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Devon Alexander soll Titel niederlegen: WBC Präsident José Sulaimán will keinen Vereinigungskampf gegen Bradley

 ©Dariusz Pater.

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Das Halbweltergewicht gilt momentan als eine der heißesten Gewichtsklassen im Boxsport. Neben den drei aktuellen Champions Timothy Bradley (WBO), Amir Khan (WBA) und Devon Alexander (IBF/WBC) gibt es mit Marcos Maidana, Kendall Holt, Victor Ortiz, Andreas Kotelnik, Juan Urango, Nate Campbell und Paulie Malignaggi zahlreiche hochkarätige Herausforderer und Ex-Weltmeister, die spannende zukünftige Kämpfe in der Klasse bis 63,56 kg garantieren.

Aber gerade als sich durch Vereinigungskämpfe eine Hierarchie abzubilden beginnt, funken die Boxfunktionäre wieder dazwischen: Devon Alexander, der am 6. März in einem sensationellen Kampf gegen Juan Urango die WBC und IBF Titel vereinigen konnte, könnte ersteren Gürtel nun auch schon wieder los sein. WBC Präsident José Sulaimán ist von Alexanders Plan, gegen WBO Champion Timothy Bradley anzutreten und so eventuell einen dritten Gürtel zu holen, wenig begeistert. Dies äußerte die WBC in einem Statement, das Alexander zur Niederlegung seines Titels auffordert.

“Ich habe heute in der Zeitung erfahren, dass Sie Timothy Bradley um den WBO Weltmeistertitel herausfordern wollen. Ich nehme diese Information zur Kenntnis und fordere Sie hiermit auf, die WBC Weltmeisterschaft umgehend niederzulegen, da es scheint, dass unsere Organisation nicht Ihren Ansprüchen genügt. Der grüne und goldene WBC Gürtel ist der Traum vieler Boxer auf der Welt, aber anscheinend nicht der Ihre. Ich warte auf Ihren Rücktritt und wünsche Ihnen viel Glück in Ihrem nächsten Kampf”, so der Brief der WBC an Alexander.

Wieder einmal stellen also die Verbände ihre Eigeninteressen über die des Boxsports. Ein Kampf zwischen Alexander und Bradley wäre der Kampf im Halbweltergewicht gewesen, vergleichbar mit Mayweather gegen Pacquiao im Welter-, oder Klitschko gegen Haye im Schwergewicht. Alexander will aber laut den Aussagen seines Managers Kevin Cunningham auf keinen Fall klein beigeben und es notfalls auf einen Prozess ankommen lassen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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1 Kommentar

  1. Joe187
    11. April 2010 at 17:52 —

    ich hoffe mal das einige im verband nun endlich aufwachen und den sofortigen rücktritt von José Sulaimán fordern. es gibt keine einzige entscheidung von dem guten herrn die irgendwie förderlich für etwas anderes ist ausser seinen eigenen geldbeutel. diesem menschen bedeutet der sport rein gar nichts und er hat diese position schon viel zu lange bekleidet. Ich freue mich drauf hoffentlich bald in der zeitung vom rücktritt von José Sulaimán zu lesen damit es mit dem sport endlich wieder vorwärts gehen kann. für viele funktionäre ist der sport das wichtigste an dem ganzen für José Sulaimán aber offensichtlich nicht.

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