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Dmitry Pirog verteidigt WBO-Titel: Arbeitssieg gegen unerwartet starken Maciel

German Titov ©German Titov Boxing Promotion.

German Titov © German Titov Boxing Promotion.

WBO-Mittelgewichts-Weltmeister Dmitry Pirog (18-0, 14 K.o.’s) hat seinen Titel heute Abend zum ersten Mal erfolgreich verteidigt. Vor heimischem Publikum in Ekaterinburg feierte der 30-jährige Russe einen einstimmigen Punktsieg über den Argentinier Javier Maciel (18-2, 12 K.o.’s).

Viele hatten in Maciel, der noch nie außerhalb seiner Heimat gekämpft hatte, nur ein weiteres Opfer vermutet, der WBO-Latino-Champion verkaufte sich aber überraschend gut. In den ersten zwei Runden biss sich Pirog an Maciels Deckung die Zähne aus, auf Grund der höheren Aktivität dürften sie trotzdem an ihn gegangen sein. In der dritten Runde gewann Maciel an Selbstvertrauen und brachte selbst einige gute Schläge ins Ziel.

In der vierten Runde konnte Pirog bei Maciel leichte Wirkung erzielen, Maciel befreite sich aber mit eigenen Aktionen. Da Pirog nur selten an Maciels geschlossener Doppeldeckung vorbeikam, ging er ab der fünften Runde vermehrt zum Körper. In der siebenten Runde konnte aber auch Maciel mit einigen guten Körpertreffern punkten. Im achten Durchgang kam Maciel mit einigen wilden Schwingern ins Ziel, Pirog war leicht angeschlagen und klammerte.

Die neunte Runde dürfte auf Grund einer guten Rechten wiederum bei Pirog gewesen sein. In der zehnten Runde bekam Pirog auf Grund der illegalen Zuhilfenahme seiner Schulter einen Punkt abgezogen, in den letzten beiden Durchgängen schien Maciel die Luft auszugehen, Pirog brachte erstmals richtige Kombinationen und lieferte ein starkes Finish.

Das Urteil war mit 115-112, 115-111 und 117-110 am Ende relativ knapp. Die Aktien Pirogs, die nach dem sensationellen K.o. gegen Daniel Jacobs im vorigen Juli auf ihrem Höhepunkt waren, dürften mit diesem Arbeitssieg nicht wirklich gestiegen sein. Ob nun Pirog schlechter als erwartet, oder Maciel besser als gedacht war, lässt sich nur schwer sagen. Sollte Pirogs Promoter German Titov Vereinigungskämpfe planen, wäre er wohl besser beraten, die deutschen Weltmeister Sebastian Sylvester oder Felix Sturm in Betracht zu ziehen. Ein Sergio Martinez in der jetzigen Form wäre für Pirog wohl eine Nummer zu groß.

© adrivo Sportpresse GmbH

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10 Kommentare

  1. Mr. Wrong
    26. März 2011 at 22:16 —

    In der Tat eine eher entäuschende Vorstellung, sollte aber gute Erfahrung für den Russen werden. Der Argentinier verdient Respekt, hat sich sehr gut verkauft…hoffe ihn nochmal aber diesmal gegen einen deutschen WM zu sehen.
    Das eigentliche Highlight des Abends war der Leichtgewichtskampf zwischen Alisher Rahimov (UZB) und Rustam Nugaev (RUS), hat teilweise an Gatti-Ward errinnert.

  2. Ahmet
    26. März 2011 at 22:33 —

    Pirog vs Martinez!

    Bring it on!

  3. Mr. Wrong
    26. März 2011 at 22:44 —

    Pirog, Sturm, Sylvester, Zbik/Chavez, Golowkin, Limeaux, Martinez, Williams

    Turnier mit KO-System, der Gewinner tritt dann im Catchweight auf den Super 6 vs Kessler/Bute an.
    Der Sieger würde eine Legende werden.

  4. Ahmet
    26. März 2011 at 22:50 —

    Dauert viel zu lange und die Hälfte bekommt eh wieder nach der ersten Runde Durchfall und steigt aus!

    Außerdem denke ich nicht, dass Adnan die Eie r für sowas hat.

  5. Lukas
    27. März 2011 at 00:15 —

    sry aber ich finde Pirog is überschätzt. Habe jetzt schon paar Kämpfe auf youtube gesehen und das hat mich alles nicht vom Hocker gerissen. Golovkin kann ich nicht beurteilen , aber könnte mir das so vorstellen. Sturm gewinnt Vereinigungskampf gegen Pirog und legt dann WBA Titel nieder. An WBC traut der sich sowieso nicht, weil er sich da Martinez und Lemieux stellen müsste. IBF Weltmeiter in Mittelgewicht zählz für mich nicht mehr als IBO Weltmeiterschaft, weil der IBF einfach die Boxer fehlen.

  6. Tom
    27. März 2011 at 00:32 —

    @ Mr.Wrong

    Interessante Idee,wird sich wohl leider nicht verwirklichen lassen!?

  7. Mr. Wrong
    27. März 2011 at 00:37 —

    Wunschdenken, mehr nicht! 🙁

  8. Ferenc H
    27. März 2011 at 15:57 —

    Mmhhh ich habe gerade auf Boxrec gesehen das Pirog trotz des Erfolg 2 Plätze runter gestuft wurde. Kann es sein das das Urteil umstritten ist?

  9. Mr. Wrong
    27. März 2011 at 20:17 —

    ne, das Urteil war ok. Pirog hat meiner Meinung nach nur 3 Runden abgegeben müssen, hinzu kommt noch der Punktabzug. Laut meiner Rechnung stand es: 116:111.
    Was Boxrec angeht, so ist die Herabstufung auf den doch niedrig gerankten Gegner (Nr.51) zurückzuführen.

  10. Ferenc H
    28. März 2011 at 13:38 —

    Joa ich habe mir den Kampf nach meinen Kommentar auch angesehen und habe exakt das selbe Urteil wie du. Mmhh irgendwie hat Boxrec ein komisches System.

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