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Dubois vs Joyce – Kampf überhaupt noch in diesem Jahr?

Der ursprünglich für den 11. April angesetzte Kampf der beiden Briten Daniel Dubois (14(13)-0-0) und Joe Joyce (10(9)-0-0) könnte sich noch weiter nach hinten verschieben, als bisher angenommen. Erst war die Rede von einer Verschiebung um 2 Monate. Später setzte man noch einen Monat drauf und es soll nun am 11. Juli gekämpft werden. Doch auch das ist fraglich. Joyce Manager Sam Jones sagte gegenüber dem „Mirror“: Wir haben zwar dieses Datum, aber ich bin nicht zuversichtlich, dass es dabei bleiben wird.

Noch ist nicht absehbar, wann und unter welchen Bedingungen überhaupt wieder große Boxveranstaltungen stattfinden werden. Das ist nicht nur in Großbritannien so. Bei Titelkämpfen ist davon auszugehen, dass man so lange warten wird, bis für alle Beteiligten wieder halbwegs annehmbare Bedingungen herrschen und der durch vermehrte Kontrollen und Vorsichtsmaßnahmen vergrößerte Aufwand sich rechnen lässt. Schließlich geht es um Profiboxen um Geld und es wird gewiss nicht im stillen Kämmerlein ausgetragen. Zwischen Dubois und Joyce sollen der britische und der vakante EBU-Titel im Schwergewicht ausgetragen werden.

Die Veranstalter leben nicht allein von eventuellen Übertragungsrechten, sondern sind auch auf die Ticketeinnahmen angewiesen. Das setzt voraus, dass möglichst viele Zuschauer den Kampf live in einer Halle verfolgen. Im Moment ist völlig offen, wie das in der nächsten Zukunft laufen soll. Werden die Zuschauer alle auf ihre Körpertemperatur gescannt? Werden nur Leute in die Halle gelassen, die schon beim Ticketkauf nachweisen konnten, dass sie nicht von Corona Virus befallen sind? Wer soll das alles kontrollieren? Oder wird so lange gewartet, bis wieder die alte Normalität eingekehrt ist? Das könnte sich bis zum Jahresende hinziehen.

Dubois kämpfte im Dezember 2019. Joyce stand zuletzt im Juli im Ring. Für ihn könnte daher die Zeit bis zum Kampf gegen Dubois etwas zu lang sein. In seinem Fall wäre ein Zwischenkampf, womöglich auch ohne Publikum, eine gute Option. Er wird zu so einem wichtigen Kampf wie gegen Dubois nicht mit Ringrost antreten wollen. Joyce wäre auch bereit, gegen Dubois hinter verschlossenen Türen zu kämpfen, doch dazu ist Dubois Promoter Frank Warren nicht bereit. Vielleicht sollten auch beide Boxer einen Zwischenkampf einlegen, um keine Spinnweben anzusetzen.

Bereits jetzt wird darüber diskutiert, wie die Boxveranstaltungen in der nächsten Zeit aussehen werden. Es ist kaum auszumalen, wie das überhaupt funktionieren soll. Es soll natürlich so bald wie möglich wieder Boxveranstaltungen geben. Es soll aber auch das höchste Maß an Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Erste Ideen gibt es bereits: Die Veranstaltungen werden auf 5 Kämpfe pro Card begrenzt. Ringrichter und Trainer sollen Masken tragen. Die Boxer dürfen im Ring nicht spucken. Zumindest sollen diese Regelungen in Großbritannien kommen.

Ist das alles etwas zu viel Vorsicht? Wie wird das in anderen Ländern aussehen? Rechnen sich Kämpfe hinter verschlossenen Türen überhaupt? Wird überhaupt irgendwann einmal wieder die gleiche Normalität bei Boxveranstaltungen, z.B. mit dicht an dicht gedrängten Zuschauern einziehen, wie vor der Corona-Krise?

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2 Kommentare

  1. 8. Mai 2020 at 15:11 —

    Dann könnte doch auch Marko huck wieder im spiel sein?

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