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Dmitry Bivol vs Joe Smith jr.

Ein Beitrag von FW

Dmitry Bivol vs Joe Smith jr. am 9. März

Es könnte einer der Kracher des kommenden Boxwochenendes werden. Joe Smith jr. ist wohl den meisten bekannt, als der Boxer, der im Dezember 2016 den großen B-Hop durch die Ringseile in die Rente geschickt hat. Smith fordert Dmitry Bivol heraus. Auf dem Spiel (falls man das harmlose Wort „Spiel“ hier mal strapazieren möchte) steht Bivols WBA-Gürtel im Halbschwergewicht.

Den hat der Russe aus Tokmok quasi am grünen Tisch im Oktober 2017 von der WBA zugesprochen bekommen, nachdem er den bis dahin ungeschlagenen Felix Valera im Kampf um die WBA-Interimsweltmeisterschaft und in Folge Robert Berridge, Samuel Clarkson und Cedric Agnew besiegt hatte. Geplant war eigentlich ein Kampf gegen den damaligen Titelhalter Badou Jack, der sich erst im August 2017 den Gürtel von Nathan Cleverly geholt hatte, doch Jack legte ihn knapp einen Monat später nieder. Zu groß war wohl der Respekt vor Pflichtherausforderer Dmitry Bivol. Gleich bei seiner ersten Titelverteidigung gegen den Australier Trent Broadhurst siegte Bivol durch KO in der ersten Runde. Mit einer Bilanz von 15 – 0 – 0  kann sich der 28-jährige sehen lassen.

 

Keine leichte Aufgabe also für den 29 Jahre alten Herausforderer Joe Smith jr, der mit 24 – 2 – 0 allerdings auch gut im Futter steht und sich ebenfalls auf „schnelle Lösungen“ versteht, wie der Erstrunden-KO-Sieg über den zugegebenermaßen eher unbekannten Melvin Russell im Sommer 2018 zeigt. Danach hat Smith nicht mehr im Ring gestanden, während Bivol noch Ende November seine boxerischen Fähigkeiten gegen Jean Pascal unter Beweis stellte, den er klar nach Punkten schlug.

“Ich bin froh, Joe endlich im Ring zu treffen”, sagte Bivol in einer Pressemitteilung von Matchroom Boxing: „Ich habe seine Kämpfe gegen Andrzej Fonfara und Bernard Hopkins live gesehen und wollte immer mein Können gegen ihn testen.“ Bivol ist allerdings zuversichtlich, am Samstag einen weiteren Sieg einzufahren: „Er (Smith) hat einige Minuspunkte wie viele Kämpfer, die ich zu meinem Vorteil für meinen Sieg nutzen werde. Er bewegt sich viel nach vorne. Dies ist eine gute Möglichkeit für mich, ihn zu stoppen. Wir haben beide unterschiedliche Stile. Wenn sich zwei Jungs im Ring mit unterschiedlichen Stilen im Boxen treffen, dann ist das meistens ein guter Kampf.“

Ob Smith für Bivol eine echte Herausforderung darstellt, bleibt abzuwarten: Bernard Hopkins war zwar ein Ausnahmeboxer, aber zum Zeitpunkt seiner Niederlage gegen Smith schon 51 (!!!)  Jahre alt. Und so ist der einzige wirkliche Vorzeigesieg, den Smith auf dem Konto hat, sein Erstrunden-KO-Sieg gegen Fonfara im Juni 2016. Es steht also zu befürchten, dass der Kampfverlauf am Samstag ein eher langweiliger wird. Zwar hat Smith versichert: “Das ist eine große Chance für mich und ich werde sie nutzen!“ Zu vermuten ist allerdings, dass Smith dem hart schlagenden und technisch gut ausgebildeten Dmitri Bivol nicht genug entgegenzusetzen hat.

Zu sehen ist der Fight am Samstag auf DAZN. Dort kann man auch die folgenden Kämpfe verfolgen: Callum Johnson vs. Sean Monaghan, Sergey Kuzmin vs. Joey Dawejko und Yamaguchi Falcao vs. Paul Mendez.

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7 Kommentare

  1. 5. März 2019 at 16:18 —

    Bivol gegen Beterbiev, Gvozdyk oder Kovalev würde mich mehr interessieren als dieser seit Ewigkeiten aufgebauschte HW-Showdown zwischen Wilder und AJ, der sowieso erst stattfinden wird, wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen.

  2. 5. März 2019 at 16:25 —

    Bisschen still geworden um den guten Beterbiev.
    Bei seinem Kampf gegen Callum Johnson sah er auch nicht so gut aus.
    Bin gespannt, ob und gegen wen er im Mai antritt.

  3. 6. März 2019 at 10:52 —

    Ich bin immer für Joe Smith
    seit er den alten Penner
    aus dem Ring geschlagen hat
    und dessen Karriere beendet hat

    • 6. März 2019 at 10:55 —

      …gutes Argument!

      • 6. März 2019 at 11:29 —

        Wie sagt Tranny Chrissy aus Bamberg so gerne?
        “Wenn die Sache irre wird, dann werden die Irren zu Profis”

        • 6. März 2019 at 12:27 —

          weiß nicht, ob ich einen Fehler gemacht habe, als ich anfing über diesen Spruch ernsthaft nachzudenken, aber mittlerweile gefällt mir ziemlich gut und befürchte, dass er durchaus Tiefe hat.
          Ich merke ihn mir mal…

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