken“, so Lamm völlig gelassen.

Von Samira Funk

Quelle: SES Boxing

Bilder SES Boxing

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9 Kommentare

  1. 5. Mai 2015 at 21:25 —

    Das Talent was die Boxer von SES nicht haben hat immerhin die Presseabteilung von Ulf mit ihren geschönten und übertriebenen Berichten.

    • 5. Mai 2015 at 22:28 —

      Auch grammatikalisch haben die einiges auf dem Kasten. Mein Lieblingssatz ist der hier: „Wenn die immer so die Klappe groß aufmachen und dann er so boxt, dann mache ich mir nicht viele Gedanken“ xD

      • 5. Mai 2015 at 23:50 —

        Jetzt hab ich wegen dir Pap.pnase tatsächlich den ganzen Mül.l durchgelesen…. 😀

        Die Frage ist allerdings, ob der “Verfas.ser” dieses Artikels dieses Zitat im Vollsuff zusammengeschustert hat oder ob Felix Lamm tatsächlich so dumm daher redet

    • 9. November 2015 at 09:33 —

      Kali Reis hat 12 Fights und davon 5 verloren :-). Wahnsinn miss Hammer, da hätte meine Oma auch gewonnen.

  2. 6. Mai 2015 at 08:30 —

    Liest sich so interessant wie die Teilnehmer an diesem Contest…

    Von denen wird nie einer Weltmeister.

    Dominic Schnösel wird sonst wie gehuldigt, dass er die Nummer 1 der WBO ist. Kovalev würde ihn in vier Runden kaputt hauen.

    • 6. Mai 2015 at 19:29 —

      Vier Runden ist aber sehr optimistisch. Kovalev zersört Bösel in 2 Runden nachdem er am selben Abend Stevensson ausgeknockt hat…

  3. 6. Mai 2015 at 18:57 —

    ……Wir haben hier in Jena erstmals hochklassigen Boxsport angeboten…….

    Hmmm……..ich habe diese Veranstaltung zwar nicht gesehen,aber da mir die Gegner der Heimboxer mal so gar nichts sagen,war es wohl eher eine etwas zu groß geratene Kleinringveranstaltung mit Kämpfen auf Augenhöhe und das wiederum kann man dann wohl als hochklassigen Boxsport bezeichnen,oder???

  4. 7. Mai 2015 at 15:06 —

    Bösel hat sehr unfair gekämpft (wurde dafür von dzemski sogar in der Rundenpause für angemahnt “was soll das? Du bringst die Leute gegen dich auf/die Punktrichter sehen das doch auch/das ist grob unsportlich, was du machst/du willst der zweite Henry Maske sein?” wo es ja eigentlich wichtigeres gibt!), hat mich sehr enttäuscht.

    Lamm ist übrigens wirklich so rhetorisch unterbelichtet.

    Bei schwarz musste ich fast lachen, als er in der pause Panik hatte, wegen seinem 1mm cut, dzemski meint noch: “digga da ist nix, ich schwöre, kämpf weiter” schade das der Journeyman nur Luft für 1 1/2 runden hatte ^^

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