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EC Boxing geht mit Zuversicht ins Jubiläumsjahr 2020

Es ist mal wieder soweit: zwölf Monate harte Arbeit liegen hinter dem Team von EC Boxing, immer auf der Suche nach dem nächsten großen Kampf, der nächsten großen Veranstaltung, der nächsten großen Idee, um den Boxstall aus der Hansestadt Hamburg eine Stufe nach oben zu führen. Die Situation im deutschen Boxsport ist keine leichte, doch die Köpfe um Promoter Erol Ceylan lassen sich davon nicht entmutigen. 2019 ist ein Beleg dafür, dass man mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann.

Sebastian Formella krönt sich zum Weltmeister

Das absolute Highlight aus Sicht von EC Boxing ereignete sich zur Jahresmitte. In der Hamburger CU Arena bekam Deutschlands Vorzeige-Weltergewichtler Sebastian Formella seine verdiente WM-Chance. Der 32-Jährige, der hauptberuflich Containerbrücken steuert und daher den Spitznamen „Hafen-Basti“ verpasst bekam, traf dabei auf den damals amtierenden IBO-Champion Tulani Mbenge. Angefeuert von seinen grandios aufgelegten Fans, die die Halle im Stadtteil Neugraben in einen Hexenkessel verwandelten, setzte sich Formella in einem engen Gefecht tatsächlich durch.

Der Jubel kannte danach keine Grenzen mehr und setzte sich bis in die frühen Morgenstunden fort. Ein außergewöhnlicher Erfolg für das sympathische Nordlicht, das nun ein gehöriges Wort mitsprechen möchte in der prestigeträchtigen Gewichtsklasse bis 66,678 kg. Den nächsten Schritt geht Formella am 18. Januar, wo er sein gewonnenes WM-Gold erstmals in die Waagschale wirft. Er wird dabei auf Roberto Arriaza aus Nicaragua treffen – ein physisch imposanter, schlagstarker Gegner, der keineswegs zu unterschätzen ist.

Tickets für die gemeinsame Veranstaltung mit SES sind online bei www.reservix.de erhältlich.

Schwergewichtige Neuzugänge

EC Boxing ist seit Jahren bekannt dafür, gerade den schweren Jungs des Boxsports eine vielversprechende Plattform zu bieten. Diesem Ruf folgten gleich mehrere neue Gesichter. Für Michael Wallisch war es gar ein Wiedersehen, nachdem dieser bereits zu Beginn seiner Profilaufbahn in Hamburg unter Vertrag stand und von EC Boxings Chef-Coach Bülent Baser betreut wurde. Zu ihm gesellten sich in diesem Jahr auch noch Ex-Europameister Erkan Teper und Jack Mulowayi aus Belgien. Für sie alle wird 2020 ein wegweisendes Jahr. Erol Ceylan selbst macht kein Geheimnis daraus, dass ihm die Königsklasse sehr am Herzen liegt.

EC Boxing goes international

USA, Türkei, Frankreich, Australien – auf dem gesamten Globus verteilt waren die Athleten von EC Boxing in 2019 aktiv. Als Highlight ist sicherlich der Auftritt von Christian Hammer im Barclays Center in Brooklyn, New York zu betrachten. Anfang März traf der 32-jährige Schwergewichtler dort auf den gefürchteten Kubaner Luis „King Kong“ Ortiz. Hammer zog sich dabei achtbar aus der Affäre und unterlag der K.o.-Maschine aus Miami (von 31 Siegen ganze 26 vorzeitig) nach Punkten.

Diese Performance verschaffte Hammer in den Staaten einiges an Anerkennung – gut möglich, dass man ihn im nächsten Jahr wieder dort in Aktion sehen wird.

Ebenfalls eine gute Visitenkarte hat Ali Eren Demirezen in den USA abgegeben. Nach einem beherzten Kampf unterlag er dem hoch gehandelten Talent Efe Ajagba nach Punkten. Eine wichtige Erfahrung auf so großer Bühne – mit ihm wird 2020 definitiv zu rechnen sein.

Talente auf dem Vormarsch

Auch der Nachwuchs der Boxpromotion im Herzen von Hamburg machte in den letzten zwölf Monaten von sich Reden. Der zweifache Olympia-Teilnehmer Erik Pfeifer konnte seine ersten 15 Monate im Profigeschäft erfolgreich gestalten. Dies gipfelte im November mit dem Gewinn des WBO-EM-Titels gegen Adnan Redzovic. Die Milacic-Brüder Nikola und Danilo konnten mit Siegen ebenfalls weiter ihren Weg nach oben bestreiten. Beide werden 2020 im Schwergewicht angreifen.

Zahlreiche Auszeichnungen

Die harte Arbeit von EC Boxing fand auch in der gesamten deutschen Boxszene Anklang. Bei den Herqul Awards im Oktober konnte man gleich drei Auszeichnungen mit nach Hause nehmen. Während Erol Ceylan und Steffen Soltau als Promoter respektive Manager des Jahres geehrt wurden, war es vor allem für Sebastian Formella ein große Ehre, vor den Augen des Publikums im Besenbinderhof in Hamburg zum Boxer des Jahres gekürt zu werden und sich dabei gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt zu haben.

Ausblick auf 2020

Das kommende Jahr wird besonders werden für das Team von Erol Ceylan, immerhin wird das zehnjährige Bestehen gefeiert. Das Jubiläums-Jahr soll dazu dienen, um den nächsten Schritt nach vorne zu gehen. Für Ceylan steht aktuell vor allem die Veranstaltung am 18. Januar im Fokus, die durch eine Kooperation mit SES und dem MDR zustande gekommen ist: „Diese Box-Gala soll ein Wendepunkt im deutschen Boxsport darstellen. Wir gehen auf andere Promoter zu, sind gewillt, die großen Kämpfe zu organisieren. Das ist uns bereits mit dem Duell zwischen Dominic Bösel und Sven Fornling gelungen und wird uns auch in Zukunft gelingen.“

Wenige Wochen später wird es am 8. Februar gleich mit dem nächsten Kracher weitergehen, wenn Firat Arslan in der EWS Arena in Göppingen seinen langersehnten WM-Kampf erhält. Er trifft auf den IBO-Weltmeister im Cruisergewicht, Kevin Lerena. Mit einem Sieg könnte Arslan als ältester Weltmeister der Boxhistorie (49 Jahre) in die Geschichtsbücher eingehen. Doch er wird nicht der einzige aus der ECB-Familie sein, der große Triumphe anstrebt. 2020 kann kommen.

Foto und Quelle: ECB

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