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Dillian Whyte – neues Trainingslager in Spanien

Dillian Whyte – neues Trainingslager in Spanien

Einen Monat vor seinem Rückkampf gegen Alexander Povetkin wird der britische Schwergewichtler Dillian Whyte voraussichtlich seine Zelte in Portugal abbrechen und für die weitere Vorbereitung auf das Rematch gegen seinen Bezwinger nach Spanien gehen.

Grund dafür sind die neuen Einreisebestimmungen von Großbritannien aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Ab dem 14. Februar muss jeder, der von Portugal ins Vereinigte Königreich einreist, zehn Tage lang in einem von der Regierung zugelassenen Hotel unter Quarantäne gestellt werden. Wie Whytes Promoter Eddie Hearn erklärt hat, will der ‚Body Snatcher‘ deswegen sein Trainingslager verlegen: „ … wahrscheinlich nach Spanien. Ich gehe davon aus, dass er sich im Rahmen der Ausnahmeregelung für Elite-Athleten in der „Bubble“ isolieren darf, getrennt von allen anderen. Aber das wurde noch nicht von der Regierung genehmigt, also muss er entweder am 14. Februar (nach Großbritannien) kommen, ich glaube, das ist der Tag, bevor die Isolation der Regierung einsetzt, oder er muss sein Lager verlegen.“

Und das ist nicht das erste Problem, das die Pandemie für die Wettkampfvorbereitung des ‚Body Snipers‘ bereithält: aufgrund der Corona-Reisebestimmungen konnte Whyte nicht mit einigen seiner gewünschten Sparringspartner trainieren. Wie es heißt, soll Whyte mit WBO-Europameister Erik Pfeifer gesparrt haben.

Auch an Alexander Povetkin ging die Pandemie nicht spurlos vorbei. Der 41-jährige hatte sich im vergangenen November mit dem Coronavirus infiziert und konnte so erst Mitte Januar die Reise in sein Trainingscamp an der russischen Schwarzmehrküste antreten.

Für beide Boxer steht viel auf dem Spiel: der Gewinner kann sich Hoffnungen auf einen Weltmeisterschaftskampf machen. Auch die Undercard für den Fight zwischen Povetkin und Whyte hat mittlerweile Gestalt angenommen: Chris Kongo und Michael McKinson werden am 6. März um die WBO-Weltmeisterschaft im Weltergewicht kämpfen, Ted Cheeseman und James Metcalf boxen um den vakanten britischen Titel im Superweltergewicht und Ricky Hattons Sohn Campbell gibt sein professionelles Debüt im Superfedergewicht.

In einem weiteren Kampf in der Königsklasse treffen Fabio Wardley und Eric Molina aufeinander. Der 26 Jahre alte Wardley, der ohne einen einzigen Amateurkampf Profi wurde, hat bislang alle seine 10 Kämpfe gewonnen, neun davon durch KO. ‚Drummer Boy‘ Molina ist mittlerweile 38 Jahre alt und hat seit seiner Niederlage gegen Filip Hrgovic im Dezember 2019 nicht mehr im Ring gestanden. Zu erwarten ist vermutlich ein weiterer Sieg von Fabio Wardley.

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10 Kommentare

  1. 8. Februar 2021 at 13:53 —

    Powetkin wird gewinnen, Whyte ist nichts.

  2. 8. Februar 2021 at 14:20 —

    @ Putin

    Dann hat “nichts” Pove aber zwei Mal gut angeklingelt …

  3. 8. Februar 2021 at 15:20 —

    Ich denke povetkin wird dieses mal verlieren.
    Ich gönne es ihm , aber Dillian ist einfach zu stark.
    Povetkin geht auf die 42 zu und hat seine beste zeit hinter sich.
    Ich habe mir al seine Kämpfe angeguckt und er ist ein Toller Boxer …
    Povetkin freut sich am ende nie , wenn er gewinnt.
    ER geht einfach in seiner Ecke und fertig.
    Das ist mir oft aufgefallen. Es kam mir dann immer so vor , dass er bereits wusste das er gewinnen wird. Aber gegen Dillian W hat er zum ersten mal am ende sich gefreut und die Hände hochgerissen.
    Das hat man deutlich gesehen.
    Povetkin ist viel langsamer geworden und Seine beine sind schwerer geworden.
    Er bewegt sich halt viel langsamer. Er ist ein sehr guter Konter Boxer jedoch ist davon nicht mehr viel übrig.
    Er hat eigentlich nichts mehr zu beweisen. Als Amateur hat er alles gewonnen und als Profi , wurde er Weltmeister.
    Wieso hört er nicht auf. Povetkin ist kein dummer Mensch… Er weiß, dass er in seinem jetzigen zustand , kein Tyson Fury, Anthony Joshua und Wilder besiegen kann.
    Kohle hat er genug gemacht…

    Hör auf povetkin.

  4. 8. Februar 2021 at 15:29 —

    Das gibt wieder so ein 50:50-Kampf…..tendiere ja wieder zu Povetkin, aber der braucht anscheinend erst den einen oder anderen Warnschuß, Hunter und Whyte haben ihn ordentlich angeklingelt, um ins Rollen zu kommen, aber das kann halt auch mal schief gehen!

  5. 8. Februar 2021 at 18:54 —

    Denke, Pove macht’s wieder. Für ganz oben reicht es einfach physisch nicht, aber Whyte ist alles andere als „ganz oben“. Seine Beinarbeit ist schwach, defensiv steht er oft falsch und ist dann offen wie ein Scheunentor. Gegen Parker und Rivas, nicht gerade die stärksten Puncher, war er am Boden, gegen Pove und AJ ist er jeweils von Uppercuts ausgeknockt worden – eine positive Entwicklung ist für mich nicht erkennbar.

    Ganz anders Pove, der nach starker Amateurkarriere am Anfang unterperformt und sich mangels Disziplin gegen wesentlich untalentiertere Fighter wie Huck oder Chagaev schwergetan hat. Aber nach dem enttäuschenden Kampf gegen Dr. Clinchula hat er nochmal die Kurve gekriegt und sich mit klasse Leistungen vom „Best of the Rest“ deutlich abgehoben. Auch im durch KO verlorenen Kampf gegen AJ hat er gut geboxt und den Engländer zum Wackeln gebracht. Der Lohn: Platz 8! P4P (Platz 4 HW) auf der boxrec-Liste. Das mag teilweise dem Algorithmus der Seite geschuldet sein, der die großen GK bevorteilt, zeigt aber auch, auf welch hohem Niveau Pove nach wie vor kämpft. Finde es immer noch sehr schade, dass seinerzeit der Kampf gegen Wilder wegen einem paar Mikrogramm Meldonium abgesagt wurde. Dämlichkeit allerdings war es, sich kurz darauf nochmals mit Ostarine erwischen zu lassen, einem SARM, das eine Halbwertszeit von acht Stunden hat.

    Mein Tipp: diesmal dauert es länger, da Whyte deutlich vorsichtiger agieren und versuchen wird, ähnlich wie AJ gegen Ruiz 2, lang zu bleiben und mit wenigen Treffern (enge) Runden zu gewinnen. Aber Defense und Infight sind noch weniger Whytes Ding als AJs, dazu ist er auch körperlich nicht so mächtig. Pove erwischt ihn im letzten Kampfviertel und gewinnt durch Knockout.

  6. 9. Februar 2021 at 13:00 —

    ich hoffe und tippe auf whyte. povetkin ist sowieso durch, er ist jetzt noch älter und hat covid hinter sich das alles spiel whyte in die karten. whyte hat noch eine karriere vor sich wäre schade wenn die jetzt endet. povetkin ist sowieso am ende seiner karriere.

    • 10. Februar 2021 at 16:08 —

      Ich glaube, es gibt auf der Welt keinen Ü-40-Boxer, der weniger „durch“ ist als Povetkin. Mit den Covid-Folgen könntest du natürlich Recht haben, aber das wird man sehen, wenn die erste Runde beginnt. Ich wünsche jedenfalls niemandem, dass er wegen der Nachwirkungen einer Krankheit verliert.

  7. 9. Februar 2021 at 13:17 —

    Ich fürchte Povetkin wird deutlich weniger Kondition haben als vorher.4 Wochen Krankenhausaufenthalt wegen Corona werden Spuren hinter lassen.Niemand kommt mit einer besseren Lunge zurück.Schade um ihn.Habe gehofft,dass er genug verdient hatte.

  8. 9. Februar 2021 at 19:26 —

    Hätte es povetkin natürlich gegönnt!!
    Aber es wird schwierig,wie schon erwähnt wird pove nicht jünger,aber denke auch das whyte vorsichtiger sein wird ,was nicht unbedingt immer gut ist ,denn die meisten Fehler passieren gerade dann wenn Mann zu vorsichtig ist !

  9. 10. Februar 2021 at 10:57 —

    Whyte kann es langsamer angehen lassen, ja, aber was soll Whyte davon haben? Wenn es Whyte langsam angehen lässt, kann es auch Povetkin langsam angehen lassen, was prinzipiell dem 42-Jährigen in die Karten spielt, denn Povetkin hat viel mehr Skills, als Whyte.

    Klar, auf dem ersten Blick sah es im ersten Kampf so aus, als würde Dillian Whyte durch KO gewinnen, aber wenn man etwas genauer hinsieht, hatte Povetkin nur wirklich sehr kurzen Bodenkontakt und er war nach den „Niederschlägen“ sofort wieder vollständig da.

    Ich sehe für Whyte keine wirkliche Chance und schon gar nicht dann, wenn er zu vorsichtig und zu langsam wird, um nicht selbst KO zu gehen. Hätte Whyte einen richtigen Kracher im Repertoire, dann würde das ganz anders aussehen, aber Whyte ist eben nicht Joshua.

    Hunter hat es ziemlich gut gezeigt, wie man den alten Povetkin besiegen kann, wenn man nicht über die Megapower verfügt, aber leider ist Whyte dafür viel zu langsam. Er kann Povetkin nicht einfach so überrollen!

    Die nach aller Wahrscheinlichkeit ausgeheilte Grippe sollte für Povetkin keine Rolle spielen, aber sein Alter tut es schon. Povetkin ist nicht mehr so explosiv und konditionell findet auch ein sichtlicher Abbau statt. Er hat eigentlich alles erreicht und er scheiterte nur an den ihm physisch übermächtigen Gegnern wie Klitschko und Joshua!

    Hunter war noch ein Gradmesser, aber wenn man bedenkt, wie Povetkin den völlig “abgedrehten” Hunter überlebt hat und was er ihm im Verlaufe des Kampfers noch antun konnte, dann ist das schon ziemlich beachtlich für sein Alter. Kein Wunder, dass der nur 1,88 cm große Povetkin in der Boxrec-HW-Liste auf Platz 4 geführt wird!

    Povetkin sollte Whyte abfertigen und dann einen Rückkampf gegen Joshua erhalten. Ich könnte mir vorstellen, dass Povetkin dann etwas klüger wäre und sich etwas mehr Zeit nehmen würde. Hätte er es im ersten Kampf gegen Joshua so gemacht, hätte er sehr gute Chancen auf einen Sieg gehabt. Aber so ist Povetkin, wenn er Lunte gerochen hatte, wurde er stets etwas fahrlässig!

    Zu einem Kampf gegen Joshua wird es aber nicht kommen. Selbst dann nicht, wenn Povetkin Whyte wieder schlafen legt!

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