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Easter vs Barthelemy endet mit Draw

Easter vs Barthelemy endet mit Draw

Der Hauptkampf gestrigen Abends im Cosmopolitan of Las Vegas zwischen Robert Easter und Rances Barthelemy, in dem es gleich um zwei vakante Leichtsgewichtstitel ging, endete unentschieden.

Im Vorfeld hatten beide Kämpfer „große Sprüche“ geklopft. Easter hatte von seinen guten Vorbereitungen gesprochen und einen klaren Sieg angekündigt: „Wir hatten ein tolles Trainingslager. Ich bin jetzt hungriger als je zuvor, wieder in den Ring zu kommen und allen zu zeigen, dass ich es verdient habe, ganz oben zu sein.“ Barthelemy hatte im Gegenzug ebenfalls angekündigt, das Seilgeviert als Sieger zu verlassen: „ … ich kann alles. Ich kann lang und kurz boxen, ich habe Power und ich habe gegen gute Leute im Ring gestanden!“

Beide haben gute Siege in ihrem boxerischen Lebenslauf: Easter gegen Robert Commey, Javier Fortuna und Denis Shafikov, Barthelemy schlug Kiryl Relikh, Mickey Bey und Shafikov und beide brauchten eigentlich einen weiteren Sieg, um sich zu positionieren.

Im diesem Fight war davon leider nichts zu sehen: Boxfans, die den Fight live im Cosmopolitan in Las Vegas verfolgt hatten, äußerten sich enttäuscht und vermuteten, es sei der langweiligste Kampf der vergangenen 100 Jahre gewesen. Barthelemy verbrachte den größten Teil der Begegnung damit, sich rückwärts zu bewegen und außerhalb der Reichweite von Easter zu bleiben.

Nach 12 geboxten Runden standen für Easter 54 Treffer bei 415 Schlägen zu Buche, Barthelemy hatte 52 von 328 gelandet. Am Ende wertete Tim Cheatham 115-113 für Easter,  Eric Cheek sah Barthelemy mit 115-113 vorne und Glenn Trowbridge hatte es 114-114.

Nach der Urteilsverkündung fühlten sich beide Boxer ungerecht bewertet,  Barthelemy schüttelte den Kopf, Easter behauptete, er habe viel Druck gemacht und sei der Sieger: „Ich glaube, ich habe genug getan, um diesen Kampf zu gewinnen, aber die Richter haben das anders gesehen.”

Barthelemy wiederum erklärte, er habe einen Kampf von Easter  erwartet, aber keinen bekommen: „Wir waren auf einen anderen Robert Easter vorbereitet, einen, der angreift”, sagte Barthelemy. „Aber er ist nicht aufgetaucht, also konnte ich meine Strategie nicht umsetzen.” Trotzdem glaubte Barthelemy an seinen Sieg. Am Ende sagte Easter dann: „Ich hätte nichts gegen einen Rückkampf!“, was hoffentlich nicht passieren wird.

Wie ein Kollege nach dem Kampf treffend äußerte: „Das Aufregendste war Barthelemys gelbes Haar!“

 

 

Auf der Undercard dieses Hauptkampfes zeigte Viktor Postol im Superleichtgewicht, dass man  trotz seiner Niederlagen gegen Terence Crawford und Josh Taylor noch mit ihm rechnen muss. Postol dominierte seinen Gegner Mohamed Momoune und hatte bis zu fünften Runde alles unter Kontrolle.

Ab da kam Mimoune besser in den Kampf, der Franzose konnte gute Treffer setzen, was sich im weiteren Verlauf des Fights fortsetzte. Postol hatte sich allerdings einen komfortablen Vorsprung auf den Punkezetteln erarbeitet, sodass  Mohamed Mimoune nur noch durch einen Knockout hätte gewinnen können.

Punktrichter Robert Hoyle  wertete am Ende 99-91, Patricia Morse Jarman 98-92 und Benoit Roussel 97-93.

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1 Kommentar

  1. 28. April 2019 at 14:34 —

    Habe den Kampf nicht gesehen, anscheinend auch nichts verpasst, das Urteil überrascht mich aber dennoch.
    Na ja, manchmal soll es einfach nicht sein das sich ein guter Kampf entwickelt.

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