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Dominic Bösel und Felix Lamm mit klaren Zielen

Die SES-Boxer Dominic Bösel und Felix Lamm (12(5)-1-1) haben sich in einer MDR-Sendung zu ihren nächsten Zielen geäußert. Der Sender spricht dabei von einer „neuen Zeitrechnung“, die für Beide beginnen soll. Diese Formulierung scheint zwar etwas dick aufgetragen, aber immerhin stehen Bösel und Lamm vor neuen Aufgaben und sind zuversichtlich, diese mit dem nötigen Elan anzugehen. Sie werden bei der nächsten SES-Veranstaltung am 17. September in Weißenfels in den Ring steigen und Titelkämpfe bestreiten.

Felix Lamm machte zuletzt von sich reden, als er es in 2 Kämpfen um den Deutschen Meistertitel im Welter mit dem Hallenser Phillip Schuster zu tun bekam. Im ersten Kampf, der nicht nur die Zuschauer in der Belantis-Arena vor Begeisterung von den Hockern riss, gab es mit 94:96, 95:95 und 96:94 ein umstrittenes Unentschieden. Wer immer bemängelt, in Deutschland gäbe es keine mitreißenden Kämpfe, wurde durch diesen echten Fight auf Augenhöhe eines Besseren belehrt. Das fällige Rematch konnte dann Lamm nach Punkten vorne liegend durch ein TKO 10 eindeutig für sich entscheiden.

17.09. Plakat.inddDer 26-jährige Felix Lamm will in Zukunft im Superleichtgewicht kämpfen. Er wird in der BoxRec-Liste im Moment noch irgendwo unter „ferner liefen“ geführt. Das soll sich jetzt sehr schnell ändern. In Weißenfels geht es für ihn gegen den 27-jährigen Belgier Andrea Carbonello (13(2)-1-1) um den vakanten WBO-Europameistertitel in dieser Gewichtsklasse. Lamm will diese Chance nutzen und damit seinen internationalen Durchbruch schaffen.

Noch weit aus ambitioniertere Ziele hat der 26-jährige Dominic Bösel (22(8)-0-0). Er trägt die Inter-Conti-Titel der Verbände WBA und WBO im Halbschwergewicht. Die WBA listet ihn auf Rang 7. Beim Weltverband WBO liegt Bösel sogar auf Platz 1 und damit noch vor bekannten Größen wie Andre Ward, Artur Beterbiev und Callum Smith.

Bösel und sein Promoter Ulf Steinforth werden im Oktober nach Puerto Rico zur WBO-Convention reisen. Sie wollen erreichen, dass Bösel zum Pflichtherausforder bestimmt wird. Das bedeutet: Bösel soll den Sieger aus dem Kampf zwischen Andrè Ward und Sergey Kovalev den Gürtel streitig machen. Man kann davon halten was man will: Mut zum Risiko ohne Umwege hat er jedenfalls. Siegt er, ist er der absolute Held. Verliert er, kommt er wenigstens mit der Börse seines Lebens nachhause. So what?

Für den Freyburger geht es am 17. September aber erst einmal in Weißenfels gegen den Franzosen Tony Averlant (24(4)-8(2)-2) um die Verteidigung des WBO-Inter-Conti, den Bösel seit März 2014 trägt. Gelingt ihm auch hier ein glänzender Sieg, ist das ein Argument mehr um bei der WBO den Titelfight zu bekommen. Als Nr.1 solle er sowieso beste Aussichten darauf haben. Die „schlauen“ Kritiker werden darüber denken, es wird ein Kampf zwischen 32cm Schiffsgeschütz und Luftgewehr, aber wie endete das nochmal zwischen David und Goliath? Diesen Kampf überhaupt zu bekommen ist schon mal „der Hammer“, egal wie er ausgeht.

Das ganze Interwiev mit Bösel, Lamm und ihrem Promoter Steinforth: (Klick)

 

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5 Kommentare

  1. 5. September 2016 at 16:44 —

    Eher wird Kova bzw Ward den WBO Gürtel ablegen als gegen Bösel zu boxen

    • 6. September 2016 at 11:12 —

      vielleicht ist das der plan. dann kann bösel weltmeister werden. das wäre schon was wenn kovalev vor bösel kneift.

  2. 6. September 2016 at 11:19 —

    Das Bösel einen WM-Kampf anstrebt ist ja nichts verwerfliches, aber gegen Kovalev wohl ein sinnloses Unterfangen!
    Auch gegen Brähmer oder Stevenson hätte er wohl keine Chance!?

    Hmmmm….Averlant ist WBFed.-WM, da hätte Bösel seinen WM-Kampf haben können, aber statt dessen geht es nur um den WBO-Interkonti……warum eigentlich nicht auch um den WBA-Continental-Titel den Bösel auch inne hat?

    • 6. September 2016 at 15:36 —

      Warum nicht auch WBA-Verteidigung?

      Ich weiß es nicht genau, aber die letzte Verteidigung beider Titel war im April. Jeder Titelkampf kostet dem Veranstalter Geld das er an den Verband abdrücken muss. Vielleicht sieht SES einfach keine Notwendigkeit, der WBA schon wieder Geld in den Rachen zu werfen.

      Die WBO-Verteidigung reicht doch, wenn man demnächst von der WBO einen Titelkampf will.

      • 6. September 2016 at 15:46 —

        der wba titel war doch um gegen brähmer zu kämpfen. doch der muss jetzt gegen cleverly und dann wohl gegen kovalev.

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