Top News

Dillian Whyte trifft auf Chris Arreola

Dillian Whyte trifft auf Chris Arreola

Im Oktober sollen die beiden Heavyweights in der Londoner O2 Arena gegeneinander kämpfen, so plant es zumindest Eddie Hearn. Zwar ist ‚The Nightmare‘ ein besserer Gegner, als der ursprünglich für einen Kampf in den USA angedachte Jermaine Franklin, aber Arreola ist – wie es auch Alexander Povetkin und Mariusz Wach schon waren – erneut ein Kontrahent an der 40-Jahres-Grenze. Böse Zungen behaupten, das würde den ‚Body Snatcher‘ vor Schaden bewahren.

Warum Eddie Hearn sich dazu entschlossen hat, Dillian Whyte nun doch nicht in den USA debütieren zu lassen, ist nicht bekannt. Fakt ist allerdings, dass Whyte – wenn man denn Gibraltar als britisches Überseegebiet mit zum Königreich zählen möchte – noch nie außerhalb der britischen Landesgrenzen gekämpft hat.

Ich gehe davon aus, dass Chris Arreola sozusagen zum Verlieren eingekauft wird. Dabei möchte ich dem 40-jährigen US-Amerikaner nichts unterstellen, aber die Jahre im Ring haben ihre Spuren hinterlassen. Schon mehrfach hat ‚The Nightmare‘ ans Aufhören gedacht, ist dann aber doch wieder in den Ring gestiegen und hat sich zuletzt gegen Adam Kownacki und Andy Ruiz jr gut verkauft.

Unmittelbar nach seiner Punktniederlage gegen Kownacki im August 2019 schien sich der Mexikaner unsicher über eine mögliche Ringrückkehr zu sein: „Darüber muss ich mit meiner Familie sprechen. Ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass es an der Zeit ist “, sagte Arreola im Interview. Doch im Mai 2021 zeigte das „alte Schlachtross“ beim Fight gegen ‚Destroyer‘ Andy Ruiz, dass man noch mit ihm rechnen muss.

Zwar marschierte Ruiz von Beginn an nach vorne und behauptete mit schnellen Händen die Ringmitte für sich, aber Arreola wusste sich zur Wehr zu setzen und schickte seinen Gegner in Runde 2 mit einer kurzen Rechten an den Kopf zu Boden. Kurz vor Ende des Durchgangs wackelte Ruiz erneut. Am Ende konnte sich Ruiz zwar nach Punkten durchsetzen, hatte aber Arreola nie ernsthaft in Gefahr gebracht.

Vermutlich sind Eddie Hearn und Dillian Whyte auf Arreola gekommen, weil sein Name sich gut verkaufen lässt und wohl auch DAZN eher an einem namhaften Gegner wie Arreola interessiert ist, als an no name Jermaine Franklin.

Darüber hinaus hat ein Kampf gegen den 40-jährigen zudem den Vorteil, dass die Gefahr, die von Arreola ausgeht, überschaubar ist: seit neun Jahren hat Arreola nicht mehr gegen einen Topmann gewonnen. Auch Whyte ist nicht unverwundbar, wie die KO-Niederlage gegen  Povetkin gezeigt hat, aber Arreola ist kein so guter Techniker wie der Russe. Trotzdem: im Schwergewicht kann ein Schlag bekanntermaßen alles entscheiden.

Hearn hat eine „absolute Monsterkarte“ für das Oktoberevent versprochen: „Wahrscheinlich zwei WM-Kämpfe und ein britischer Titelkampf und ein paar junge Boxer, Dillians Jungs. Es wird eine Monsternacht im O2, und ich kann es kaum erwarten, dorthin zurückzukehren.“

Voriger Artikel

Jeanette Zacarias Zapata stirbt mit 18

Nächster Artikel

Oscar De La Hoya: Comeback fällt ins Wasser

26 Kommentare

  1. 3. September 2021 at 23:50 —

    Kann es verstehen, dass whyte jetzt eher machbare gegner boxt anstatt risiko zu gehen gegen einen joyce oder hunter. er riskiert nur seine position ohne etwas gewinnen zu können.

    • 4. September 2021 at 00:08 —

      Welche Position? Sulaiman hat irgendwann (nach dem Sieg im Rematch gegen Pove) mal gesagt, dass Whyte nicht mehr die Position des Pflichtherausforderers hat.

  2. 4. September 2021 at 00:15 —

    Ganz ehrlich Brennov, ließ dir mal lieber den Artikel über Janet Zacarias durch.
    Das passiert nehmlich wenn man mit viel zu schwache Opponenten in den Ring steigt die nur als Opferlamm dienen.

    Wäre gut wenn du aufhören würdest bei jeder Gelegenheit Athleten die gegen Journeyman, Past-Primers und Taxifahrer antreten zu abzufeiern. Typen wie Whyte sind eine Schande für das Boxen. Das selbe gilt für Hrgović, Charr und wie immer die möchte gern Championsriege aus aller Welt noch heißen mag.

    Mittlerweile wissen hier alle das du gerne Kämpfe guckst bei denen Goliath den David besiegt, aber ich denke auch das viele hier im Forum von deiner Ignoranz gegenüber dem Leistungsprinzip ziemlich genug haben.

    Du hattest jetzt deine 5 min bei Agit und seinem Kampf gegen Huck………..

    Zeig ein wenig Respekt gegenüber den Athleten………..

    Weiß nicht ob dir bewusst ist wie sehr du dich hier teilweise zum Horst machst. Aber ab und zu solltest du vielleicht lieber nicht darauf hinweisen das du overhypte Boxer gut findest weil sie gegen Müllmänner und Obsthändler antreten.

    • 4. September 2021 at 05:42 —

      Prinzipiell hast Du vollkommen Recht..

      Ich finde nur, das trifft in Arreola´s Fall (noch) gar nicht zu..
      Klar sollte Whyte das gewinnen, aber Arreola kann den Boxern aus der 2. und 3. Reihe immer noch einen guten Fight liefern..

  3. 4. September 2021 at 04:21 —

    Mismatch, aber nach dem Stress, den Whyte mit Povetkin hatte, durchaus verständliche Ansetzung und ein schöner Payday für Arreola. Natürlich muss Hearn Whyte in den Staaten endlich mal etablieren, das hätte er schon vor Jahren tun sollen. Möglicherweise hatte er damals noch nicht die Promotor-Macht, die er heute besitzt. Whyte muss am Ende des Tages Bigfights gegen Ruiz, Wilder, Usyk, AJ-Rematch oder Fury bekommen, alles andere ergibt für ihn keinen Sinn. In der Zwischenzeit eben – stay busy. Es gibt sicher bessere (mehr auf Augenhöhe befindliche) Gegner für Whyte, aber es hätte auch schlimmer kommen können.

    • 4. September 2021 at 05:49 —

      “aber es hätte auch schlimmer kommen können”

      Definitiv!

      Ich würde ihn allen aufgezählten Bigfights als klaren Underdog einstufen..

  4. 4. September 2021 at 08:04 —

    Denke gerade da liegt das Problem. Arreola ist 40 Jahre alt, way past Prime, kassiert unheimlich viele Schläge und verkauft seinen Namen nur noch als Journeyman.

    Seien wir doch mal ehrlich, der hat doch seit seinen beiden Niederlagen gegen Stieverne kontinuierlich abgebaut
    Gegen Wilder war er auch nur das Lamm das zur Schlachtbank geführt wird.

    Dramatische Folgeschäden entgehen doch durch harte Schläge gegen den Kopf und Arreola kassiert ne Menge davon.
    Klar ist im Byzz all about the Money und Chris nimmt jeden Payday dankbar an.

    Aber Dikka finde das sollte besser reglementiert sein. Ältere und schwächere Arhleten sollten besser vor der Rücksichtslosigkeit der Promotions geschützt werden. Es kann nicht sein das wann immer man jemanden im HW braucht von dem man weiß das er verliert aber es nach einem Kampf aussehen läßt Arreola aus dem Hut gezaubert wird.

    Und du weißt genau so gut wie ich das zur Zeit Minimum 70% der Gefechte auf diesem Niveau ablaufen und wir wundern uns das in den letzten 3-4 Jahren so unheimlich viele Athleten im Ring ums Leben kommen………..

    • 4. September 2021 at 08:05 —

      @Flo

    • 4. September 2021 at 09:00 —

      Kann ich alles nachvollziehen..
      Nur sah er weder vs Kownacki noch vs Ruiz Jr aus wie ein Opfer, sondern hat in beiden Fights sehr ordentlich dagegen gehalten..

      • 4. September 2021 at 10:13 —

        Klar hat er ordentlich ausgesehen. Teilweise hat er Ruiz Jr. Ganz schön Paroli geboten. Aber hast du ihn als Favoriten oder auch nur als 2 zu 1 Underdawg gesehen. Glaube nicht und ich bin mir ziemlich das hat wahrscheinlich keiner. Daran besteht ja auch kein Zweifel.

        Dikka du hast viel Boxingknowledge, findest du es gut sas Dillian “Overhype” Whyte sich nen Namen in den Staaten gegen einen Past-Primer machen will, der im Grunde genommen nur noch von seinem Namen lebt?

        Klar der Gegner könntemuch more worst sein. Aber warum nicht Parker 2, nach dem beschiss im 1. Gefecht. Der lebt mittlerweile sogar in Vegas. Michael Hunter, Murat Gassen, als Test für beide Sportler.

        Sorry Dikka ich verstehe deinen Standpunkt. Aber Arreola wurde zum verlieren Eingekauft und um Dillian gut aussehen zu lassen, gerade weil er sich ordentlich zu wehren setzt, aber leider auch ordentlich kassiert…………….

        • 4. September 2021 at 10:26 —

          Gegen Gassiev fände ich theorethisch sogar ziemlich interessant..

          Wie gesagt, ich versteh Dich ja und will auch nicht wirklich widersprechen.. Aus meiner Sicht ist Arreola eben nur nicht das beste Beispiel.. Da gäbs andere, bei denen ich den Einwand dringender notwendig fände..

          • 4. September 2021 at 10:55

            *theoretisch.. o.O

        • 4. September 2021 at 10:38 —

          Mal davon abgesehen..
          Gehst Du safe davon aus, dass er vs Arreola (sieg hin oder her) so gut aussieht..? So wirklich gut kommt Dillian mit dem style ja nicht unbeding klar..

  5. 4. September 2021 at 10:55 —

    Klar, ich seh schon was du meinst. Arreola ist für einen Past-Primer immer noch ziemlich firm. Aber da sehe ich einfach das Problem. Der kassiert gut und teilt noch immer gut aus. Ich meine nur der ist schon seit Anfang der 2003 Jahre Profi und du weißt was das für einen HW bedeutet.

    Und nöö ich glaube Hypejob Whyte wird richtig arbeiten. Dillian kommt gegen Pocketfighter nur schwer zu recht, siehe AJ, Parker, Chisora. Aber das meine ich mit gut aussehen lassen. Eddie kann ihn im Anschluss als beinharten Warrior verkaufen der es mit jedem Aufnehmen kann.

    • 4. September 2021 at 10:58 —

      Sorry das ich immer nen neuen Thread aufmache, aber ich Tipp aufm Handy, da wirds immer anstrengend wenn es zu viele Replys gibt.

    • 4. September 2021 at 11:09 —

      Das Problem dabei ist dann, wo fängst Du an und wo hörst du auf..?
      Gibt so viele die viel zu viel getroffen werden, wie genau willst Du das regulieren..?
      An die “sportliche Ehre” oder Verantwortungsbewusstsein der jeweiligen Promoter zu appelieren wird wahrscheinlich nicht den aller größten Erfolg nach sich ziehen..

      • 4. September 2021 at 11:26 —

        Stimmt schon die Regulierung wird schwer…………
        Vielleicht könnte man bei älteren Athleten darauf bestehen, vom jeweiligen Eintritt ins Profigesschäft und der Einsätze in Gefechten ausgehend, CT Test als Voraussetzung für anstehende Kämpfe nehmen. Diese könnte man auch noch mit einer Art Fitnesstest verbinden. Bei jüngeren Athleten könnte man darauf achten das die Schere in der Rangliste zum jeweiligen Gegner nicht zu weit auseinander geht.

        Das würde natürlich eine Neuregelung der Ranglistenpunktevergabe und vielleicht sogar eine Vereinheitlichung der Punktesysteme der Weltverbände nach sich ziehen.

        Stell dir vor Dikka Tyson Fury wird im neuen Boxrecrating nicht mal geführt. Dillian Whyte ist die Nummer zwei bei den HW, hääää 🤔 wie kommt sowas zu stande.
        Wie kann Agit Kabayel die Nummer 12 der Welt sein……

        Ich weiß das klingt ein wenig utopisch, aber wenn man es wirklich wollte gäbe es sicherlich einen Weg……………

        • 4. September 2021 at 11:40 —

          Was macht man dann mit denen, die noch nicht so alt sind und ggf auch keine HW, aber trotzdem zuviel kassieren..?
          Ich glaub nicht, das aus medizinischer Sicht Kämpfe von Cuadras, Malikov oder Baranchyk (mal als Beispiele, da könnte man ja mehrere Seiten füllen..) soviel unbedenklicher sind als in dem Fall Arreola..

          • 4. September 2021 at 11:57

            Man müsste tatsächlich ein neues globales Wertungssystem einführen das die Bewertung von Gefechten je nach Bedeutung de Gefechts in diesem neuen Wertungssystem.

            Wie Sachse schon beschrieben hat so ne Art Handicap. Das könnte man wie beim Tennis werten. Die haben ja auch regionale Turniere oder die 500, 1000 oder die Majors.

            Man könnte dann Auf- und Anstiege in die jeweiligen Wertungssysteme einführen. Je nach erbrachten Leistungen wird bewertet.

            So könnte man auch theoretisch die Titelflut der Verbände eindämmen und die jeweiligen WM der einzelnen Verbände zu passenden Gegnern zwingen, wenn sie einer Aberkennung ihrer Titel durch nicht erbrachten Leistungen entgehen wollen.

            Und wie gesagt könnte man dies bei älteren Sportlern mit medizinischer Tauglichkeit verbinden………

          • 4. September 2021 at 11:59

            * Wertungssystem einbringt.
            Sorry man Handy und zuviel Replys
            😉

          • 4. September 2021 at 12:04

            Stelle ich mir in der praktischen Umsetzung eher schwierig vor, aber in der Theorie wäre der Ansatz natürlich absolut zu befürworten..

          • 4. September 2021 at 12:14

            Schwierig…..ja. Aber nicht unmöglich. Das größte Problem dürfte die Geldgier der Verbände und Promoter bleiben.

            Solange es kein Globaleskontrollorgan im Boxsport gibt, wird leider auch nicht viel passieren………..

      • 4. September 2021 at 11:28 —

        Sorry das ich mich einmische. Man könnte ähnlich wie im Golf mit einem Handicap arbeiten welches dann nicht weit auseinander sein darf. So verhindert man zumindest, daß die z. B. Nummer 8 der Welt als stay busy die Nummer 118 boxt und diesen schwer KO schlägt. Es könnten dann nur noch Kämpfe zwischen zwei Boxern stattfinden welche zumindest durch ihr erreichtes handicap eine gewisse Qualität nachgewiesen haben.

        • 4. September 2021 at 11:36 —

          In dem Fall werden dann die Rankings schnell “angepasst”.. könnte ich mir vorstellen..
          Prinzipiell natürlich sinnvoll..

Antwort schreiben