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„Draw“ bei Lara vs Castaño

Ein Beitrag von FW

„Draw“ bei Lara vs Castaño

Auch, wenn er nicht so viel Beachtung fand, wie der Schwergewichtskampf von Christian Hammer gegen Luis Ortiz, so war die Begegnung von Brian Carlos Castaño und Erislandy Lara im Superweltergewicht doch der Hauptkampf des Abends im Barclays Center in New York.

Fast ein Jahr hatte der Kubaner Erislandy Lara nach seiner Niederlage gegen Jarrett Hurd im Kampf um den WBA-Superchamp-Gürtel und die Titel der Verbände IBF und IBO im Superweltergewicht nicht mehr im Ring gestanden. Insider sahen in Lara trotzdem den leichten Favoriten, allerdings stand der 35-jährige auch unter dem Druck, zu beweisen, dass er nach wie vor einen Platz an der Weltspitze verdient hat. Mit dem 29-jährigen WBA-Champion Brian Castaño hatte Lara allerdings keinen leichten Gegner vor den Fäusten. Der noch ungeschlagene Argentinier hatte sich bislang zwar gut verkauft, aber auch noch keinem Gegner vom Format eines Erislandy Lara gegenübergestanden.

12 Runden lang wogte das Gefecht zwischen den beiden Boxern hin und her, Lara punktete aus der Distanz, Weltmeister Castaño marschierte und versuchte, Lara zu stellen. Der war zeitweise vielleicht zu inaktiv und verschenkte möglicherweise damit einen Sieg. Nach dem Schlussgong hoben beide Kontrahenten die Arme, um wenig später festzustellen, dass sie keinen Grund zum Jubeln hatten: die Wertung lautete am Ende Unentschieden.

Punktrichter Kevin Morgan hatte es 115 – 113 für Castaño, John McKaie 115 – 113 für Lara und Julie Lederman wertete 114 – 114. Nicht nur die über 7.000 Zuschauer im Barclays Center waren irritiert, auch beide Boxer zeigten sich enttäuscht. “Es war ein großartiger Kampf, aber ich habe heute Nacht acht Runden gewonnen”, sagte Lara unmittelbar nach dem Fight, dessen hohes Tempo sich bin in die Schlussrunde hinzog: „Meine Schläge waren klarer und effektiver. Er hat zwar Druck gemacht, aber ich habe ihn beherrscht!“ Auch Brian Carlos Castaño zeigte sich enttäuscht: „Es war ein guter Kampf. Ein Kampf der Stile, aber ich habe gewonnen!“ ließ Castaño übersetzen: „Ich habe das Gefühl, ich bin beraubt worden. Wenn er das Rematch will, gebe ich ihm das Rematch!”

Bleibt abzuwarten ob es zu einem Rückkampf kommt, denn bei der WBA scheint es mehr Titel als Boxer im Superwelter zu geben: Brian Castaño bleibt mit seinem Sieg über Erislandy Lara Weltmeister, Jarret Hurd ist Super-Champion, der Franzose Michel Soro ist WBA Gold Champion.

Erislandy Lara hat zwar eindrucksvoll bewiesen,  dass er es “noch draufhat”,  mit  nunmehr fast 36 Jahren wird es für den gebürtigen Kubaner aber trotzdem langsam eng.  Ein Sieg über Castaño hätte noch einmal die Türen zu weiteren großen Kämpfen geöffnet. So muss sich Lara fragen, wohin die Reise gehen soll.

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10 Kommentare

  1. 4. März 2019 at 13:51

    beherrscht?!? hahahaaa
    herrlich. er rennt die ganze Zeit weg und klammert bei jeder Gelegenheit und in seiner Welt ist das ein “beherrschen”. Ist der Typ bescheuert.
    An den Schreiber: “wogte hin und her”… diese Worte sind
    reserviert für die Beschreibung einer dickbrüstigen, heißen Joggerin, die an einem vorbeiläuft 😉

    • 5. März 2019 at 06:03

      und der andere rennt die ganze Zeit auf ihn drauf und versucht ihn bei jeder Gelegenheit mit Schlägen einzudecken und in seiner Welt ist das ein “beherrschen”.
      beschäftige dich doch noch mal damit worum es beim Boxen eigentlich geht…

      • 5. März 2019 at 08:10

        Wenigstens weiß Castaño wofür er das Geld bekommt, wenn er in den Ring steigt und was er zu tun hat. Weglaufen ist nunmal eine Reaktion auf Angst, auch wenn du krampfhaft dir das zurechtbiegen möchtest, damit du deinen Anblick morgens im Spiegel erträgst, weil Wegrennen zu deinem Leben gehört… Ringintelligenz…
        haaahahahaaaaaa

  2. 5. März 2019 at 00:06

    @ Adrenalinmonster

    Danke für den Hinweis. Beim nächsten Artikel über eine Joggingeinheit von “Bigbaby” Miller würden wir aber auch gerne
    “wogte hin und her” schreiben. Wär das ok?

    • 5. März 2019 at 05:55

      Typen wie Adrenalinmonster ist das egal ob das Objekt der Begierde männlich oder weiblich ist.
      Hauptsache die Oberweite stimmt!

      • 5. März 2019 at 08:15

        ich weiß, du bist NICHT selbstreflektierend, ABER versuche mal über folgendes nachzudenken. Warum willst du dich immer mir gegenüber behaupten?
        Stelle ich eine Bedrohung dar? Warum fühlst du dich sooo klein, dass du meine Person brauchst, um dein Selbstwertgefühl zu stabilisieren?

    • 5. März 2019 at 08:12

      Hey, ist doch OK, wenn du schwul bist. Schreibe ruhig über hüpfende Männertitten.

  3. 5. März 2019 at 09:11

    @ Adrenalinmonster

    Deine Toleranz beruhigt mich ungemein.

    • 5. März 2019 at 09:16

      Deine fehlende Wahrnehmung für einen offensichtlichen und harmlosen Scherz und das tiefe Bedürfnis es lieber als einen persönlichen Angriff anzusehen, sollte dich in erster Linie beunruhigen.

  4. 5. März 2019 at 21:25

    @ Adrenalinmonster

    Mich irritiert eher der Umstand, dass es Dir vor allem darum zu gehen scheint, alles und jeden zu beleidigen, der hier in Erscheinung tritt. Ich – an Deiner Stelle – würde mir überlegen, ob es Sinn macht, weiterhin als König der Verbal-Berserker in Erscheinung zu treten. Vielleicht solltest Du Dir ein Podium suchen, wo man diese Art der “Kommunikation” schätzt. Und damit beziehe ich mich weniger auf Deinen launigen “Scherz”, sondern mehr auf Dein allgemeines Auftreten auf dieser Seite. Wenn Ihr Euch gegenseitig Worthülsen über den Schädel zieht, finde ich es schon reichlich befremdlich. Wenn die Redaktion von Boxen.de betroffen ist, fühle ich mich persönlich angegriffen. Es gibt da einen schönen Satz, den Du sicher während Deiner journalistischen Ausbildung verinnerlicht hast: Entscheidend ist nicht, wie es gemeint war, sondern wie es ankommt.