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Dopingfall Dillian Whyte – WBC weiß von nichts

Dopingfall Dillian Whyte – WBC weiß von nichts

Wie der World Boxing Council am gestrigen Tag hat verlauten lassen, ist dem Boxverband bis dato keinerlei offizielle Information darüber zugekommen, dass Dillian Whyte positiv getestet wurde. In einer Mitteilung des WBC heißt es:

„Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Pressemitteilung hat die WBC von niemandem eine Benachrichtigung über einen positiven Anti-Doping-Test erhalten, der angeblich von Dillian Whyte im Zusammenhang mit dem Kampf gegen Oscar Rivas um das WBC-Interim-Schwergewicht am vergangenen Samstag durchgeführt wurde. Die WBC hat die BBBofC als örtlich zuständige Behörde, die diesen Kampf beaufsichtigt, gebeten, der WBC alle verfügbaren Informationen offiziell zur Verfügung zu stellen. Die Veranstalter des Kampfes beauftragten die Voluntary Anti-Doping Association (VADA) mit der Durchführung von Anti-Doping-Tests vor und nach dem Kampf für beide Kämpfer. Der WBC ist nicht bekannt, dass die Ergebnisse des Tests, die VADA bisher erhalten hat, irgendwelche nachteiligen Ergebnisse erbracht haben. Die WBC hat das Clean Boxing Program erstellt, das von der VADA verwaltet wird und eine der obersten Prioritäten unserer Organisation darstellt. Die WBC wird keine Kommentare zur aktuellen Situation abgeben, bis sie die ordnungsgemäße, formelle Mitteilung der BBBofC erhalten hat.“

Etwas irritiert zeigte sich Yvon Michel. Der französisch-kanadische Boxpromoter, der auch Rivas unter Vertrag hat, erfuhr erst nach dem Kampf über Berichte im Internet davon, dass der Gegner seines Boxers gedoped war. „Up to this moment nobody on the concerned parties have confirmed or denied to us this information.“ ließ Michel bei Twitter seinem Unmut Luft: „Bis jetzt hat uns noch keine der beteiligten Parteien diese Information bestätigt oder verneint!“  Und Oscar Rivas verlangt, dass die Niederlage gegen Whyte aus seiner Kampfstatistik gelöscht wird.

Vermutlich unter dem Druck der Öffentlichkeit hat das British Boxing Board of Control, der Dachverband des professionellen Boxens in Großbritannien, nun eine eher nichtssagende Erklärung veröffentlicht:

„British Boxing Board of Control Anti-Doping-Verordnungen

Die UKAD führt alle Anti-Doping-Verfahren im Auftrag der BBBoC durch. Alle Feststellungen, Entscheidungen, Suspendierungen und Sanktionen werden von der BBBoC Kontrollbehörde im Einklang mit der UKAD durchgeführt. Es wird zu diesem Zeitpunkt kein weiterer Kommentar abgegeben.”

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Das liest sich ein bisschen wie: jemandem den Schwarzen Peter zuschieben. Whytes` Promoter Eddie Hearn sagte am gestrigen Abend in einem Interview in einem bei  iFL TV, Whyte werde Licht ins Dunkel bringen und seine Version der Ereignisse in einer Erklärung am heutigen Freitag abgeben.

Zumindest eine kurze Wortmeldung von Dillian Whyte hat es bislang gegeben. Whyte zeigte sich vor dem Hintergrund zahlreicher negativer Kritiken und Anfeindungen enttäuscht. Bei Twitter postete der 31-jährige:

 

Auf Deutsch etwa: “Ich bin sehr enttäuscht über den Müll, der in den vergangenen Tagen über mich erzählt worden ist. Meine Anwälte beschäftigen sich mit dem Thema  und mir wurde gesagt, dass ich aus rechtlichen Gründen nicht darüber sprechen kann. Ich wurde für den Kampf freigegeben und habe den Fight anständig und ehrlich gewonnen. Vielen Dank für die Unterstützung.”

Mittlerweile gibt es auch Gerüchte darüber, mit was Whytes gedoped haben soll: es handelt sich angeblich um das anabole Steroid Dianabol, das Fettverbrennung und Muskelaufbau unterstützt.

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8 Kommentare

  1. 26. Juli 2019 at 21:12 —

    Hatte sich diese F***e nicht vor kurzem noch abfällig über das angebliche Drogencheating AJs geäussert?

  2. 26. Juli 2019 at 22:24 —

    Mal sehen ob es überhaupt ein vergehen ist. in letzter zeit entpuppten sich die meisten Doping anschuldigungungen als haltlos (charr, sturm ect:) und die boxer wurden freigesprochen.

    • 27. Juli 2019 at 21:15 —

      … und nun fang mal an nachzudenken, warum das so läuft …

      • 27. Juli 2019 at 22:01 —

        weil es rechtsstaatlich Prinzipen gibt? weil jeder unschudig ist bis die schuld bewiesen ist? weil in dubio pro reo gilt?
        weil es legitim ist als beschuldigter den besten verteidiger zu nehmen und jedes Schlupfloch zu suchen. Leistungssport ist immer im grenzbereich. auch das was du zu dir nimmst ist im grenzbereich. gerade noch nicht verboten. oder eben drüber. und ich glaube den meisten Sportlern dass sie bei vielen gar nicht wissen was sie da nehmen.

      • 28. Juli 2019 at 01:11 —

        Against All Odds..
        Etwas viel verlangt, findest Du nicht..?

  3. 26. Juli 2019 at 22:25 —

    Es war bestimmt nur ein Steak.

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