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Dillian Whyte – kein Kampf gegen Tyson Fury

Dillian Whyte – kein Kampf gegen Tyson Fury

Das dürfte eine herbe Enttäuschung für Dillian Whyte gewesen sein. Zwar sind im Rahmen der derzeit in Mexico City stattfindenden WBC-Convention einige Boxkämpfe festgezurrt worden – so wird zum Beispiel im kommenden Jahr ‚Canelo‘ Alvarez im Cruisergewicht gegen Ilunga Makabu boxen und Julio Cesar Chavez sr und Floyd Mayweather jr haben sich angeblich darauf geeinigt, 2022 in Texas oder Mexiko gegeneinander zu kämpfen – für Dillian Whyte gab es allerdings keine guten Nachrichten.

Die Verantwortlichen des WBC haben beschlossen, Dillian Whyte nicht als Pflichtherausforderer für WBC-Weltmeister Tyson Fury zuzulassen. Als Grund nennen sie das noch laufende Gerichtsverfahren, das der ‚Body Snatcher‘ im vergangenen Jahr gegen den WBC angestrengt hat, weil er seinen Anspruch auf einen zeitnahen Titelkampf durchsetzen wollte.

Vermutlich waren Whyte und sein Promoter Eddie Hearn – genau wie die Mehrheit der Boxfans – davon ausgegangen, dass die längst überfällige (Wieder-)Ernennung von Whyte zum obligatorischen Herausforderer des WBC-Champions reine Formsache wäre. Nachdem Anthony Joshua die Rückkampfklausel gegen Oleksandr Usyk in Anspruch nimmt und es deswegen vorerst nicht zu einem Vereinigungskampf kommen kann, wäre das die logische Konsequenz gewesen.

Doch zwischen Dillian Whyte und der WBC „knirscht es“ gewaltig. Schon nach Whytes Sieg im Rematch gegen Alexander Povetkin hatte WBC-Präsident Mauricio Sulaiman erklärt, dass der Posten des Pflichtherausforderers derzeit vakant sei und Whyte nicht den Gewinner des Matches zwischen Fury und Wilder fordern dürfe, obwohl er den Interim-Titel des Verbandes trägt.

Wie Furys Co-Promoter Bob Arum inzwischen gegenüber “SkySports” geäußert hat, gäbe es noch eine Möglichkeit: vielleicht werde Fury doch gegen Whyte kämpfen: „ …dann wird es aber nicht zu den Bedingungen der WBC sein.” Was vermutlich bedeutet, dass dabei Furys WBC-Titel nicht auf dem Spiel stünde.

Abzuwarten bleibt, wie Tyson Fury mit der Situation umgeht und gegen wen er als nächstes antritt. Durchaus möglich, dass Joe Joyce Interesse daran hätte, gegen den ‚Gypsy King‘ zu kämpfen.

Der ungeschlagene 36-Jährige ist der obligatorische Herausforderer für Usyks WBO-Gürtel und muss – so wie Fury – auf den Ausgang des Kampfes „Oleksandr Usyk vs Anthony Joshua II“ warten. „Ich habe mit Tyson über ihn gesprochen”, hat Furys Promoter Frank Warren bei „SkySports“ erklärt: „Tyson sagte, er sei der Beste da draußen.“

Eine andere Option für Fury wäre eine Begegnung mit Andy Ruiz jr. Der 32-jährige Ex-Champ möchte gerne im Frühjahr wieder in den Ring steigen und hatte zuletzt Adam Kownacki, Charles Martin und Luis Ortiz als mögliche Gegner für einen Kampf im Dezember 2021 genannt.  Bekannterweise werden ‚Prince Charles‘ und „Opa“ Ortiz am 1. Januar 2022 gegeneinander boxen, sodass von dieser Liste nur noch Adam Kownacki übrig bliebe. ‚Babyface‘ Kownacki dürfte aber nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Robert Helenius an einem Kampf gegen Ruiz nicht interessiert sein.

Und wo wir gerade bei Robert Helenius sind: der hat sich mit seinen beiden Siegen über Kownacki wieder in eine gute Position gebracht. Wie Helenius-Manager Markus Sundman vor einiger Zeit gesagt hat, liege aber der Fokus auf dem Sieger von „Anthony Joshua vs Oleksandr Usyk II“: „Robert hat im März 2020 einen WBA-Ausscheidungskampf gegen Adam Kownacki bestritten und diesem Sieg im Rückkampf am 9. Oktober einen Stempel aufgedrückt. Usyk sollte eigentlich Roberts nächster Kampf sein. Es gibt keinen verdienteren Herausforderer in der WBA. Charr, Bryan, Dubois, verdienen sie es mehr? Ich denke nicht.“

Bliebe vielleicht noch Joseph Parker. Der „Kiwi“ boxt allerdings schon am 18. Dezember gegen Dereck Chisora und ist zudem eng mit Tyson Fury befreundet, kommt also wohl nicht in Frage. In einem Interview hat sich Parker auch von einem möglichen Kampf distanziert.

Falls Chisora aber den Kampf gegen Parker gewinnt, wäre eine Begegnung mit Tyson Fury nicht auszuschließen und in Großbritannien gut zu vermarkten. Fury hat bereits zwei Mal gegen Chisora geboxt und beide Kämpfe gewonnen, hat aber angedeutet, dass er gerne einen dritten und letzten Kampf gegen ‚Del Boy‘ führen möchte, bevor er seine Handschuhe an den Nagel hängt.

Bliebe theoretisch noch Frank Sanchez, der unter der Leitung von Coach Eddy Reynoso trainiert. Der 29-jährige möchte gerne Kubas erster Schwergewichtsweltmeister werden und hat zuletzt auf der Undercard von „Tyson Fury vs Deontay Wilder III“ Efe Ajagba geschlagen. Aber auch Sanchez ist schon „vergeben“ und wird auf der Undercard von „Luis Ortiz vs Charles Martin“ am 1. Januar 2022 gegen Carlos Negron kämpfen.

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22 Kommentare

  1. 18. November 2021 at 11:32 —

    😂😂😂😂😂

    Whyte vs. the Boxingworld…………..

    Der arme Junge ist zwar völlig overhyped, aber hey langsam hätte er nen mal Payday verdient. Das ist schon echt traurig mit anzusehen…………

    • 18. November 2021 at 14:11 —

      Ganz ehrlich @ Gladio, es kommt finde ich drauf an, wie man das sieht. Sportlich haben Sanchez mit seinem Sieg gegen Ajagba oder Joyce (Dubois, Takam) durchaus Ebenbürtiges geleistet, was denkst du? Whyte hat einen von COVID deutlich geschwächten und untrainierten Pove besiegt, wogegen er gegen einen Past-Prime Pove, der ordentlich vorbereitet war, durch KO verloren hat … was zählt mehr? Wenn Ortiz jetzt, wovon ich mal ausgehe, Martin besiegt, wäre er vielleicht auch gegen Fury eine interessante Option. Whyte ist schließlich nicht der Einzige, der gerne ein schönes Auto fährt.

      • 18. November 2021 at 14:58 —

        ja er ging gegn pove mal KO. kurz vorher war pove fast KO. hätte auch anders ausgehen können. davor hat er aber auch gegen 2x chisora, parker, helenius, browne und rivas gewonnen. alles gute gegner. dafür, dass pove im 2. kampf evtl. geschwächt war kann ja whyte nichts. er hat ihn im rematch geschlagen, nachdem er überraschend verloren hatte. und dass er gegen die wbc rechtliche schritte eingeleitet hat nachdem sie ihn seit 2016! hat warten lassen ist ja wohl auch verständlich.

      • 18. November 2021 at 15:14 —

        wenn er nicht beide schon klar geschlagen hätte könnte er ja gegen den sieger aus parker – chisora kämpfen. vorallem den ach so tallentieren parker hat er ja schon klar geschlagen bei chisora sah das bis zum KO etwas enger aus.

      • 18. November 2021 at 17:06 —

        Stimmt schon, denke nur das Whyte vier Jahre lang Pflichtherausvorderer war bzw. noch ist. Irgendwann muss er auch mal nen Shot auf den Titel kriegen……….

        Selbst wenn es andere mindestens genauso verdient haben………

  2. 18. November 2021 at 12:22 —

    vermutlich wird er am ende den rechtsstreit sogar gewinnen. naja wenn fury weiter von whyte davon rennen will bitte. vielleicht legt er ja den titel irgendwann nieder und whyte wird dann wm. er kann seinen interims titel ja auch weiter verteidigen gegen passable gegner. mal sehen was kommt. fury wird vermutlich gar nicht boxen, so macht er es ja meistens. oder es gibt ein rematch gegen tom schwarz

    • 18. November 2021 at 13:42 —

      @ Brennov

      Davonrennen? Warum davonrennen? Ein Rematch gegen Tom Schwarz wäre natürlich der Knaller. Vermutlich wird Schwarz ihm auf dem Parkplatz einer Pizzeria den Kiefer brechen …

    • 18. November 2021 at 15:37 —

      “wenn fury weiter von whyte davon rennen will”

      Jetzt wirds aber sogar für Deine Verhältnisse peinlich..

      • 18. November 2021 at 16:00 —

        Zumindest am Anfang seines Comeback währe es besser gewesen gegen einen Whyte zu boxen als gegen Tom “kieferbrecher” Schwarz…

        • 18. November 2021 at 16:08 —

          Wurde der Kampf gegen „Tessa“ nicht offziell vom WBC nachträglich als WM-Eliminator sanktioniert? Ich finde, Tom hat sich den Rückkampf verdient.

          • 19. November 2021 at 04:39

            Unbedingt. Wo er doch gegen Tessa sogar den WBC-Parking Lot-Belt geholt hat.

          • 19. November 2021 at 11:10

            Wenn nicht jetzt, wann dann..?
            So ein one-punch-knockout gelingt ihm doch nie wieder..

    • 18. November 2021 at 15:59 —

      Fury neigt zur Gleichgültigkeit aber ich denke eher das er nur noch grosse Kämpfe haben will, ob Whyte dazu gehört kann ich mir auch nicht vorstellen

      • 19. November 2021 at 07:26 —

        Oder “kleine” Kämpfe für großes Geld. Ich vermute, in GB würden die auf “Whyte vs Fury” ganz schön abfeiern …

    • 18. November 2021 at 19:51 —

      Davonrennen? In welcher Traumwelt lebst du denn? Whyte ist fast genauso langweilig wie deine libanesische Büffelhüfte. Ich gönne Whyte ja mittlerweile seinen Zahltag, aber wegrennen tut vor ihm keiner in der top 15. Er boxt solide, aber da ist nix was irgendwen einschüchtern kann. Soll er doch gegen Wilder Boxen, da ist er nach 3 Runden geerdet. Selbst Past-Haye lässt sich doch gut vermarkten, obwohl er sich da schon strecken müsste.

  3. 18. November 2021 at 20:25 —

    boxingscene.com/tyson-fury-promoter-advises-whyte-lower-his-financial-demands–162105

    😂😂😂😂😂😂😂😂

    Whyte hat anscheinend für seinen letzten Kampf gegen Pove £ 300 K bekommen. Er sollte sich vielleicht mal überlegen, seinen Promoter zu verklagen anstatt des WBC. Fish-Eye hat den Braten natürlich sofort gerochen und bietet ihm einen Split von 85/15 pro Fury an 😂😂

  4. 19. November 2021 at 12:19 —

    Dann hat er ja jetzt Zeit für Otto Wallin.. ach nee, den will er ja nicht 😉

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