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Efe Ajagbe – Gegner Curtis Harper steigt schon vor dem ersten Schlag aus dem Ring

Etwas außergewöhnlich endete am Freitag Abend der Schwergewichtskampf zwischen dem gebürtigen Nigerianer Efe Ajagbe (6(5)-0-0) und dem Amerikaner Curtis Harper (13(9)-6(3)-0). Beide Boxer begrüßten sich wie üblich im Ring durch berühren der Handschuhe, aber als der Kampf dann losgehen sollte, ging Harper in seine Ecke zurück und stieg aus dem Seilgeviert.

Dieser „Kampf“ der dann am Ende eigentlich gar keiner war, fand am Freitag in Minnepolis / Minnesota statt. Es sollte ein weiterer Aufbaukampf für den 24-jährigen Efe Ajagbe werden, der 4 seiner bisher 5 Gegner schon in Runde 1 abgefertigt hatte. In den Hauptkämpfen traten die bekannten Boxer Caleb Truax und Willie Monroe jr gegen machbare Gegner an.

Mit so einen „Kampfausgang“ hatte wohl Keiner gerechnet. Wie sich später heraus stellen sollte, gab es angeblich Unstimmigkeiten wegen der Kampfbörse für Harper. Der 30-jährige aus Jacksonville / Florida verlies aus Protest den Ring. Das es unter den Umständen überhaupt dazu kam, diesen Kampf zu starten, ist ungewöhnlich. Normalerweise ist vor dem Betreten des Rings klar, wer welche Börse bekommt. Sollte Harper erst im Ring erfahren haben, dass seine Börse für ihn inakzeptabel ist? Wohl kaum. Unbestätigten Gerüchten zu Folge soll Harpers Börser auf 1/4 des ursprünglich vereinbarten Betrages gekürzt worden sein. Offenbar wollte er deswegen absichtlich „ein Zeichen setzen“. Es sah wie ein öffentlicher Protest oder Streik aus. Er wollte angeblich mehr „Respekt“. Das er sich damit keinen Gefallen getan hat, sollte klar sein. Das hätte man bestimmt auch anders lösen können.

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Nate Campbell, der Trainer von Harper sagte, dass er „peinlich berührt“ sei. „Dieser Mann hat sich selbst, seine Frau und mich nicht respektiert!“ Der Promoter der Veranstaltung. Leon Margules, gab bekannt, dass Harper nun gar keine Börse bekommen wird. Margules war von Harpers Verhalten überrascht: „Er hat einen Vertrag unterschrieben und damit dem Kampf zugestimmt. Das erste mal, dass ich von Geldproblemen gehört habe war, als er den Ring verlassen hat.“ Selbst Lennox Lewis teilte den Kampf der keiner war auf Twitter mit der Bemerkung: „@AjagbaEfe came ready for war, but #CurtisHarper said otherwise!“ Ebenfalls auf Twitter äußerte sich auch Dave Coldwell, der Trainer von Tony Bellew: „Boxen … erwarte das Unerwartete! Ich kann nicht sagen, dass ich das schon mal gesehen habe!“

Der Aufsicht führende Verband „Minnesota Office of Combative Sports“ hatte jetzt die Qual der Wahl, den Kampf zu bewerten. Auf den ersten Blick war es ein „No Contest“, weil der Kampf eigentlich gar nicht stattgefunden hat. Ebenso wäre ein TKO1 möglich, weil Harper in Runde 1 aufgegeben und den Ring verlassen hat. Ebenso möglich: Disqualifikation wegen unsportlichem Verhalten. Man entschied sich für Letzteres.

Hier der Kampf, der keiner war:

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2 Kommentare

  1. 26. August 2018 at 11:29 —

    Dinge gibt es……

    Vielleicht hatte Harper einfach nur die Hosen gestrichen voll?!
    Mal gespannt ob das eine Sperre nach sich zieht?

    • 26. August 2018 at 21:28 —

      Angeblich hat man hat Harper einen Tag vor dem Kampf 3/4 der Börse gestrichen. Kein Wunder, dass er nicht boxen wollte. Sowas kommt immer wieder mal vor. Das war noch harmlos, im Gegensatz zu anderen Ereignissen.

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