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Enttäuschender Shumenov quält sich neun Runden lang mit Santiago bis zum KO-Sieg ab

Der hoch favorisierte WBA-Titelverteidiger Beibut Shumenov brauchte am Freitagabend in Las Vegas neun Runden um den eigentlich überforderten Herausforderer Danny Santiago zu stoppen. Der US-Amerikaner ging im Kampf nicht zu Boden und hatte vor dem Abbruch überraschend wenig Prügel von Shumenov bezogen, der sich damit zufrieden gab die Runden zu sammeln.

Danny Santiago suchte anfangs den Vorwärtsgang, während Shumenov wilde Konter versuchte zu setzen. Dabei entwickelten sich einige Clinches in der ersten Runde. Shumenov bestimmte das Gefecht ohne jedoch anfänglich dabei zu glänzen. Der 27-jährige Kasache tat sich schwer klare Treffer zu landen und verpasste immer wieder das richtige Timing den heran kommenden Santiago mit dem linken Haken abzukontern. Der Kampf bot den Zuschauern zu diesem Zeitpunkt dementsprechend wenig, auch wenn der Titelverteidiger eine gute Workrate an den Tag legte.

Erst in der vierten Runde gelangen ihm die ersten wirklich guten Treffer, als er zwei harte rechte Geraden am Kinn vom 38-jährigen New Yorker abprallen ließ. Dies setzte sich in Runde Fünf fort, doch insgesamt war es eindeutig zu wenig, was Shumenov zeigte. Seine Schläge waren zu unpräzise und sein Stil zu zaghaft gegen einen Gegner, den er eigentlich kurzrundig hätte ausknocken müssen. Santiago war immerhin in allen seinen vier Niederlagen vorher gestoppt worden, wovon nur die beiden gegen Zsolt Erdei und Antonio Tarver gegen Gegner mit Weltklasseformat kamen, während seine anderen beiden Bezwinger eher Durchschnittsware waren. Trotz dessen tat sich Shumenov erstaunlich schwer und Santiago gewann zunehmend an Mut, als er in der siebten Runde auch seinerseits die ersten richtig guten Treffer setzen konnte.

Insgesamt hatte der Kampf wenig zu bieten, sowohl was den Unterhaltungswert anging als auch bezüglich der technischen Qualität des Boxens. Shumenov schien nicht oft genug Schlagabtausche eingehen zu wollen und Santiago war nicht in der Lage diese zu erzwingen, auch wenn er konstant nach vorne marschierte. Der Kampf näherte sich dem Ende ohne dass sich großartig etwas änderte oder dass Höhepunkte auftauchten, und Shumenov hatte sich einen komfortablen Punktevorsprung erarbeitet. Doch in der neunten Runde erwachte dann das Kämpferherz des Kasachen doch noch, und ein kurzer Flurry von etwa zwanzig Schlägen, auf die Santiago nicht antwortete, reichte Ringrichter Tony Weeks um den Kampf  abzubrechen. Santiago war an den Seilen gestellt und verschanzte sich nur hinter seiner Deckung ohne zurück zu schlagen, doch schien nicht in direkter Gefahr zu sein zu Boden zu gehen, und beschwerte sich nach dem Abbruch auch bei Weeks.

Nichtsdestotrotz verteidigte Beibut Shumenov dadurch seinen WBA-Titel zum dritten Mal erfolgreich und feierte den zwölften Sieg seiner noch jungen Profikarriere. Nach dem Kampf bekundeten sowohl Shumenov als auch Jean Pascal, der den Kampf im Publikum beigewohnt hatte, Interesse an einem Aufeinandertreffen.

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4 Kommentare

  1. Peddersen
    30. Juli 2011 at 06:51 —

    Noch mal lektorieren vllt.

  2. Tom
    30. Juli 2011 at 07:07 —

    Tja so etwas kommt dann dabei raus wenn man sich einen vermeintlich schwachen Gegner für eine TV aussucht,das war nur Murks von Shumenov!

  3. Baron
    30. Juli 2011 at 11:21 —

    Grosser Name,kleine Leistung.

  4. alpsboxing
    1. August 2011 at 22:22 —

    Hab mir den Kampf gerade angesehen.
    Shumenov hätte so gegen Brähmer keine Chance gehabt.
    Er war aber nicht zu feig auswärts zu kämpfen.
    Bin gespannt ob das gegen Erdei etwas wird.

    ps weiß jemand mehr zu Brähmer – lt. Trainer Tim “hält er sich in seiner Heimtstadt fit”. Wäre schade wenn er aufhören würde.

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