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Donaire demontiert Sidorenko eindrucksvoll

Keine vier Runden brauchte Pound-For-Pound Star Nonito Donaire bei seinem Debüt im Bantamgewicht um Ex-Weltmeister Wladimir Sidorenko zu stoppen. Donaire schlug den Ukrainer drei Mal zu Boden, dominierte den Kampf nach Belieben und setzte ein großes Ausrufezeichen.

Sidorenko, der von 2005 bis 2008 seinen WBA-Bantamgewichtstitel sechs Mal erfolgreich verteidigt hatte, und in 26 Profikämpfen nur zwei Niederlagen gegen Anselmo Moreno hatte hinnehmen müssen, ging als klarer Außenseiter in den Kampf und war auch von Anfang an chancenlos. Donaire konzentrierte sich anfangs auf seinen guten Jab, landete aber bereits in der ersten Runde den ersten harten Treffer als Sidorenko ihm zu nahe kam und Donaire ihn mit einem linken Haken abkonterte. Der Philippine setzte direkt nach und traf Sidorenko nach Belieben. Den Jab vernachlässigte er nun komplett, da er mit unvorbereiteten rechten Geraden und linken Haken jetzt stets sein Ziel fand. Kurz vor Schluss war es eine Overhand Right am Ende einer Kombination, die Sidorenko brutal zu Boden schickte. Der Ukrainer sah kampfunfähig aus, kam aber noch einmal auf seine wackligen Beine zurück und hatte dann Glück, dass die Runde bereits um war, so dass Donaire nicht noch einmal nachsetzen konnte.

Donaires Schnelligkeit und Schlagkraft machten auch danach weiter den Unterschied aus, aber Sidorenko versteckte sich auch nicht, sondern zeigte sein Kämpferherz und versuchte dagegen zu halten. Die zweite Runde verlief insgesamt ruhiger, da Nonito Donaire seinen Jab wieder mehr einsetzte und auf Fehler von Sidorenko wartete. So einen machte er als er gegen Ende der Runde zu offen war und eine Kombination, die in einem weitern harten linken Haken mündete, entgegen nehmen musste. Sidorenko konnte nur ab und zu selber Treffer setzen, denen aber auch die Schlagkraft fehlte um Donaire wirklich aufzuhalten.

Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann der Kampf gestoppt werden würde, und in der dritten Runde musste Sidorenko zum zweiten Mal zu Boden. Als er eine rechte Gerade schlug, konterte Donaire ihn erneut ab und landete einen perfekten, blitzschnellen linken Haken. Sidorenkos Gesicht sah inzwischen besorgniserregend entstellt aus. Schon nach der ersten Runde war es stark rot angelaufen, und nun begann es auch anzuschwellen und stellenweise aufzuplatzen.

Zur vierten Runde kam Sidorenko aber noch einmal heraus. Ein linker Haken gefolgt von einer rechten Geraden zum Kinn läuteten dann aber endlich das Ende ein. Sidorenko taumelte benommen ein paar Schritte zurück und ging dann schmerzverzerrt auf ein Knie herunter. Der Ringrichter begann ihn anzuzählen, brach dann aber den Kampf ab, da er sah, dass es keinen Sinn mehr machte das ungleiche Gefecht fortzuführen. Sidorenkos Kampfgeist war komplett gebrochen, und seine Gesundheit hätte ernsthaft auf dem Spiel gestanden, hätte man Donaire erlaubt ihn weiter zu verprügeln.

Sidorenko musste damit seiner erste vorzeitige Niederlage hinnehmen, während Nonito Donaire direkt mit seinem Aufstieg in die neue Gewichtsklasse ein Ausrufezeichen setzte. Im exzellent besetzten Bantamgewicht dürfte der 28-Jährige eine gewichtige Rolle mitsprechen, und es sieht so aus als würde er gleich gegen die Nummer Eins der Gewichtsklasse antreten dürfen. Für den 19. Februar ist bereits ein Kampf gegen Fernando Montiel geplant, der sich durch seinen Sieg über Hozumi Hasegawa nicht nur zum Topmann der Gewichtsklasse hoch katapultierte, sondern auch den Eingang in diverse Pound-For-Pound Listen fand, und zudem nun die WBC- und WBO-Gürtel hält. Laut Ring Magazine trifft damit in einem wahren Topkampf der gewichtsklassenübergreifend fünftbeste Boxer der Welt auf den Siebtbesten.

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2 Kommentare

  1. gewaar
    5. Dezember 2010 at 15:01 —

    Schade, Sidorenko war mit seinen spektakulären Kämpfen eine Bereicherung. Wird jetzt wohl die Handschuhe an den Nagel hängen

  2. carlos2012
    5. Dezember 2010 at 19:52 —

    Donaire ist echt in guter Boxer…daumen hoch

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