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Don King: 2 Millionen Dollar Verlust wegen Absage

Wegen des abgesagten Kampfes um den WBC-Interim-Titel zwischen Bermane Stiverne und Alexander Povetkin sei Stiverne ein finanzieller Verlust von 2 Millionen Dollar entstanden. Das verkündet laut einem Bericht von „allboxing.ru“ zumindest Don King, der die Interessen des Kanadiers vertritt.

Don King gab an, dass Stiverne 1,5 Millionen Dollar Börse verloren gegangen sind. Darüber hinaus haben er und sein Team ca. 300 – 400 Tausend Dollar in die Vorbereitung investiert. Dazu kamen noch die Reisekosten für Stiverne und das ganze Team. Unterm Strich kommen nach Kings Rechnung so 2 Millionen Dollar Verlust zustande. Ob Don King den russischen Promoter Andre Ryabinski auf Schadensersatz verklagt, hat er noch nicht entschieden. Man erinnere sich: Vor nicht all zu langer Zeit hat Ryanbinski Don King auf Schadenersatz verklagt, weil der Rückkampf zwischen Lebedev und Jones wegen Jones positiven Doingtest kurz vor dem Kampf abgesagt werden musste.

Der Verband WBC hatte nach dem Bekanntwerden des positiven Dopingtestst von Povetkin sofort entschieden, den Kampf nicht zu sanktionieren. Bedeutet: Povetkin und Stiverne hätten durchaus gegeneinander boxen können, aber eben nicht um den WBC-Interim-Titel. Stiverne zog es vor abzureisen. Povetkins Manager hat binnen 24 Stunden einen Ersatzgegner einfliegen lassen. Der Kampf zwischen Povetkin und dem Franzosen Johann Duhaupas endete mit einem KO 6 Sieg des Russen.

Jetzt das beinahe Groteske an dieser Angelegenheit: Laut „allboxing.ru“ lag die Konzentration der verbotenen Substanz Ostarine in der Probe von Povetkin im Billionstel Gramm Bereich (!!!). Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass eine kaum nachweisbare Menge dieses Stoffes auch nur irgend eine Dopingwirkung gehabt haben kann. Alle anderen Proben von Povetkin seien sauber gewesen. Povetkin beteuert nach wie vor seine Unschuld und weiss nicht, wie es zu diesem positiven Ergebnis seiner Dopingprobe kommen konnte.

Der beste Joke an dieser Sache ist allerdings, dass Stiverne gerade einen Monat vor dem Povetkin-Kampf selber positiv auf eine verbotene Substanz getestet wurde. Er konnte dabei eine Einigung mit dem Verband WBC erzielen und zahlte 75 000 Dollar an das WBC-Antidoping Programm. Stiverne steht allerdings unter besonderer Beobachtung des WBC und muss wie Povetkin jederzeit mit unangemeldeten Konrollen rechnen.

In letzter Zeit häufen sich zusehends solche angeblich unerklärbaren Dopingvorwürfe. Will man etwa mit solchen Mitteln Boxer ausschalten und Kämpfe verhindern? Oder sind die Boxer einfach nur so blöde, trotz „Bewährung“ und unangekündigten Kontrollen gegen jede Vernunft zu dopen?

 

Edit: Povetkin hat nach Absprache mit dem WBC beantragt, die B-Probe öffnen zu kassen. Die Öffnung dieser Probe erfolgt am 5. Januar an der “University of California” Los Angeles. Der Weltverband will noch die Umstände bei der Entnahme der Probe überprüfen und nach Auswertung der B-Probe eine Entscheidung treffen.

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20 Kommentare

  1. 3. Januar 2017 at 20:03 —

    Barack Obama bereist seidt Monaten den Globus um russischen Athleten Doping unterzujubeln. Unterstützt wird er dabei von Academi ( ehemals Blackwater).Söldnern . Welche momentan nicht weit von Russland agieren. Rückendeckung erhält mein Lieblings Mulatte dabei vom “Fake-News Gesetz”. Dieses Gesetz definiert alle Wahrheiten als Lügen, die der Obrigkeit gerade nicht gefallen. Wahrheit kann etwas sehr subjektives sein.
    Tyron Zeuge z.B ist Weltmeister, dies ist die Wahrheit. Doch ist er wirklich Weltmeister ?

  2. 3. Januar 2017 at 20:25 —

    Hmmm….ich habe eher den Eindruck das US-Boxer nicht in Russland kämpfen wollen!
    Gut, Povetkin hat (angeblich) gedopt, aber bei solch kleinen Mengen die gefunden wurden sollte schon die Frage erlaubt sein woher stammen sie aufeinmal wenn alle anderen Proben sauber waren und warum reisen die US-Boxer sofort wieder ab?
    Stiverne hätte meiner Meinung nach mit Sicherheit verloren und Wilder hätte auch gute Chancen auf eine Niederlage gehabt…..
    Hätte Stiverne an diesem Abend geboxt hätte es auch Geld für ihn gegeben, wieviel sei jetzt mal dahin gestellt!

    Das sich jetzt ausgerechnet Don King zu Wort meldet ist wohl eher ein Hohn, denn er hat nachweislich alle seine Boxer um Geld beschissen!
    Wer das Buch ” Don King Harte Bandagen” von Jack Newfield noch nicht gelesen hat, sollte das mal tun!
    Es geht ihm wohl eher um die Kohle die er dabei verloren hat!?

    @ reineckefuchs

    Auch im neuen Jahr hat sich bei dir wieder ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen….Povetkin und Wilder hätten durchaus gegeneinander boxen können, aber eben nicht um den WBC- Interim-Titel…..

    Na da kann man schon mal durcheinander kommen wenn Povetkin immer wieder kleinste Mengen einer verbotenen Substanz im Körper hat!

  3. 3. Januar 2017 at 20:32 —

    Marvin Hagler … ups, danke …stimmt in dem Zusammenhang. Allerdings hätte auch Wilder damals gegen Povetkin boxen können. Was doch selbst eine geringe Menge Doping so anrichten kann… 😉

    • 3. Januar 2017 at 20:54 —

      @ reineckefuchs

      Die Berichte von Uwe Betker die auf deiner Seite boxenplus.de stehen würden dieser Seite auch gut tun, kannste da irgendwas machen?

      • 3. Januar 2017 at 21:21 —

        Ja gut, daran habe ich schon lange gedacht. Ich kann ihn mal fragen, ob er das möchte. Er müsste dann allerdings seine Artikel exclusiv für diese Seite schreiben und kann nicht die gleichen Texte nehmen und hier einfach reinkopieren.

        Eine wöchentliche Betker-Kolumne wäre bestimmt nicht falsch, sondern eine Bereicherung für diese Seite. Besonders weil es einigen Flach…. hier gelungen ist, andere Schreiber so weit zu beleidigen und zu vergraulen, dass sie wohl absolut nicht mehr für boxen.de schreiben wollen.

  4. 3. Januar 2017 at 20:37 —

    Don King stirbt 2017
    Helmut Kohl auch

  5. Jetzt das beinahe Groteske an dieser Angelegenheit: Laut „allboxing.ru“ lag die Konzentration der verbotenen Substanz Ostarine in der Probe von Povetkin im Billionstel Gramm Bereich (!!!). Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass eine kaum nachweisbare Menge dieses Stoffes auch nur irgend eine Dopingwirkung gehabt haben kann.
    —————————————————————————

    @ fuchs

    Geht das schon wieder los? Soll man jetzt eine neue Dopingregel einführen bei der erstmal eine Mindestmenge gefunden werden muss bevor es als Doping gilt? Das ist doch lächerlich. Vielleicht wurde auch nur deshalb so wenig gefunden, weil bei der Verschleierung durch andere Mittel etwas schief gelaufen ist?

    Und einfach mal logisch gedacht. Wenn sich schon jemand die Mühe macht Pove Doping unterzujubeln, so wie du es den leuten hier gerne verkaufen möchtest, wieso zum Geier sollte er ihm dann ein Billionsten Gramm(gibt es das überhaupt? ist das messbar?) unterjubeln? Das macht absolut keinen Sinn.

    Oder hat Stiverne einfach nur falsche angaben von Wilder bekommen, der sich ja schon zuvor beim manipulieren von Poves Doping probe, verrechnet hat?

    Die ganze Böse welt ist gegen den armen Pove. Dumm nur das die Fakten eine andere sprache sprechen, aber Fakten interessieren ja hier niemanden. Ist ja nicht so als ob Ryabinski dreck am stecken hätte, dieser vorzeige Philanthrop.

    • 4. Januar 2017 at 10:06 —

      Der Verband WBC hatte nach dem Bekanntwerden des positiven Dopingtestst von Povetkin sofort entschieden, den Kampf NICHT ZU SANKTIONIEREN.

      ——-

      Doch, doch, Dr.Fallobst möchte sehr gerne, dass die Dopingregeln geändert werden. Ihm wäre es am liebsten, dass Boxer schon aufgrund eines Verdachtes einen Kampf sebst abgsagen können.

      Bei der geringen Menge, die bei Povetkin gefunden wurde, ist davon auszugehen, dass Povetkin Ostarin ohne sein Wissen verabreicht wurde. Seine Proben davor und danach waren sauber und die Probe dazwischen höchst minimal positiv. Povetkin hätte also so wenig Ostarin nehmen müssen, dass es als Doping keine Auswirkungen haben kann. Warum sollte er das tun?

      Als selbsternannter Dopingspezialist sollte das Fallobst allerdings wissen, dass es für eine Anklage stes ein Motiv braucht. Doch was hätte Povetkin für ein Motiv? Was hätte er gegen Wilder zu verllieren gehabt? Und was hätte er gegen Stiverne zu verlieren gehabt?

      Aber mal ganz davon abgesehen;

      Die WBC hat diesen Kampf NICHT SANKTIONIERT. Was muss man also noch über die voreiligen Absagen von Wilder und Stiverne wissen, um sagen zu können, dass beide nicht gegen Povetkin boxen wollen?

  6. 3. Januar 2017 at 21:06 —

    Dr Fallobst… Ich unterstelle mal, dass Povetkin dieses Mittel, wenn überhaupt, nicht selbst oder freiwillig eingenommen hat. So blond ist auch ein Russe nicht, der ständig mit einer Kontrolle rechnen muss.

    … und was sagst du eigentlich dazu, dass Stiverne 4 Wochen zuvor selber in die Dopingfalle getappt ist und vom WBC mit einen blauen Auge und einer vergleichsweise lächerlichen Geldstrafe davon kam?

    Es geht bestimmt nicht darum, neue Dopingregeln einzuführen. Es sollten erst einmal die vorhandenen Regeln für Alle gelten … und man sollte durchaus darüber nachdenken, wie es dazu kommt, dass komischwerweise immer gerade so viel von irgend welchem Zeugs gefunden wird, um einen Dopingvorwurf daraus zu begründen … ohne dass die eingenommende Menge irgend eine Wirkung entfalten könnte.
    Am Ende reicht es vielleicht schon aus, irgend eine Türklinke zu kontaminieren um jemanden mit einem verbotenen Mittel zu verseuchen.

    Ich gehe von der “Unschuldsvermutung” aus. Du scheinst das nicht zu kennen. Hauptsache immer druuff. Sind ja Russen um die es geht. Das neu gezüchtete Feindbild schlechthin.

    • 4. Januar 2017 at 05:01 —

      Es geht hier längst nicht mehr um Unschuldsvermutung.Die Frage ist warum nehmen die Herzmedikamente wenn die Sportler sind? Hat eine Sharapova ein Herzproblem oder Povetkin? Das Problem ist nicht die Menge sondern der Fakt das man weiß das er was genommen hat.Auch wenn es damals noch erlaubt war.Aber ist Povetkin wirklich krank? Dann die Frage ist wer gesund ist warum braucht der dann dieses Meldonium? Wer damit erwischt wird sei es auch erlaubt und jetzt noch mit anderen Mittel was gering war.Der hat keine Hemmschwelle auch die harten Sachen zu nehmen die aber schon verschleiert waren.Ich würde auch nicht als Boxer gegen einen gedopten antreten wollen.Nicht aus Feigheit.Sondern mangelnden Respekt des Gegners zum Boxsport.Wer dopt ist eine absolute Sportlerflasche ohne sonst was in der Hose.Und sowas verdienst absolut keine Fläche mit Bigfights oder WM Gürtel.Das ist meine Meinung. Povetkin war schon blau gegen einen Huck.Und mit einmal so anders.Und Russland hat ein extremes Dopingproblem im gesamten Sport.Solange dort keine ich bin gegen Doping Mentalität eintritt wird es nur noch Mißtrauen gegen Boxer und Sportler dieses Landes geben.Die Athleten haben es alle selbst in der Hand.Aufräumen und Namen nennen wer die Drahtzieher sind oder halt gebrandmarkt als gedopte zu gelten.

  7. 4. Januar 2017 at 12:18 —

    Doping im Leistungssport – Die Wahrheit

    Dr. Kurt A. Moosburger klärt in seinem Artikel über Doping im Leistungssport auf und zeigt die Wahrheit im Umgang mit Dopingmitteln.

    Doping ist immer und überall – nicht nur im Sport, auch im Gesellschaftsleben. Alkohol, Beruhigungs- und Aufputschmittel, Rauschmittel wie Kokain – das sind heutzutage die unterstützenden Maßnahmen nicht nur zur persönlichen Lustgewinnung, sondern auch zur Stressbewältigung und beruflichen Leistungssteigerung.
    Und sie sind – klassisches Beispiel Alkohol – gesellschaftsfähig. Sie haben sich in unserer Leistungsgesellschaft etabliert, werden akzeptiert und toleriert.
    Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und der Leistungssport ist ihr Spiegelbild. Im Leistungsport allerdings werden bedeutend strengere Maßstäbe als im gesellschaftlichen und beruflichen Alltag angesetzt.
    Man sollte sich bewusst sein, dass im heutigen Spitzensport flächendeckend (um nicht zu sagen, lückenlos) gedopt wird. Wer das in Frage stellt, ist entweder blauäugig oder ein Heuchler. Um im Hochleistungssport konkurrenzfähig sein zu können und um es zu bleiben, ist man als Profisportler praktisch gezwungen, „unterstützende Mittel“, sprich pharmakologische Unterstützung (die „chemische Keule“) zu Hilfe zu nehmen.
    Immerhin geht es im Spitzensport nicht nur um „Ruhm und Ehre“, sondern vor allem auch um viel Geld. Der Hochleistungssport ist ein Milliardengeschäft geworden, in dem ganze Industriezweige involviert sind. Zuschauer, Medien und Sponsoren erwarten Topleistungen von den Athleten. Sponsoren können aber nur mit einem nach außen hin „sauberen“ Sport Marketing betreiben. Und der Athlet, der diesen Anforderungen gerecht werden soll, steckt in der Zwickmühle…
    Aber auch im Breitensport sind Dopingmittel alles andere als ein Tabu. Hier steht oft weniger der Leistungsgedanke im Vordergrund als der „optische Aspekt“ des eigenen Körpers. Die sog. Muskeldysmorphie, das zwanghafte Streben nach einem muskulösen Körper, ist weiter verbreitet als man denkt (siehe „Der Adonis-Komplex“, dtv).Es ist kein Problem, weder für den Leistungssportler noch für den Otto Normalverbraucher, sich mit anabolen Steroiden und – wer das nötige Kleingeld hat – auch mit Wachstumshormon zu versorgen, sei es auf dem Schwarzmarkt oder auf ärztliches Rezept.
    Der Anti-Doping-Code des IOC (Internationales Olympisches Komitée) besagt in Artikel 1 „Doping ist verboten“ und definiert im Artikel 2 „Doping“ als „Verwendung eines Mittels (einer Substanz oder einer Methode), die für den Athleten potentiell gesundheitsschädigend oder fähig ist, dessen Leistung zu steigern“ und weiters als „das Vorhandensein einer verbotenen Substanz im Körper des Athleten oder die Anwendung einer verbotenen Methode“.
    Während der zweite Teil dieser Definition eine reine Auflistung pharmazeutischer Substanzen beinhaltet (siehe Dopingliste) und somit eine klare Grenze zwischen „erlaubt“ und „unerlaubt“ zieht, wirft der erste Teil einige Fragen nach der Gesundheitsgefährdung, der Dosis, der Leistungssteigerung im allgemeinen auf und ist somit in vielen Fällen Gegenstand der Interpretation.
    Auf dem Weg zu einer neuen, weltweit gültigen Form der Bekämpfung des Dopings im Sport wurde heuer von der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur) der erste Entwurf des Welt-Anti-Doping-Codes zur Begutachtung ausgeschickt. Dieser unterscheidet sich in seinem Aufbau vom bisherigen Code des IOC (siehe unten). Es ist zu hoffen, dass es gelingt, international einheitliche Richtlinien in den derzeit komplexen Dschungel unterschiedlicher Regelungen zu bringen.
    An dieser Stelle sei nur die Willkür des Kontrollsystems erwähnt. Das System der Dopingtests ist schlüpfrig und willkürlich. Während bei uns Trainingskontrollen in fast allen Sportarten (zumindest theoretisch) an der Tagesordnung sind (wobei es immer wieder „undichte Stellen“ gibt, wodurch dann natürlich kein Überraschungseffekt mehr gegeben ist, wenn die Athleten auf die Kontrolle „vorbereitet“ sind und die verbotenen Substanzen rechtzeitig absetzen können), werden in anderen Ländern viel zu selten oder gar keine Dopingtests durchgeführt. Ein gutes Beispiel für die Willkür des Kontrollsystems liefert uns die USA: Viele Athleten starten dort als Student einer Universität und umgehen so die Trainingskontrollen, denn laut Gesetz ist es in den U.S.A. untersagt, Studenten auf die Einnahme verbotener Mittel zu kontrollieren.
    Auch das IOC trägt nicht gerade zur Verbesserung dieser Misere bei: Nachdem die bulgarischen Gewichtheber schon von den Olympischen Spielen in Sydney aufgrund dreier positiver Dopingtests im Team ausgeschlossen worden waren, wurde die Strafe einen Tag später in eine Geldstrafe umgewandelt. So hat es den Anschein, dass jeder ungestraft dopen kann, solange er nur über das nötige Kleingeld verfügt…
    Außerdem sind die Dopingstrafen und -tests von Verband zu Verband verschieden. Wünschenswert wäre ein weltweit einheitlicher Strafenkatalog, nach dem sich jede Sportart in jedem Land zu richten hat. Trotz des Einsatzes modernster Nachweismethoden ist es bisher noch nicht möglich, die Einnahme sämtlicher verbotener Substanzen dem Athleten nachzuweisen.
    Hätten Dopingtests 100%igen Erfolg, kann man davon ausgehen, dass das heutige Leistungsniveau der Weltspitze auf das der 60er-Jahre (wenn nicht sogar auf das der 50er-Jahre, denn die 60er-jahre waren auch nicht mehr „clean“…) absinken würde.
    Ein negativer Dopingtest bedeutet noch lange nicht, dass der Athlet/die Athletin „clean“ ist. Die immer wieder getätigte Aussage „Ich wurde schon oft getestet und das Ergebnis war immer negativ“ ist alles andere als ein überzeugendes Argument, sondern vielmehr null und nichtig.
    Schlimmer als das Leugnen der Athleten ist die Korruption und die Heuchelei der Sportfunktionäre. Eigentlich weiß jeder, angefangen vom Zeugwart über die Trainer und Mannschaftsärzte bis hin zu den Verbandspräsidenten, was sich hinter den Kulissen des Leistungssports abspielt. Das Tabuisieren des heiklen Thema „Doping“ – auch durch die Medien – lässt dem Athleten keine andere Wahl als das Leugnen. Ein ertappter Doping„sünder“ steht plötzlich allein im Regen da und wird nicht nur von der Öffentlichkeit incl. der Medien, sondern auch vom eigenen Sportverband als „schwarzes Schaf“ gebrandmarkt – und nicht selten auch noch von seinen „Kollegen“. Jeder ist sich selbst der nächste, der Leistungssport kennt kein Erbarmen. Die scheinbar heile Welt darf nicht zerstört werden.
    Eines steht jedoch fest: Ein des Dopings überführter Athlet darf nicht kriminalisiert werden!
    Es wäre eigentlich nur recht und billig (man würde sich das Geld für Dopingkontrollen sparen) und vor allem ehrlich, das Dopen freizugeben. Schließlich wird in unserer Gesellschaft auch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch akzeptiert und toleriert. Der Athlet ist ein mündiger Mensch und sollte wissen, was er tut. Er soll über die Gesundheitsrisiken der Dopingmittel aufgeklärt werden und dann entscheiden. Dass mit einer Freistellung des Doping eine Desillusionierung verbunden ist, ist klar. Aber es wäre höchst an der Zeit, der Öffentlichkeit die Augen zu öffnen – wenn sie gewisse Leistungen erwartet, soll sie wissen, dass diese ohne pharmakologische Unterstützung nicht möglich sind. Kein Mensch vermag „clean“ die 100 Meter unter 10 Sekunden zu laufen. Und was die Vorbildwirkung gedopter Sportidole auf die Jugend betrifft, ist diese ohnehin eine fragwürdige – die ursprüngliche Definition des Idols als „Scheinbild“ und „Trugbild“ ist hier mehr als zutreffend.
    Da der Leistungssport von der Resonanz der Öffentlichkeit lebt, wird eine Freigabe des Doping auch weiterhin Utopie bleiben. Denn damit würde sich die Anzahl der Sponsoren und deren Zahlungskraft drastisch reduzieren: Mit gedopten Athleten lässt sich kein Geld verdienen. Kein Sponsor will sein Firmenimage ruinieren. Aber ebenso kann sich kein Sponsor jemals sicher sein, dass sein Athlet bzw. sein Team „clean“ ist. Er will es auch gar nicht wissen.
    Leistungssport hat „sauber“ zu sein – wenngleich er es schon lange nicht mehr ist…

    Quelle: got-big.de/Blog/doping-im-leistungssport-die-wahrheit/

    • 4. Januar 2017 at 13:43 —

      ich sags schon lange. gebt das doping im sport endlich frei. ich finde es nicht schlimm. jeder soll nehmen was er will. noch dazu wenn es unter ärztlicher aufsicht ist. wir wollen alle im schneller, höher, weiter (auch privat) aber nutzen die Möglichkeiten dazu einfach nicht!
      Pro Doping!

  8. 4. Januar 2017 at 13:45 —

    Hat Osterin nicht ohnehin eine extrem kurze Halbwertszeit im Körper und ist schon nach ein paar tagen nicht mehr nachweisbar? povetkin hatte einfach Pech, dass es noch ein wenig nachweisbar war. hoffe die b probe bestätigt das ergebniss und er wird aus der Rangliste gelöscht.

    • 4. Januar 2017 at 21:15 —

      So eine Aussage ist nach Deinem billigen Gefasel bezüglich Sturms Doping-Delikt einfach lächerlich..
      Browne, Povetkin etc sind die “bösen Doper”, aber für Sturm hat natürlich uneingeschränkt die Unschuldsvermutung zu gelten..
      Ich hoffe Deine B-Probe bestätigt sich auch, damit Du endlich Deiner Sonderschule verwiesen wirst…!

  9. 4. Januar 2017 at 18:30 —

    Das ist doch offensichtlich das povetkin die Chance auf den WBC Titel nicht kriegen soll ,Mann nutzt jede Möglichkeit das der Kampf nicht zu Stande kommt!das Risiko einer Niederlage ist einfach zu groß,Wilder ist ein Champion auf den Papier nicht mehr!!!er wird nie und nimmer jemandem wie povetkin Boxen!!!genau wie Joshua der der die prügel seines Lebens bekommt in April sollte der klitschko Kampf wirklich statt finden

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