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„El Chino“ Maidana – doch keine Rückkehr in den Ring

Ein Beitrag von FW

„El Chino“ Maidana – doch keine Rückkehr in den Ring

Entgegen anderslautender Berichte, die über ein mögliches Comeback des ehemaligen WBA-Weltmeisters im Halbweltergewicht und Weltergewicht Marcos Maidana spekuliert hatten, hat Maidana das nun im Interview verneint. Grund für die Vermutung, dass Maidana wieder im Ring stehen würde, war ein kurzer Clip, den Maidana selber ins Netz gestellt hatte. In der Videosequenz war der Argentinier bei der Pratzenarbeit zu sehen, forderte anschließend Floyd Mayweather, Amir Khan, Saul Alarez und Manny Pacquiao heraus.

Offenbar nur ein Joke. Im Gespräch mit der argentinischen Tageszeitung „La Nación“ erklärte „El Chino“ Maidana jetzt, dass eine  Rückkehr in den Ring nie ein Thema für ihn gewesen sei: „Viele haben die Handschuhe an den Nagel gehängt und sind später wieder zurückbekommen. Ich werde mein Wort nicht brechen. Mir geht es gut. Ich habe mich zurückgezogen und es ist vorbei.“

Rund 10 Jahre stand Maidana als Profi im Ring. Lukrative Jahre, vor allem die Kämpfe gegen „Money“ Mayweather brachten ihm Geld ein, wenngleich die Börse – gemessen an Mayweathers Einnahmen – sehr klein war: Maidana bekam für den ersten Fight eine Gage von rund 1,5 Millionen Dollar, Mayweather strich 32 Millionen ein. Trotzdem sagt Maidana heute: „Ich vermisse das Boxen nicht. Es war ein Job. Die Kämpfe mit Mayweather haben mir geholfen, mich früh zurückzuziehen.“

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Mittlerweise ist „El Chino“ selber Boxpromoter und hat zum Beispiel seinen kleineren Bruder Fabian unter Vertrag. Die eigene Erfahrung als Boxer will der 35-jährige natürlich auch seinem Boxstall zugutekommen lassen: „Die meisten Promotor interessieren sich nicht sonderlich für ihre Boxer. Alles, was sie wollen, ist dass sie kämpfen. Manche Boxer werden wie Müll behandelt. Es ist mir als Boxer selber passiert, ich durfte nicht mal am selben Tisch sitzen, als wir alle zusammen zum Essen gingen. Aber Du musst den Mund halten, damit niemand wütend wird.“

Ein Problem sieht „El Chino“ auch bei den Verhältnissen in Argentinien: „Das größte Problem ist das Sparring. In den USA berechnen Sparringspartner Geld. Hier wollen wir immer noch, dass das Sparring umsonst ist.  Und ich würde es vorziehen, wenn amerikanische Trainer hierher kommen und nicht, dass unsere Boxer dorthin gehen.“

Dem Boxen wird „El Chino“ – zumindest als Promoter – also erhalten bleiben. Marcos kleiner Bruder Fabian trifft am 12. Januar im Estadio Polideportivo in Buenos Aires, seiner Heimatstadt, auf Jaider Parra aus Venezuela, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Der Name Maidana wird also auch in Zukunft immer wieder in den Boxringen zu hören sein.

 

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