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„Ein Matchup wie in einem Videospiel“

„Ein Matchup wie in einem Videospiel“

Sagt Alfy Smith.Und der müsste es eigentlich wissen. Besser wissen sogar. Denn Smith gehört schon seit Urzeiten zum Trainerteam von Roy Jones jr. Trotzdem hat Alfy Smith erklärt, die Gegnersuche von Oscar De La Hoya könne eigentlich beendet werden. Der Grund: der zwölfmalige Weltmeister Roy Jones jr würde gerne gegen Oscar De La Hoya antreten.

„Ich habe heute mit Roy gesprochen und er fühlt sich großartig und ist bereit, gegen Oscar De La Hoya zu kämpfen”, erklärte Alfy Smith in einem Interview: „Ich weiß, dass sie aufgrund der verschiedenen Gewichtsklassen nie gegeneinander gekämpft haben, aber jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, um den Fans einen großartigen Kampf zu bieten.“

Warum ausgerechnet jetzt der perfekte Zeitpunkt wäre, hat Smith leider nicht verraten. Möglicherweise, weil gerade Ebbe in der Kasse von Roy Jones jr herrscht. Schon nach dem Showkampf gegen Mike Tyson, bei dem er gerüchteweise immerhin weit mehr als 3 Millionen US-Dollar bekommen haben soll, sagte Jones jr: „Vielleicht können wir das ja noch mal machen.“

 „Die Fans auf der ganzen Welt lieben Roy Jones jr und Oscar De La Hoya!“ hat Alfy Smith noch erklärt: „Das ist ein großartiger Kampf, ein aufregendes Matchup, das man nur in einem Videospiel erwarten würde Jetzt haben wir die Chance, es Wirklichkeit werden zu lassen.“

Ich persönlich denke, in einem Videospiel wäre die Begegnung auch besser aufgehoben, als am 3. Juli 2021. Während die Meinungen der Boxfans über „Seniorenkämpfe“ weit auseinandergehen und es durchaus die Ansicht gibt, man solle die Ex-Weltmeister im Ruhestand doch noch Geld verdienen lassen, sind die Boxberichterstatter weniger angetan.

Mark Kriegel von ESPN sieht das Ganze zum Bespiel so: „Kämpfer werden mit der Zeit besser, mit Erfahrung und Reife, aber in der Regel nicht mit dem Alter. Deshalb kann ich die Begeisterung über die Rückkehr von Oscar De La Hoya nicht teilen – falls es sie überhaupt gibt.“

Und eine wichtige Erkenntnis hält Kriegel auch noch bereit: „Was den Boxsport plagt, ist nicht die Welle der “Schaukämpfe” an sich. Nein, es sind die alten Kerle. Ehemalige Kämpfer, die ihre besten Jahre schon Jahrzehnte hinter sich haben und den Kampfsportlern das Rampenlicht wegnehmen, die gerade erst in ihre besten Jahre kommen. Der Boxsport kann nicht überleben, geschweige denn wachsen, wenn seine Vergangenheit  die Gegenwart und die Zukunft verdrängt.“

Bei einer noch laufenden Umfrage von „badlefthook.com“, in der es darum geht, ob Boxfans bereit wären, Geld auszugeben, um Oscar De La Hoya kämpfen zu sehen, haben bislang 69% der Teilnehmer mit „Nein“ geantwortet. Lediglich 12 % stimmten mit „Ja“ und weitere 19% meinten: „Kommt auf den Gegner an“.

Schwer zu glauben, dass sich das Ganze für De La Hoyas Medienpartner Triller lohnt. Zumal Roy Jones jr sicher nicht für Kleingeld antreten möchte.

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