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Dyah Davis gewinnt Langweiler gegen Alfonso Lopez einstimmig nach Punkten

In einem sehr schwachen Kampf zweier Supermittelgewichtler setzte sich am Freitagabend Dyah Davis gegen Alfonso Lopez durch. Nach zehn unterhaltungsarmen Runden sprachen die Punktrichter dem aktiveren und rundum besseren Davis den Sieg einstimmig nach Punkten zu.

Die Zuschauer sahen eine äußerst actionarme erste Runde und zwei anscheinend nervöse Boxer, von denen keiner die Initiative übernehmen wollte. Dyah Davis, Sohn von Howard Davis Jr., einem der besten Amateurboxer aller Zeiten, agierte etwas aggressiver und ließ zumindest ab und zu in der Auftaktrunde seine Fäuste fliegen, während Alfonso Lopez nur durch den Ring zirkelte und kaum schlug. Davis sicherte sich somit mit wenig Arbeit die erste Runde, in der laut CompuBox nur fünf Treffer ihren Weg ins Ziel fanden. Auch in der zweiten Runde zog das Tempo nur langsam an, und Davis blieb der Aggressivere und Aktivere.

Lopez, dessen einzige Niederlage vor sieben Monaten per Majority Decision gegen Ex-Mittelgewichtschamp Kelly Pavlik kam, ging in der dritten Runde dann etwas mehr in die Offensive, doch die meisten seiner Angriffe resultierten in Clinches, in denen beide Boxer keine Arbeit verrichteten. Der 30-jährige Dyah Davis, der erst mit 22 Jahren angefangen hatte zu boxen und keine Amateurerfahrung aufweisen kann, blieb von zwei schwachen Boxern in den ersten vier Runden der Bessere und baute eine klare Führung nach Punkten auf ohne dafür viel bieten zu müssen.

Das Clinchfest förderte bald erste vereinzelte Buhrufe des Publikums zu Tage, was jedoch die Boxer kaum dazu veranlasste einen besseren Kampf zu liefern. Die Großzahl der Schläge verpuffte auf halbem Weg und nach vielen Attacken verfielen die Boxer in Clinches, auch wenn es ab der sechsten Runde langsam zumindest ein wenig ansehnlicher wurde. Davis blieb dabei der bessere Mann und war damit nach Punkten schon beinahe uneinholbar vorne. Lopez ließ jeglichen Willen den Kampf zu gewinnen vermissen und fand sich damit ab ereignisarme Runden abzuliefern und zu verlieren ohne mehr Risiko zu gehen und einen Weg zum Sieg zu suchen.

Es dauerte acht Runden bis Alfonso Lopez schließlich einen nennenswerten Treffer landete, als er aus dem Nichts heraus eine starke rechte Gerade ins Ziel brachte. Er sah sich davon jedoch nicht angespornt, und so blieb es eine einzelne gute Aktion inmitten einer zehnründigen Demonstration von Ideenlosigkeit. Als es schließlich in die erlösende letzte Runde ging, lag Davis uneinholbar nach Punkten vorne und musste nur stehen bleiben um den Kampf zu gewinnen, was bei dem bisherigen Stil von Lopez kaum ein Problem darzustellen schien. Und so brachte auch die zehnte Runde keine neuen Erkenntnisse mehr, und Alfonso Lopez ergab sich in die Niederlage ohne Dyah Davis gefährlich zu werden. Die Punktrichter, die einen leichten Job mit diesem Kampf hatten, hatten das Urteil schnell gefällt und erklärten Davis mit 100-90, 100-90 und 99-91 zum Sieger.

Davis feierte damit seinen einundzwanzigsten Profisieg bei zwei Niederlagen. Lopez musste hingegen seine zweite Niederlage hinnehmen, nachdem ihn zuvor nur Kelly Pavlik hatte bezwingen können.

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