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Eddie Hearn: Katie Taylor und Amanda Serrano kämpfen im April in New York

Fotos: Independent.ie und Serrano Privat

Die irische Internetseite „independent.ie“ berichtet, dass Eddie Hearn den lange erwarteten Kampf zwischen „seiner“ Boxerin Katie Taylor aus Irland und der in New York lebenden Puerto Ricanerin Amanda Serrano für April in Aussicht gestellt hat. Dieser zu Recht als Mega-Kampf angekündigte Frauenfight soll im Barcleys Center New York stattfinden.

Kurze Rückblende: Bereits im Oktober 2018 gab es in Boston einen Kampf Taylor vs Serrano. Damals kämpfte die Irin allerdings gegen Cindy Serrano, die ältere Schwester von Amanda. Das Ergebnis war recht eindeutig. Trotz vollmundiger Ankündigungen aus dem Serrano-Lager beschränkte sich Cindy Serrano darauf über die Runden zu kommen und tat so gut wie nichts, was Taylor hätte gefährlich werden können. Das Ergebnis war dann mit drei Mal 100:90 für Taylor recht eindeutig. Cindy Serrano schien nur ein Programm runter zu spielen, ohne etwas riskieren zu wollen. Nach dem Kampf, man kann fast sagen wie einem Drehbuch nachempfunden, ließ Amanda Serrano keine Zeit verstreichen und forderte Katie Taylor heraus.

Das schien auch das langfristig angepeilte Ziel der Serrano Schwestern zu sein. Cindy Serrano ebnete den Weg für eine „Rache“ ihrer Schwester an Katie Taylor. Der Plan ging auf. Amanda Serrano bekam dann tatsächlich einen Vertrag mit Eddie Hearn für die 3 nächsten Kämpfe. Zwei davon sind bereits erledigt und im dritten Kampf sollte es dann zu der Begegnung zwischen Katie Taylor und Amanda Serrano kommen.

Amanda Serrano ist in ihrer Karriere bereits in 7 Gewichtsklassen Weltmeisterin geworden. Sie hat kein Problem damit, sich der geforderten Gewichtsklasse anzupassen und legt in jedem Kampf eine starke Performance hin. Die 31-jährige stand bisher 39 Mal im Ring und siegte 27 Mal vorzeitig. Einen Kampf verlor sie nach Punkten und ein Kampf endete mit einem Unentschieden. Die Niederlage gegen die Schwedin Frida Wallberg konnte sie nicht in einem Rematch korrigieren, weil Wallberg gleich im nächsten Kampf gegen Diana Prazek eine schwere Kopfverletzung erlitt und den Boxsport aufgeben musste.

Aktuell ist vorgesehen, dass Amanda Serrano am 30. Januar in Miami einen Kampf über 8 Runden gegen die Brasilianerin Simone da Silva bestreiten wird. Ob dieser Kampf tatsächlich stattfindet oder Serrano sich auf den Kampf gegen Taylor im April konzentrieren wird, ist noch nicht bekannt.

Katie Taylor (15(6)-0-0) war eine sehr erfolgreiche Amateurboxerin. Die jetzt 33-jährige Leichtgewichtlerin aus Bray / Irland war Europameisterin in den Jahren 2005, 2006, 2007, 2009, 2011 und 2014. Sie war Weltmeisterin in den Jahren 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014. Im Jahr 2012 holte sie sich Olympia-Gold in London. Taylor wechselte 2016 zu den Profis und wurde in ihrem 5. Profikampf gegen die Deutsche Nina Meinke WBA-Weltmeisterin. Mittlerweile hat sie alle 4 Titel der großen Verbände auf sich vereint. Die Ergebnisse der letzten beiden Kämpfe gegen Delfine Persoon (96:96, 96:94, 95:95) und Christina Linardatou (97:93, 96:9, 97:93) sorgten für Diskussionen, weil Taylor von den Punktrichtern offensichtlich bevorteilt wurde. Eine Revanche zu beiden Kämpfen war ein Thema, wurde bisher aber wegen der anstehenden Begegnung mit Serrano erst einmal auf Eis gelegt.

Amanda Serrano hat gute Chancen, nicht nur eine für das Frauenboxen enorme Börse von 250 000 Dollar abzufingern, sondern auch Taylor die 4 Gürtel im Leichtgewicht abzunehmen. Die Irin hat vielleicht die nötige Kondition 10 Runden auf hohem Niveau zu boxen, aber Serrano hat die Power, ihre Gegnerin mit harten Treffern mürbe zu machen. Was sie kann, bewies sie im Kampf gegen Eva Voraberger, die bereits in Runde eins nach einem schweren Treffer auf den Rippenbogen KO ging. Die Österreicherin kam nach dem Kampf mit Verdacht auf eine Fraktur ins Krankenhaus, wo sich das Ganze dann aber doch „nur“ als schwere Rippenprellung herausstellte. Das Ergebnis der Begegnung zwischen Taylor und Serrano ist völlig offen. Zu hoffen ist dabei nur, dass die Punktrichter unvoreingenommen urteilen werden, falls der Kampf über die vollen 10 Runden gehen sollte.

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1 Kommentar

  1. 28. Januar 2020 at 16:23 —

    Wieso nicht in Saudi-Arabien?

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