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Eddie Hearn plant Kampfmarathon

Eddie Hearn plant Kampfmarathon

Der britische Boxpromoter Eddie Hearn hat verraten, wie er den Boxsport in seinem Heimatland wieder in Gang bringen will, sobald es möglich ist. Hearn plant mehrere „Geisterkämpfe“ ohne Zuschauer. Und das innerhalb kurzer Zeit. Allerdings muss das British Boxing Board of Control zustimmen.

„Wir arbeiten daran, Ende Juni oder Anfang Juli hinter verschlossenen Türen zu boxen.“ hat Hearn britischen Medien offenbart: „Wir sind dabei, eine einzigartige Umgebung für die Rückkehr des Boxens zu schaffen.“ Falls der Dachverband des professionellen Boxens in Großbritannien und die zuständigen Regierungsstellen das Projekt „durchwinken“, könnte Hearn schon Anfang Mai Details bekanntgeben. Voraussetzung: die Beschränkungen für „Versammlungen“ werden gelockert.

„Wir müssen aufgrund der medizinischen Anforderungen vorsichtiger sein als andere Sportarten wie Darts oder Snooker.“ ließ Hearn verlauten und verkündete auch, wie das funktionieren soll: „Es wird unsere eigene Umgebung sein, die wir für einen Zeitraum von wahrscheinlich vier bis sechs Wochen schaffen. Wir werden eine Reihe von Shows inszenieren. Es ist definitiv ein einzigartiges Projekt. Es gibt noch viel zu tun, aber ich möchte jetzt nicht zu viel an unsere Mitbewerber verraten!“

Nun bleibt abzuwarten, welche Begegnungen Hearn gerne als „Geisterkämpfe“ inszenieren würde. Man kann wohl davon ausgehen, dass Straßenfeger wie Anthony Joshuas WBA-, IBF- und WBO-Titelverteidigung im Schwergewicht gegen Kubrat Pulev oder Derek Chisoras Kampf gegen Oleksandr Usyk und Dillian Whyte vs Alexander Povetkin nicht darunter fallen. In Frage käme möglicherweise der Kampf von Josh Kelly gegen David Avanesyan und Terri Harpers WBC-Titelverteidigung im Superfedergewicht gegen Natasha Jonas.

Wie Eddie Hearn weiter ausgeführt hat, würde Anthony Joshua zwar gerne in Großbritannien gegen die bulgarische „Cobra“ antreten, doch es gäbe durchaus die Option, mit dieser Begegnung ins Ausland zu gehen: „Einige Länder werden ihren Sportbetrieb früher wieder aufnehmen als andere“ erklärte der Matchroom Boxing-Boss sinngemäß: „Ich bin mir in Bezug auf Saudi-Arabien nicht sicher,  ob wir sagen können, dass der Pulev-Kampf dort stattfinden kann, aber wir können sagen, dass der Pulev-Kampf in einem alternativen Land zu Großbritannien stattfinden könnte, wenn Großbritannien nicht bereit ist.“

Anthony Joshua hat im Gespräch mit Chris Mannix von DAZN erklärt, er brenne darauf, mit Kubrat Pulev in den Ring zu steigen. Auch wenn das hinter verschlossenen Türen und für weniger Geld stattfände: „Wirtschaftlich gesehen muss ich einen harten Schlag einstecken. So wie der Rest der Welt auch. Ich würde auch für 8 Millionen Dollar weniger kämpfen. Und zwar ohne einen Gedanken daran zu verschwenden!“

 

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