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Einige Ergebnisse vom Samstag

Die wohl beste und erbittertste Schlacht des Samstags lieferten sich Ocscar Valdez und Scott Quigg. Obwohl der Titel nur für Valdez zur Debatte stand, tat Scott Quigg Alles, um dafür zu sorgen, dass der Mexikaner seinen WBO-Gürtel im Federgewicht verliert. Beide lieferten sich eine rücksichtslose Ringschlacht und waren nach 12 Runden schwer gezeichnet. Zu Anfang kam Valdez besser in den Fight. Danach kam Quigg auf und zeigte, weshalb er die Lange Reise nach L A angetreten hat.

In Runde 11 versuchte es Quigg mit “dreckigem” Boxen. Er versetzte Valdaz einen eindeutigen Tiefschlag. Valdez bekam Zeit sich zu erholen und revanchierte sich im Rest der Runde mit einer heftigen Tracht Prügel für Quigg, der froh sein konnte das die Pausenglocke bald kam. Auch die letzte Runde ging an Valdez, der damit jeden Zweifel an seinem Punktsieg im Keim erstickte. Die überwiegende Zahl der meist engen Runden gaben die Punktrichter an den Titelverteidiger, der so zu einem souveränen Punktsieg (118:110, 2x 117:111) kam.

Bei der gleichen Veranstaltung meldete sich Schwergewichtler Andy Ruiz jr zurück und fertigte dabei seinen Gegner Devin Vargas mit einem KO1 ab. Ebenfalls vorzeitig (KO 7) endete der Kampf um zwei kleinere Titel zwischen Alex Saucedo und Abner Lopez. Ebenfalls um zwei kleinere Titel kämpften Andy Vences und Erick de Leon im Super-Federgewicht. Dieser Kampf bekam von den Punktrichtern ein Unentschieden. Die einzige Frau im Top-Rank Boxstall, Mikaela Mayer, besiegte ihre Gegnerin Maria Semertzoglou aus Griechenland per KO1. Auch die weiteren Kämpfe der Veranstaltung endeten meistens per KO1, was nicht unbedingt für die Qualität der ausgesuchten Gegnerschaft sprach.

Bei einer weiteren Veranstaltung in den San Antonio / USA konnte Mickey Garcia dem Kasachen Sergey Lipinets den IBF-Gürtel im Super-Leichtgewicht abnehmen. Garcia siegte recht eindeutig nach Punkten mit 116:111 und 2x 117:110. Dabei war der Titelverteidiger in Runde 7 einmal am Boden. Trotz dieses Niederschlags und der deutlichen Punktwertung muss man Lipinets eine gute Leistung bescheinigen. Garcia hatte einfach die besseren Hände im Ziel und konnte so die Punktrichter von sich überzeugen.

Bei der gleichen Veranstaltung gab es das Rematch zwischen dem Kubaner Rances Barthelemy und dem Weissrussen Kiryk Relikh. Im ersten Kampf gab es einige Zweifel wegen dem Punktsieg von Barthelemy. Ím Rematch ging es um den vakanten WBA-Titel im Super-Leichtgewicht. Relikh präsentierte sich als der bessere Mann im Ring und siegte verdient mit 117:110 und 2x 118:109. Der fehlende Punkt geht auf den Punktabzug zurück, den der Kubaner wegen einem Tiefschlag in Runde 7 kassierte.

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Hier ein paar Highlights:

Die Sauerland-Veranstaltung in Dänemark hatte den Frauenkampf zwischen der 24-jährigen Lokalmatadorin Dina Thorslund und der 50-jährigen New Yorkerin Alicia Ashley als Main-Event. Dabei hatte die Sauerland-Boxerin mit der mehr als doppelt so alten Gegnerin mehr Probleme, als man vielleicht aufgrund des Alters von Ashley erwarten konnte. Die gebürtige Jamaikanerin zeigte recht deutlich, weshalb sie auch „Slik Ashley“ genannt wird. Der Kampf wurde mit 97:93 und 2x 96:94 für die Heimboxerin bewertet, die damit WBC-Interim-Weltmeisterin im Super-Bantamgewicht ist. Alica Ashley kann auf jeden Fall erhobenen Hauptes nach Brooklyn ins „Gleasons Gym“ zurück kehren und ihren Job als Trainerin fortsetzen.

Die für diesen Kampf vorgesehene „richtige“ Weltmeisterin, Fatuma Zarika aus Kenia, ist im Moment verletzt. Sobald die Kenianerin wieder boxen kann, soll es zwischen Thorslund und Zarika in einem Entscheidungskampf darum gehen, wer denn nun die wirkliche Weltmeisterin ist.

Boxen war am vergangenen Samstag auch in Deutschland stark angesagt. Es gab Veranstaltungen in Berlin-Spandau, Karlsruhe, Braunlage, Bochum, Espelkamp. Gütersloh und Mainz. Das zum Teil sogar mit kleineren und größeren Titelkämpfen als Highlight. Offenbar ist Mitte März die richtige Zeit für alle Boxer/innen, die nach der Weihnachtspause im Januar voll in das Training für ihren nächsten Fight eingestiegen sind.

 

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3 Kommentare

  1. 13. März 2018 at 17:00 —

    Mickey Garcia geht mir auf den Strich, dieser elende Coward….er ist der größte Coward nach Glenbuteronelo …immer auf der Suche nach dem Easy Way Out der Mickey

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