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Erfolgreiche Titelverteidigung – Manny Pacquiao macht Chris Algieri die Hölle heiß

Der Boxweltmeister Manny Pacquiao hat seinen WBO-Titel im Weltergewicht mehr als deutlich vor 13.201 Zuschauern in der ausverkauften Cotai Arena von Macao verteidigt. “Ich habe mein Bestes gegeben. Natürlich bin ich mit meinem Auftritt zufrieden.” Für „Pac Man“ war es der 57. Sieg im 64. Profikampf, davon 38 durch Knockout. Verloren hat er fünf Duelle und zwei endeten unentschieden. Nach dem Kampf zeigte sich einer der besten Boxer der Welt gut gelaunt und selbstbewusst. Bei dieser Karriere kann man auch nichts anderes erwarten: Der 35-jährige wurde als einziger Kämpfer in acht verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister.

Sein Herausforderer Chris Algieri aus den USA hatte nicht den Hauch einer Chance und musste in seinem 21. Duell die erste Niederlage einstecken. Nach dem Fight äußerte sich der 30-jährige anerkennend gegenüber dem Sieger: “Es ist nicht so sehr die Schlagkraft, die ihn auszeichnet, sondern die Variabilität seiner Schläge. Er hat einen sehr einzigartigen Stil. Es war die Hölle.” Am Ende sahen alle drei Punktrichter den Favoriten deutlich vorne und so lautete das Punkturteil: 119:103, 119:103, 120:102. Nur ein K.o.-Sieg hätte die Dominanz des Champions noch klarer aufzeigen können. Die Börse von 25 Millionen Dollar steckt er natürlich trotzdem ein, wobei sich der Verlierer mit 1,67 Millionen zufrieden geben muss.

Der Kampfverlauf: Das Kampfgeschehen bestimmte Pacquiao von der ersten Sekunde an und setzte seinen Herausforderer stets unter Druck. In der zweiten Runde zählte der erfahrene Ringrichter Genaro Rodriguez Algieri fälschlicherweise an, obwohl dieser in seiner Ringecke ausgerutscht war.

Obwohl der Herausforderer sich beweglich zeigte, konnte er dem philippinischen Box-Star nicht gefährlich werden. Dafür fehlt ihm die Schlagstärke, wobei er seine Rechte kaum einsetzte und nur mit dem linken Jab im Rückwärtsgang arbeitete. Wahrscheinlich war er froh über die Runden zu kommen und nicht K.o. geschlagen zu werden. Vielleicht war dieses Ziel bereits sein ganz persönlicher Sieg gegen den Dominator, da er boxerisch zu limitiert ist.

Denn der Chef im Ring war Pacquiao, der das Tempo machte, Kombinationen ansetzte und den größeren Mann durch den Ring scheuchte. Auf meinem Punktzettel hat er jede Runde gewonnen und ich konnte keine einzige Gefahrensituation für ihn wahrnehmen.

In der 6. Runde ging der Underdog gleich zweimal zu Boden, was sich im 9. Durchgang wiederholte. Im Stand wurde er bis acht angezählt. Die Runde darauf hatte er den Ringboden abermals vermisst und man fragte sich bereits, wann der WBO-Champ das ungleiche Duell endlich beenden würde. Doch die Ringglocke rettete das Stehaufmännchen, das sich bis zur letzten Runde durch das Gefecht hangelte.

Sicher ist es keine Schande gegen einen der besten Fighter der Welt zu verlieren, wobei diese Demontage wenig spektakulär war. Dafür fehlte der K.o.-Abschluss, der den Klassenunterschied hätte untermauern können. Dennoch war es eine glanzvolle Überlegenheitsdarbietung von „Pac Man“, der nichts dafür kann, dass ein Herausforderer auf Augenhöhe nicht gegen ihn antreten möchte: Floyd Mayweather!

Mayweather versus Pacquiao nur Wunschdenken? Für das nächste Jahr wünscht sich Pacquiao den Kampf gegen den US-amerikanischen Megastar Floyd Mayweather: “Ich denke, dass ich für ihn bereit bin. Ich möchte unbedingt gegen ihn boxen. Die Fans verdienen diesen Fight.” Natürlich steht für den Philippiner nicht so viel auf dem Spiel wie für „The Best Ever“ (TBE), der sicher ungeschlagen abtreten möchte. Unvorhersehbaren Gefahren geht man dabei gerne aus dem Weg, da sich die Fights auch ohne die stärksten Kontrahenten verkaufen.

Eher könnte „Pac Man“ gegen den 25-jährigen Jessie Vargas boxen, der auf der Undercard in Macao seinen WBA-Titel gegen Antonio DeMarco verteidigte, zumindest brachte Promoter Bob Arum diese Option ins Gespräch.

Von Samira Funk

Bild ©PA

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6 Kommentare

  1. Wenn man ein Talentloser Boxer in den USA ist, dann ist es am sinnvollsten bei Top Rank zu unterschreiben.

    Nirgendswo sonst kriegt man so schnell die großen Fights und somit das große geld, ganz einfach weil das Inz.estroulette nicht viele optionen bietet um sich nach oben zu boxen.

    Für 1,7 Mio. hätte ich mir auch von pac auf die f.resse hauen lassen. Andere Boxer haben in ihrem leben viel mehr gegner von der schweren sorte geboxt und haben bis heute niemals soviel verdient mit einem Fight wie Algieri.

  2. 24. November 2014 at 22:50 —

    Kann man so einen Artikel nicht wenigstens Morgens/Vormittags hochladen, Mr. Seitenbetreiber?
    Jetzt ist Montag Nacht und morgen Dienstag, da interessiert es gar niemanden mehr.

    Im 6. Absatz hast du einmal “den Boden vermisst”, wo es wohl “den Boden geküsst” heißen sollte, ansonsten guter Artikel, Samira.

  3. 24. November 2014 at 22:53 —

    P.S. Der Chef mag keine Frauen beim Boxen:

    boxen-heute.de/artikel/5031-der-don-juan-in-mirwarum-ich-frauenboxen-nicht-mag.html

  4. 25. November 2014 at 21:58 —

    Fallobsthammer:

    Übernimmst Du dich da nicht? Du würdest nicht mal ne Minute gegen Pacquiao auf deinen Füssen bleiben!

  5. 26. November 2014 at 00:16 —

    Und gegen Algieri mit etwas Mitleid 2 Minuten!
    Wie kann man nur so einen Blödsinn schreiben dass Algieri seine 1,7 Mio. nicht verdient hätte??
    Der war vorher in der Mitte der Topten ist erst jetzt um einige Stellen abgerutscht.
    Dass er mit Pacman der dank PPV 25 Mio.einsacken konnte, weitgehend chancenlos über die gesamte Distanz kam, lag wie bei BHop an seiner Beweglichkeit und soliden Boxtechnik ohne die er einen Provodnikov nicht besiegt hätte.

    • 26. November 2014 at 17:48 —

      Wie lange hast du denn gegen Max Schmeling im Ring durchgehalten, alter Mann?

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