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Don King wird 85 Jahre alt

 

Kaum ein anderer Promoter hat jahrzehntlang den Boxsport so mitbestimmt wie der umtriebige Don King. Wenn man ihn früher sah, dachte man wohl zuerst an irgendwelche halbseidenen bis kriminellen Machenschaften. Heute ist er der ruhige, ewig grinsende und Fähnchen schwingende alte Mann.

Donald King wurde als 5. von 6 Kindern einer Arbeiterfamilie in Cleveland geboren. Als er gerade 10 Jahre alt war, starb sein Vater bei einem Unfall. „Don“ King musste sehr frühzeitig zusehen, wie er etwas zum Unterhalt der Familie beiträgt. Er verkaufte Süßwaren und legte den Tüten Nummernlose bei. So kam es, dass er mit illegalem Glücksspiel in Verbindung kam, was er dann zu seinem Hauptberuf machte.

King hat 2 Menschenleben auf dem Gewissen. Im Jahr 1954 tötete er einen Einbrecher, der eines seiner Wettbüros ausrauben wollte. Dabei kam er vor Gericht mit Notwehr davon. Im Jahr 1967 tötete er einen seiner Mitarbeiter, der ihm Geld schuldete. Dabei ging er „im Affekt“ sehr brutal vor und schlug den bereits am Boden liegenden Mann bis ein Polizist ihn von ihm wegzog. Der Geschädigte erwachte nicht wieder aus dem Koma und starb nach wenigen Tagen. Don King wurde wegen Mord zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil wurde dann auf Totschlag und 15 Jahre Gefängnisstrafe abgemildert. Von diesen 15 Jahren saß King nur knapp 4 Jahre ab. Nach einem Treffen zwischen dem Richter und Kings Anwalt wurde er vorzeitig auf Bewährung entlassen. Die Staatsanwaltschaft wurde in diese Entscheidung nicht mit einbezogen. Was genau zwischen den Anwälten und dem Richter verhandelt wurde, ist bis heute nicht bekannt.

Seine Promoterkarriere begann mit einem Zufall. Er wollte „etwas Gutes tun“ und für das Krankenhaus in Cleveland Spenden sammeln. Zu diesem Zweck überredete er Muhammad Ali zu einem Showkampf. Es sah was da an Spendenaufkommen gab und wie die geschäftlichen Zusammenhänge waren. Das Boxgeschäft lag ihm. Er konnte dabei seine finanziellen Kontakte zu Mafiafamilien einsetzen. Weltweite Bekanntheit erlangte er 1974 als Organisator des Kampfes „Rumble in the Jungle“ zwischen Ali und Foreman. Hier gab es Unterstützung von der Regierung im damalien “Zaire“ (Heute: Republik Kongo). Ein Jahr später gabe es den „Thrilla in Manila“ zwischen Ali und Frazier. Dieser Kampf wurde großzügig vom damaligen philippinischen Präsidenten Marcos finanziert.

So erfolgreich er mit seinen Veransatltungen und Boxern war, so viel Ärger gab es auch mit ihm. Er hat im Laufe seiner Karriere über 200 mal wegen Vertragsstreitigkeiten vor Gericht gestanden. Viele seiner ehemals „besten Pferde im Stall“ lassen kein ganzes Haar an ihm. Man sagt ihm sogar scherzhaft nach, er trage seine Sturmfrisur nur um seine Hörner zu verstecken.

Kings Dauerrivale ist Bob Arum, der bis heute erfolgreich in der ersten Liga des Boxsports mitmischt. Um Don King ist es ruhiger geworden. Er hält Beteiligungen an Boxern und auch an anderen Boxställen wie z. B. Kathy Duvas „Main Events“. Hin und wieder ersteigert er auch schon mal Kämpfe um sie dann doch nicht stattfinden zu lassen.

Im Jahr 2007 gab es eine Privataudienz bei Papst Benedikt in Rom. Er übergab einen Boxgürtel und einen von ihm selbst verfassten Brief. Was der Inhalt dieses Briefes war, ist selbstverständlich vertraulich behandelt worden. King-Kritiker meinten salopp, er habe seine Sünden schriftlich gebeichtet und den Papst um Vergebung gebeten.

Don King ist Vater von 3 Kindern und erfreut sich mit seinen nun 85 Jahren immernoch guter Gesundheit. Ob der Boxsport der letzten ohne oder mit ihm besser dagestanden hätte, bleibt im Nebel. Auf jeden Fall hat er das Boxen in den USA für lange Zeit geprägt wie kaum jemand anders.

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4 Kommentare

  1. So ein “wretched, slimy, reptilian motherlover” wird bestimmt Jahrhunderte alt…

  2. 21. August 2016 at 01:36 —

    Ein Jahr später gabe es den „Thrilla from Manila“…fast..
    Thrilla in Manila

    • 21. August 2016 at 07:05 —

      ahhaahahahahaha….
      min. ein knaller hat fuchsi immer parat…………

      don king vs greedy bob
      wer wird mehr schw.änze in der hölle lu.tschen???

      TED:
      1. don “da shithou.se”
      2. bob “i sell my mom”

      oder
      3. adolfo vietje glietschko….

    • 21. August 2016 at 14:33 —

      Ja gut, Schreibfehler passieren in der Eile. Aber trotzdem Danke für den Hinweis.

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