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Die wichtigesten Entscheidungen vom Wochenende (KW 15)

Am vergangenen Wochenende gab es für die Boxfans interessante Begegnungen. Neben dem Lomachenko-Kampf am Freitag sorgten auch andere mehr oder weniger bekannte Boxgrößen für Unterhaltung. Hier eine kurze Übersicht:

Mit Spannung wurde der Kampf von Jack Culcay in den USA erwartet. Es war bereits sein zweiter Versuch, in den USA zu einem Sieg zu kommen. Leider klappte das auch diesmal nicht. Culcay lieferte wieder einen großen Kampf, musste sich aber am Ende knapp geschlagen geben. Die Anfangsphase sah fast so aus, als hätte „Golden Jack“ alles im Griff, doch als sein Gegner, der in New York lebende Ukrainer Sergiy Derevyanchenko, sich warm gelaufen hatte schmolz der bis dahin gewonnene kleine Punktvorsprung wie Butter in der Sonne. In den letzten Runden gab Culcay noch einmal richtig Gas und wollte ein KO erzwingen. Er landete dabei einige Volltreffer, die den Ukrainer zwar beeindruckten, aber nicht zu Boden brachten. So endete der Kampf mit 115:113 und 2x 116:112 zu Gunsten des Ukrainers, der damit im IBF-Mittelgewicht-Ranking auf #1 stieg und sich demnächst auf einen Titelshot freuen kann. Wer den Kampf noch einmal sehen will, wird auf der Seite des MDR fündig (Klick)

Auf der Card in Minneapolis fand noch ein IBF-Eliminator Kampf zwischen Peter Quillin und Caleb Truax statt. Wegen eines Cut bei Truax wurde der Kampf nach Runde 2 abgebrochen und als NC bewertet. Grund für den Cut war ein unabsichtliches Zusammentreffen der Köpfe.

Die seit langem angekündigte „Schlacht um Wien“ zwischen Marcos Nader und Gogi Knesevic hat nun endlich stattgefunden. Bei dem auf 10 Runden angesetzten Kampf hatte Nader die besseren Argumente und besiegte Knesevic durch TKO 8. Nader darf jetzt den IBF- International Gürtel im Mittelgewicht sein Eigentum nennen. Mal sehen, ob er daraus noch einmal Kapital schlagen kann.

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In Istanbul konnte Firat Arslan seinen GBU-Gürtel erfolgreich verteidigen: Leider ist von diesem Kampf keine Aufzeichnung zu finden. Einen BoxRec-Eintrag der Veranstaltung sucht man bisher auch vergebens. Nach privater Auskunft von Ringrichter Ingo Barrabas endete der Kampf mit einem KO 2 Sieg für Arslan.

Bei der Golden Boy – Veranstaltung in Monterrey / Mexiko konnte der 22-jährige Jaime Munguia seinen WBO-Titel im Superwelter gegen den 34-jährigen Iren Dennis Hogan knapp verteidigen. Das Punkturteil nach 12 Runden: 115:113, 116:112 und 114:114.

Hier der Kampf:

Die SES-Veranstaltung in Halle / Saale verlief für den Veranstalter wunschgemäß. Der Hauptkampf zwischen Dominic Bösel und einem Ersatzgegner ist hier zu sehen: (Klick)

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13 Kommentare

  1. 15. April 2019 at 00:44 —

    Ekelhaft wie Hogan beschissen wurde. Boxen wird immer mehr zum Wrestling mit vorbestimmten Ausgang. Wenn nach 12 Runden Oskar Botox Hoya grinsend in den Ring steigt, weiß eigentlich jeder wie die Punkte verteilt werden. Beschämend.

  2. 15. April 2019 at 08:14 —

    Das Punkturteil in Minieapolis geht soweit ok. Bei all seinen Fights gegen internationale Spitzenleute (Andrade, Sulecki, Devrey) hat mir Culcay gut gefallen. Was jedoch erneut auffiel, dass er für seine geringe Körpergrösse mindestens 2 Gewichtsklassen zu weit oben boxt. Zudem erscheint es mir so, dass er nicht das absolut letzte Risko geht, auch selbst ko zu gehen.
    Nach der Leistung sollte er jedoch noch 1-2 gute Kämpfe in Amerika erhalten.

  3. 15. April 2019 at 12:22 —

    Vergleicht man die vielen Fehlurteile in Amerika ( z. B Schulz v. Foreman), hätte man in Europa den Fight Culcay vs. Derevyanchenko auch unentschieden werten können.
    Derevyanchenko wackelte zweimal bedenklich und nur der Gong rettete ihn vor dem Niederschlag, oder auch dem k.o.
    Nichtsdestotrotz war es ein großartiger Kampf, wie man ihn in Europa nur selten zu sehen bekommt.
    Jack Culcay boxt weiterhin in dieser Gewichtsklasse (Mittelgewicht) in der absoluten Weltspitze mit, und ein Heruntergehen ins Superweltergewicht (Halbmittelgewicht) wäre wahrscheinlich mit einem stark schwächenden Substanzverlust verbunden.
    Interessant wäre jetzt ein Revanchekampf gegen den WBO-Champ Demetrius Andrade, gegen den Culcay beim letzten Mal umstritten verlor.
    Meiner Meinung nach wird er in Europa wohl kaum einen adäquaten Gegner in dieser Gewichtsklasse finden.
    Bleibt nur zu hoffen, dass der MDR weiterhin solch hochklassige Kämpfe aus Übersee “LIVE” überträgt.

  4. 15. April 2019 at 12:38 —

    Nach dem Schulz-Foreman hieß es damals, dass man in den USA mindestens einen k.o. landen muss, um ein unentschieden zu erzielen.

  5. 15. April 2019 at 12:38 —

    Den Kampf Munguia vs Hogan hätte man mit viiiiiiiiiiel Wohlwollen auch unentschieden werten können, aber der Punktsieg von Munguia ist ein Fehlurteil!

    Die Niederlage von Culcay geht voll und ganz in Ordnung, ab der 6.Runde konnte jeder sehen in welche Richtung der Kampf läuft! Dennoch gute Leistung von Culcay!
    Vielleicht sollte Culcay den EBU-EM-Titel im Mittelgewicht ins Visier nehmen!?

  6. 15. April 2019 at 12:56 —

    Leider ist es in der allgemeinen Wahrnehmung der Boxsportfans so, dass ein “Europameisterschaftsgürtel “oder ein “Deutscher Meistertitel” heutzutage nicht mehr viel wert ist.

    • 15. April 2019 at 14:41 —

      Liegt auch an der großen anzahl an wm titeln. damit hat der em titel auch objektiv an wert verloren nicht nur in der wahrnehmung!

      • 15. April 2019 at 17:59 —

        Es liegt aber auch daran, dass nicht die beiden Besten Boxer Europas um den Gürtel boxen, sondern meistens der Drittbeste gegen den Zwölften o.ä.

        • 17. April 2019 at 14:23 —

          klar aber das ist so weil es so viele wm titel gibt. gäbe es nur einen würden sich schon die besten boxer europas um die em streiten. (es sein denn der beste ist eben gerade wm!)

    • 15. April 2019 at 20:28 —

      In der allgemeinen Wahrnehmung mag das so sein, aber ein guter EBU-EM hat für mich immer noch einen größeren Stellenwert als einer der zahlreichen WM die ihren Titel eher auf dubiose Weise bekommen haben und nur gegen leichte Gegner verteidigt….besonders wenn dann die Wertungen auch noch sehr fragwürdig sind!

      Culcay hat sich gut verkauft, aber es reicht nicht für die Weltspitze und schon gar nicht für einen WM-Titel, weder im Mittelgewicht noch im Superwelter!
      Mit einen EBU-EM-Titel lässt sich auch gutes Geld verdienen und mit jeden weiteren Sieg steigen die Boxer auch im WBC-Ranking da die EBU und der WBC irgendwie verbandelt sind!
      Und nur mal so ganz nebenbei, die EBU gibt es schon weitaus länger als z.B. die WBO oder die IBF!

  7. 17. April 2019 at 12:13 —

    Hogan wurde beschissen und Culcay hat in der Weltspitze nichts zu suchen.

  8. 17. April 2019 at 13:43 —

    Ufff., eigentlich dürfte man als Boxsportfreund keine einzige der Gayden Boy Verastaltungen mehr anschauen. Iss eine Schande wie De La Cocaina die Zuschauer hinters Licht führt. Gegen GBP wirken die Schleimbeutel von Sauerland wie bezaubernde Nymphen.

    Culkay iss einfach körperlich zu klein für das MW. Anscheinend schafft er es aber auch nicht auf 140lbs zu kommen, welche mMn die optimale GK für ihn wäre.

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