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Dillian Whyte will Tyson Fury

Dillian Whyte will Tyson Fury

„Tyson Fury weiß, dass ich das Zeug dazu habe, ihn zu schlagen.” erklärte der ‚Body Snatcher‘ jetzt im Interview bei Sky Sports. Whyte geht aber davon aus, dass es nicht zu einem Kampf zwischen ihm und dem frischgebacken WBC-Weltmeister kommen wird.

Die Situation ist etwas verfahren und wird vermutlich auf Verbandsebene geklärt werden müssen: Whyte ist seit längerem Pflichtherausforderer der WBC, wie es der 31-jährige selber formuliert: „ … seit Ewigkeiten die Nummer 1 unter den Anwärtern.“

Doch mit der Niederlage gegen Fury hat sich die Situation geändert: ein WBC-Champion muss seinen Titel nur einmal im Jahr pflichtverteidigen. Dazu kommt die Rückkampfklausel, die Deontay Wilder wohl in Anspruch nehmen wird.

Und es steht eine Titelvereinigung mit IBF-, WBA-, WBO- und IBO-Weltmeister Anthony Joshua im Raum. Dillian Whyte wird also wohl noch weiter auf seine Chance warten müssen. Eine unbefriedigende Situation für den Mann aus dem Londoner Stadtteil Brixton.

Doch wie kann man das Problem lösen? ‚The voice of boxing‘ Michael Buffer hat Whyte vorgeschlagen, sich seine Wartezeit „finanziell versüßen zu lassen“ oder rechtlich gegen die Situation vorzugehen. Alternativ – so Buffer – könne der WBC ja Fury zum „Franchise” -Champion machen. Whyte wäre dann automatisch WBC-Weltmeister.

Quelle: Michael Buffer / Twitter

Doch Boxfans wollen – statt Titelschiebereien am grünen Tisch –  lieber Kämpfe sehen. Und vermutlich eher Fury gegen Wilder oder Anthony Joshua als gegen Dillian Whyte.

Und so geht der ‚Body Snatcher‘ wohl zu Recht davon aus, dass seine Wartezeit noch nicht zu Ende ist.

Fraglich ist überdies, ob Whyte im Kampf gegen Tyson Fury oder Deontay Wilder eine Chance hätte. „Fury bewegt seinen Kopf gut, aber er hat einen großen Körper”, sagt Whyte zu diesem Thema: „Man muss auf seinen Körper gehen. Dort zermürbt man ihn. Wenn man ihn hart genug und konsequent genug auf den Körper schlägt, zermürbt man ihn.“

Und auch beim Kampf gegen Wilder sieht sich der ‚Body Snatcher“ vorne: „Deshalb wollte Deontay Wilder die ganze Zeit nicht gegen mich kämpfen, weil er einfach wusste, dass ich ihn schlagen würde. Wenn man seinen Power-Schlägen ausweichen kann, und nach vorne geht, dann weiß er nicht, was er tun soll!“

Nun bleibt abzuwarten, ob es jemals dazu kommt, dass Whyte sein Vorhaben in die Tat umsetzen kann.

 

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5 Kommentare

  1. 27. Februar 2020 at 13:01 —

    Whyte ist hier klar der Unterlegene. Er kann nur wenig Druck ausüben. Wie gesagt, er hat ggf. Wilder den Vortritt zu überlassen. Ansonsten muss er ein Jahr warten. Kann aber gut sein, dass Wilder (aus Kalkül) zurückzieht, um gegen den Gewinner zwischen Fury und AJ anzutreten. Kann ebenso gut sein, dass der WBC einen Ausscheidungskampf zwischen Wilder und Whyte ansetzt. Wilder sollte sich damit zufrieden geben. Dann kann er beweisen, dass er die Nr. 1 beim WBC ist.
    Usyk wird ein wenig Druck machen können. Vielleicht wird vor dem großen Unificationfight zur Pflichtherausforderung AJ vs. Usyk kommen. Whyte kann nur auf die Gnade anderer hoffen. Vielleicht ist es sogar besser, er boxt erst einmal Charr. Wenn er überzeugend gewinnt (d.h. kurzrundig), verschafft er sich damit eine wesentlich aussichtsreichere Position als mit einer Klage. Denn wenn er letzteres tut, wird er frühestens Anfang 2021 in den Ring steigen. D.h. er hätte dann über ein Jahr ausgesetzt. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, wenn er den WM-Kampf auch gewinnen möchte.

  2. 27. Februar 2020 at 13:15 —

    Whyte ist schon lange PH bzw. interims champ. es würde an einen witz grenzen wenn die wbc jetzt einen kampf gegen wilder ansetzten würde.
    leider passt das alles ins bild des boxens. es zählt nicht mehr wer PH ist sondern die kämpfe werden nur noch in hinterzimmer ausgemacht.
    wobei whyte für fury sicher keine unlukrativer kampf wäre in UK. und der kampf gegen joshua wird so oder so nicht so schnell kommen.

    • 27. Februar 2020 at 17:12 —

      Ich gehe davon aus, dass er frühestens Anfang 2021 stattfinden wird.
      Die Rückkampfklausel hat die WBC abgesegnet. Andernfalls wäre die Klausel hinfällig.
      Aber ich gebe dir recht. Der Kampf Fury vs. Whyte wäre meines Erachtens noch wesentlich lukrativer. Fury vs. Whyte in London – das Wembley würde platzen.

      • 28. Februar 2020 at 08:23 —

        naja man wird sehen. wie gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass joshua – fury noch dieses jahr kommt. eher ende 2021. bei wilder muss man sehen er kann entscheiden ob es einen dritten kampf jetzt gibt oder nicht. verzichtet er dann wäre whyte doch die logische option wenn joshua nicht zur verfügung steht. wen sollte fury sonst boxen der so viel bringen würde? ruiz jr? direkt nach dessen nichtleistung gegen joshua? oder miller nach dessen doping rückkehr? usyk der nocht nichts gerissen hat im HW noch dazu verletzt ist?

    • 4. März 2020 at 10:04 —

      Der Titelhalter muss einmal im Jahr den Titel gegen den Herausforderer der Rangliste verteidigen. 1x im Jahr. Fury hat alle Zeit der Welt noch 2 freiwillige Titelverteidigungen zu machen. Whyte ist einfach finanziell nicht interessant genug um hier irgend eine Rolle zu spielen in den kommenden 10 Monaten.

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