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Edgar Sosa weiter in der Comebackspur – Ungefährdeter Punktsieg über Okubo

Am Samstagabend verteidigte Ex-Halbfliegengewichtstitelträger Edgar Sosa in Monterrey in Mexiko seinen „International“ Fliegengewichtstitel der WBC erfolgreich gegen Masafumi Okubo und näherte sich damit einen weiteren Schritt einem erneuten Titelkampf an, nachdem er vor ziemlich genau einem Jahr umstritten durch die Folgen eines Kopfstoßes in seiner elften Titelverteidigung seinen Titel an Rodel Mayol verloren hatte. Sosa besiegte den Japaner einstimmig und ganz souverän nach Punkten in einem ordentlichen, aber nicht unbedingt aufregenden Kampf.

Okubo trat in seinem dreiundzwanzigsten Profikampf das erste Mal außerhalb Japans an, und war bereits früh nicht nur von dem Moment, sondern vor allem mit seinem Gegner überfordert. Denn Sosas überlegene Technik und vor allem seine bessere Beinarbeit legten schnell den Grundstein für den Erfolg. Der Mexikaner war schlichtweg öfter in Position zu schlagen, nutzte verschiedene Winkel intelligenter und hielt im Gegensatz zu Okubo stets die Balance. Okubo ging in einer etwas ungewöhnlichen Grundhaltung gebückt vorwärts und übte Druck aus, während beide anfangs versuchten ihren Jab zu etablieren, was Sosa jedoch besser gelang.

Er landete in den anfänglichen Runden und eigentlich über die größten Strecken des Kampfes die präziseren und härteren Schläge und schien Okubo stets einen Schritt voraus. Seine stärkste Runde erwischte er in der Vierten, als er einen Klassenunterschied aufzeigte. Okubo präsentierte sich äußerst bemüht und mit viel Herz, blieb aber vor allem in dieser Runde ohne Antwort. Es wirkte häufig ein wenig so, als würde Okubo immer nur auf Sosa reagieren, während der Mexikaner agierte, als sähe sich Okubo nach guten Aktionen von Sosa gezwungen auch ein wenig was zu zeigen, tat dies aber immer in einem etwas niedrigeren Gang.

Zwar ging wohl auch die eine oder andere Runde an Okubo, doch Sosa zog nach Punkten langsam davon und zeigte immer wieder zum richtigen Zeitpunkt kurze Phasen, in denen er ordentlich aufdrehte und ansonsten knappe Runden zu seinen Gunsten drehte, etwa wie die starke Schlussoffensive in der siebten Runde, in der im Übrigen auch Okubos Lippe aufplatzte, was jedoch ohne weitere große Folgen blieb. In der Runde zuvor war Okubo das erste Mal im Kampf kurz leicht angeschlagen gewesen, hatte sich aber auch schnell wieder erholen können.

Sosa steuerte auf einen klaren Punktsieg zu, obwohl sich Okubo nie aufgab, unbändigen Willen zeigte, und zum Schluss sogar den etwas frischeren Eindruck machte. Möglicherweise konnte sich der Japaner sogar die letzten beiden Runden sichern, doch für einen Sieg reichte es definitiv nicht. Die Punktrichter sahen es sogar noch etwas deutlicher und machten Sosa mit 120-108, 119-109 und 118-110 zum Sieger, was relativ akzeptable, wenn auch etwas zu deutliche Punkturteile waren, die aber nicht wirklich widerspiegelten, wie viel Gegenwehr Okubo Runde um Runde geboten hatte.

Edgar Sosa fuhr damit seinen vierten Sieg seit seinem Titelverlust ein und darf auf eine Titelchance gegen Pongsaklek Wonjongkam, die uneingeschränkte Nummer Eins des Fliegengewichts hoffen, was ein spannender und viel versprechender Kampf für alle Boxfans wäre.

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